: Diana Walker
: Corona Time-out Ein Blick auf die Zeit, als unser Leben stillstand
: Books on Demand
: 9783757897857
: 1
: CHF 8.90
:
: Briefe, Tagebücher
: German
: 512
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Erfahrungen und Erlebnisse im Gefängnis der Pandemie In diesem Buch geht es nicht um Statistiken und auch nicht um Verschwörungstheorien. Es geht darum, wie die Menschen die Pandemie um das Corona-Virus real erlebt haben. Die Autorin berichtet von ihren Erfahrungen, von den Anfängen bis zum Frühjahr 2022, von den Fehlern der Verantwortlichen, der Planlosigkeit und von Vertrauensverlust und Enttäuschung, aber auch von Hoffnungen und Lichtblicken. Dabei wird eines klar: Nicht das Virus allein hat die Zeit geprägt. Die Maßnahmen gegen Corona haben das Leben zum Stillstand gebracht und verändert. Viele Menschen kämpfen bis heute mit psychischen, wirtschaftlichen, existentiellen und zwischenmenschlichen Problemen. Die Masken - für die einen Rettungsanker, für die anderen Ausdruck für Bevormundung und Freiheitseinschränkung - waren zum Symbol der Pandemie geworden. Das Buch ist eine wertvolle Erinnerungsstütze. Zu viel scheint inzwischen wieder vergessen oder verdrängt worden zu sein.

Diana Walker lebt im Südwesten von Baden-Württemberg. Sie absolvierte ein Studium für das Lehramt in den Fächern Englisch und Sport. Neben der Malerei und dem Erlernen und späteren beruflichen Anwenden diverser Fremdsprachen hat sie schon in ihrer Jugend die Freude am Schreiben entdeckt.

Februar 2020 – das Virus kommt nach Europa


Nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub nahm das Leben zu Hause seinen normalen Lauf. Wir gingen wieder zur Arbeit, das Wetter war weiterhin mild. Wir hörten von immer mehr Corona-Ansteckungen in China, inzwischen im ganzen Land. Firmen wurden geschlossen, darunter auch unser Werk in China. Wir erfuhren, dass Mitarbeiter unserer Firma noch im Januar bei unserer Niederlassung waren, und da spukte schon der Gedanke im Kopf herum, was, wenn sich da einer angesteckt hat?

Während dieser Zeit unternahmen mein Mann und ich Mitte Februar noch eine Wochenendreise nach Schweden. Unser Traum war es schon seit einiger Zeit, uns ein Haus in Schweden zu kaufen und uns dort einen Zweitwohnsitz einzurichten. Und nun war es soweit, wir hatten auf einem Immobilienportal unser Traumhaus in Schweden gefunden, genau in dem Ort, wo wir schon oft unseren Urlaub verbracht hatten und wo wir uns richtig zu Hause fühlten, ein typisches Schwedenhaus, gestrichen inFalunrot, dem typischen Schwedenrot. Was tun? Unsere Hauptgedanken kreisten nun in diesen Tagen um dieses Haus, um die Corona-Nachrichten kümmerten wir uns nicht weiter. Wir telefonierten mit Freunden in Stockholm, fragten nach deren Meinung und baten um Unterstützung. Mein Schwedisch ist zwar ganz gut, aber wir nahmen die Hilfe unserer Freunde gerne in Anspruch, um mit dem Makler diverse Dinge zu klären.

Wir würden immer denken, wir hätten eine Chance verpasst, wenn wir dieses Haus nicht zumindest mal angesehen hätten, und so beschlossen wir, schon am darauffolgenden Wochenende nach Stockholm zu fliegen. Corona war erst einmal vergessen. Wir verbrachten den Freitagabend mit unseren Freunden in Stockholm, um alles zu besprechen und fuhren dann gemeinsam am Samstag zur Besichtigung. Das Haus war zweistöckig, geräumig, hatte eine riesige Terrasse und vor allem eine traumhafte Aussicht auf den Siljansee. Aber es gab einiges zu reparieren und zu renovieren, immerhin stammte es aus dem Jahr 1941. U