: Sissi Merz, Nora Stern, Andreas Kufsteiner, Verena Kufsteiner
: Heimat-Roman Treueband 51 5 Romane in einem Band
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751746946
: Heimat-Roman Treueband
: 1
: CHF 5.40
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 320
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Lesen, was glücklich macht. Und das zum Sparpreis!

Seit Jahrzehnten erfreut sich das Genre des Heimat-Bergromans sehr großer Beliebtheit. Je hektischer unser Alltag ist, umso größer wird unsere Sehnsucht nach dem einfachen Leben, wo nur das Plätschern des Brunnens und der Gesang der Amsel die Feierabendstille unterbrechen.
Zwischenmenschliche Konflikte sind ebenso Thema wie Tradition, Bauernstolz und romantische heimliche Abenteuer. Ob es die schöne Magd ist oder der erfolgreiche Großbauer - die Liebe dieser Menschen wird von unseren beliebtesten und erfolgreichsten Autoren mit Gefühl und viel dramatischem Empfinden in Szene gesetzt.

Alle Geschichten werden mit solcher Intensität erzählt, dass sie niemanden unberührt lassen. Reisen Sie mit unseren Helden und Heldinnen in eine herrliche Bergwelt, die sich ihren Zauber bewahrt hat.
Dieser Sammelband enthält die folgenden Romane:
Alpengold 209: Wer hat dein Lächeln gestohlen?
Bergkristall 290: Der Skandal am Traualtar
Der Bergdoktor 1775: Warum tust du mir so weh?
Der Bergdoktor 1776: Das Aschenputtel vom Dreiföhrenhof
Das Berghotel 146: Zu jung für die Ehe?
Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 320 Taschenbuchseiten.
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»Aschenputtel, Aschenputtel, wach auf!«

Evi drehte sich im Halbschlaf auf die andere Seite. Was war denn das? Ein schlechter Traum vielleicht? Oder musste sie schon wieder aufstehen? Aber sie hatte das Klingeln des Weckers gar nicht gehört.

»Aschenputtel!« Zwei Stimmen waren es, die das Madel endgültig aus dem Schlaf holen wollten. Und sie wurden nun langsam ungeduldig. »Wach endlich auf, du dumme Gans! Die Prinzessinnen sind daheim und wollen einen Schlaftrunk!«

Evi stöhnte. Sie wollte nicht aufwachen, sie war so schrecklich müde! Die Nacht konnte unmöglich schon vorbei sein. Doch es hatte keinen Sinn, sich zu wehren, denn nun spürte sie überall spitze Stiche. Jemand zog sie an den Haaren und piekte sie in den Arm. Und dabei erklang ein gemeines Kichern.

»Die liegt im Koma«, mutmaßte eine der Stimmen. »Die schläft wie ein Mühlstein, das kannst du fei vergessen, Sandra.«

»Diewird wach. Und wenn ich einen Eimer kaltes Wasser holen muss …«

Evi schlug erschrocken die Augen auf und starrte in die angemalten Gesichter ihrer Stiefschwestern.

»Na endlich!« Nicole versetzte ihr noch einen Schlag gegen die Stirn, dass es klatschte. »Mach dich auf die Socken, blöde Kuh. Wir brauchen unseren Kakao mit Zimt, sonst können wir net einschlafen. Also, wird’s bald?«

»Macht ihn euch doch selber«, knurrte Evi nach einem Blick auf den Wecker.

Halb drei! Es war Samstag, und die Zwillinge waren zusammen aus gewesen, in dieser neuen Disco in Sonthofen. Sie trugen metallisch glänzende Leggings und dazu Longpullover aus schimmerndem Garn. Ihre blonden Mähnen fielen offen bis auf die Schultern. Und wie sie es schafften, auf diesen himmelhohen High Heels zu tanzen, blieb Evi ein Rätsel, das sie wohl niemals lösen würde. Dass Nicole und Sandra sie mit zum Tanzen nehmen würden, war nämlich ungefähr so wahrscheinlich wie ein Schneeschauer im August.

»Du hast wohl nimmer alle Tassen im Schrank«, fuhr Nicole auf, doch Sandra, die zehn Minuten älter war als ihre Zwillingsschwester, blieb gelassen.

»Was regst du dich auf? Wir wecken einfach die Mama. Sie kann dieses dumme Huhn zur Räson bringen und ihm erklären, was hier seine Pflichten sind. Offenbar ist unser kleiner Bankert zu deppert, um sich das zu merken.« Nicole kicherte albern. »Vielleicht sollte sie sich’s aufschreiben. Oder kann sie das auch net?«

Sandra hob die Schulte