1994 schreibt Eleonore Romberg in einem Rundbrief an die Ligafrauen:…“im Augenblick fällt mir nicht mehr ein, besser gesagt: wenn ich noch etwas nachdenke, besteht die Gefahr, dass mir zu viel einfällt, z.B. was machen wir – oder was machen wir nicht – zum Kurdenproblem, zu den Wahlen, zu „out of area“-Entwicklungen, zur Neukonzeption der Bundeswehr, zu NATO, WEU und KSZE, zu den bosnischen Frauen und, und…– ich höre also besser auf, ich grüße euch herzlich und wünsche euch entspannte Pfingsttage.“
So oder ähnlich ergoss sich das Romberg’sche Füllhorn oft über die engagierten Mitstreiterinnen. Diese hatten – so wie ich – aber gerade mit ihren (Klein-) Kindern zu tun, waren beruflich mit anderen Herausforderungen zugange oder versuchten ganz einfach ihr Alltagsleben zu meistern. Mit Eleonore, der charismatischen Überzeugungstäterin, war mit einem Schlag die ganze Welt mit ihren Sorgen und Nöten präsent. Da konnte man nicht einfach weghören oder wegschauen – und wollte es ja auch eigentlich nicht. Zu dramatisch und beängstigend waren die Entwicklungen in Bayern, in Deutschland und vor allem global gesehen. Dafür müssten wir in Kauf nehmen, dass wir mit unserem kritischen Blick eine Minderheit in einer Gesellschaft waren, die auf Wachstum, Fortschritt, Erfolg und Stärke gepolt ist. Mit der Wiedervereinigung (und der Fußballweltmeisterschaft) tauchten dann überall die nationalen Flaggen wieder auf, Deutschland konnte wieder im Konzert der Weltmä