: Heidi Meinzolt, Adelheid Schmidt-Thomé
: Eleonore Romberg Ein Leben für Frieden und Freiheit - zum 100. Geburtstag
: Books on Demand
: 9783757840860
: 1
: CHF 4.00
:
: Biographien, Autobiographien
: German
: 84
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eleonore Rombergs Geburtstag jährt sich 2023 zum 100.Mal. Aufgewachsen in einer Münchner Arbeiterfamilie hat Eleonore Romberg sich mit Fleiß und Willen eine akademische Laufbahn erarbeitet, wurde Professorin an der katholischen Stiftungshochschule, Landtagsabgeordnete für die Grünen und engagierte sich lokal bis international in der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit, IFFF, englisch WomensInternational League for Peace and Freedom, WILPF. Sie hat zeitlebens praktische soziale mit politischer Arbeit verbunden, viele Menschen in diesem Sinne eingebunden, für notwendige gesellschaftliche Veränderungen interessiert und vernetzt. Sie ist eine Wegbereiterin kritischer Sozialarbeit und eine Vorkämpferin für Frauenrechte und Frieden. Ihre kritischen Beiträge zum Zustand der Gesellschaft und Ideen zur Notwendigkeit umzudenken, sind hochaktuell und verdienen Aufmerksamkeit.

Heidi Meinzolt: ehemalige Gymnasiallehrerin für moderne Fremdsprachen; von 1983-2000 Mitglied der GRÜNEN (u.a. im Kreis-und Landesvorstand, Sprecherin der BAG Europa und im Vorstand der Europäischen Föderation grüner Parteien); Mitglied der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (u.a. im internationalen Vorstand für Europa). Gründungsmitglied des Frauensicherheitsrates in Deutschland und des Bündnis 1325, Koordinatorin einer Arbeitsgruppe der Civic Solidarity Platform/CSP der OSZE on Women and Gender Realities in the OSCE Region. Autorin von Texten und Theaterstücken zu feministischen Themen und zur Frauenbewegung

Persönliche Erinnerungen von Heidi Meinzolt


Meine Mentorin Eleonore Romberg

1994 schreibt Eleonore Romberg in einem Rundbrief an die Ligafrauen:…“im Augenblick fällt mir nicht mehr ein, besser gesagt: wenn ich noch etwas nachdenke, besteht die Gefahr, dass mir zu viel einfällt, z.B. was machen wir – oder was machen wir nicht – zum Kurdenproblem, zu den Wahlen, zu „out of area“-Entwicklungen, zur Neukonzeption der Bundeswehr, zu NATO, WEU und KSZE, zu den bosnischen Frauen und, und…– ich höre also besser auf, ich grüße euch herzlich und wünsche euch entspannte Pfingsttage.“

So oder ähnlich ergoss sich das Romberg’sche Füllhorn oft über die engagierten Mitstreiterinnen. Diese hatten – so wie ich – aber gerade mit ihren (Klein-) Kindern zu tun, waren beruflich mit anderen Herausforderungen zugange oder versuchten ganz einfach ihr Alltagsleben zu meistern. Mit Eleonore, der charismatischen Überzeugungstäterin, war mit einem Schlag die ganze Welt mit ihren Sorgen und Nöten präsent. Da konnte man nicht einfach weghören oder wegschauen – und wollte es ja auch eigentlich nicht. Zu dramatisch und beängstigend waren die Entwicklungen in Bayern, in Deutschland und vor allem global gesehen. Dafür müssten wir in Kauf nehmen, dass wir mit unserem kritischen Blick eine Minderheit in einer Gesellschaft waren, die auf Wachstum, Fortschritt, Erfolg und Stärke gepolt ist. Mit der Wiedervereinigung (und der Fußballweltmeisterschaft) tauchten dann überall die nationalen Flaggen wieder auf, Deutschland konnte wieder im Konzert der Weltmä