: M.L. Busch
: Zuckerkuss Verliebt in den V.I.P.
: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
: 9783962154905
: 1
: CHF 6.20
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 350
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Hörbuchsprecher n Karla bekommt die einmalige Gelegenheit, einen Bestseller einzusprechen. Im Aufnahmestudio lernt sie den Schauspieler Viktor Ivo Penn kennen. Viktor ist überheblich und eingebildet und obwohl Karla ihn unsympathisch finden möchte, zieht seine Stimme sie magisch an. Viktors Schauspielkarriere nimmt langsam Fahrt auf, weswegen der Sprecherjob gerade zur rechten Zeit kommt. Karla und Viktor scheinen wie füreinander geschaffen, bis die Hörbuchpremiere ihre neue Freundschaft auf die Probe stellt. Zu allem Übel steht auch noch Karlas Ex-Freund vor der Tür, der sich eigentlich nach Amerika abgesetzt hatte ...

M.L. Busch hat nicht Medienkommunikation studiert, ist keine Journalistin und arbeitet auch nicht für verschiedene Zeitschriften als freie Autorin. Sie wurde nicht bekannt durch Auftritte im Radio oder Fernsehen. Auch wöchentliche Kolumnen gibt es keine. Die Autorin lebt in Nordrhein-Westfalen und schreibt 'Tussi-Literatur'. In ihren Happy-End-Geschichten geht es immer um die Liebe und das Leben. Auch im wirklichen Leben der Autorin gibt es den Humor, der regelmäßig in ihren Büchern zu finden ist. 

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Heute


»Scheidentrockenheit! Ernsthaft?« Ich schüttele den Kopf und sehe meine beste Freundin Eveline an.

»Welcher Mann fragt eine Frau nach dem Sex, ob sie unter Scheidentrockenheit leidet?« Entrüstet von so viel männlicher Dummheit, schnaube ich.

»Ein Mann, der auf One-Night-Stands steht und keine zweite Nummer schieben will«, beantwortet Eveline die Frage ein bisschen zu ehrlich für meinen Geschmack.

Ist das ihr Ernst?

Mit weitaufgerissenen Augen sehe ich meine beste Freundin schockiert an. »Du bist keine Hilfe, wenn du so etwas Geschmackloses sagst. Ich bin eine Granate im Bett. Jeder Mann kann sich glücklich schätzen, meinen Körper auch nur ansehen, geschweige denn Sex mit ihm haben zu dürfen.« Ich strecke die Brust raus und hebe das Kinn, weil Eveline mich mit ihrer Aussage verletzt hat. Bestimmt hat sie es nicht mit Absicht getan, aber es ist ihr nun mal rausgerutscht. Ihre unbedacht ausgesprochenen Worte steigern nicht gerade meine Laune, die auf dem Tiefpunkt ist, seit ich diesen Versager aus meinem Bett geworfen habe.

Ein Mann für die Ewigkeit wäre toll und keine Eintagsfliegen, die nur hübsch anzusehen sind. Das denke ich nicht zum ersten Mal, seit ich mich vor einem Jahr von meinem Freund getrennt habe. Michael hat in einem Ingenieurbüro für Bauwesen gearbeitet und ist für seine Weiterbildung nach Amerika gegangen. Mich hat er, ohne sich einmal umzudrehen, in Berlin zurückgelassen. Offensichtlich habe ich ihn mehr geliebt als er mich, denn es ist ihm deutlich leichter gefallen, unsere Beziehung zu beenden als mir. Pech für mich. Hin und wieder, wenn mich die Erinnerungen überkommen, vermisse ich ihn mehr als mir lieb ist. Vielleicht war unsere Beziehung nicht die ganz große Liebe, aber ich hatte ein gewisses Maß an Glück, das mir jetzt, wo ich allein bin, fehlt.

Die One-Night-Stands, die ich mir aus reiner Hilflosigkeit suche, helfen nicht wirklich, um den ständigen Frust über die Einsamkeit zu überwinden.

Im nächsten Augenblick umschlingen mich die dünnen Arme meiner Freundin. »Karla, es tut mir leid. Du hast mich vollkommen falsch verstanden. Ich wollte nicht sagen, dass der Sex mit dir schlecht ist.« Sie drückt mich fester. »Ich wette, der Mistkerl zieht die Nummer mit der Scheidentrockenheit bei jeder ab. Das hat nichts mit dir und deinen Begabungen zu tun. Es ist bestimmt eine Masche, über die er sich im Anschluss mit seinen Kumpels lustig macht. Ganz sicher.«

Oh, wie wunderbar!

Etwas Schreckliches wie das, möchte ich mir gar nicht vorstellen.

Mach das Kopfkino aus, Karla.

»Eveline?«

»Was?«

»Hör auf, mich aufmuntern zu wollen.« Mich aus der Umarmung lösend, versuche ich mich an einem Lächeln. Meine Freundin meint es gut. »Du machst es nur schlimmer.«

»Oh.« Sie hebt beide Augenbrauen und sieht nachdenklich drein. Es scheint ihr zu dämmern. »Das mit der Masche ... das war lediglich eine Vermutung«, wiegelt sie ab und versucht zu retten, was zu retten ist.

»Wahrscheinlich ist der Kerl so blöd und hat gar keine Maschen. Bestimmt bist du die Einzige, zu der er das mit der Scheidentrockenheit gesagt hat.« Sie nickt, um sich ihre Worte zu bestätigen.

Ach du grüne Neune! Diese Frau kennt kein Erbarmen, ihre Worte treffen mich wie eine Abrissbirne. Der Gedanke, dass er es zu jeder sagt, gef