: Alfred Wolfsteiner
: Schwandorf Kleine Stadtgeschichte
: Verlag Friedrich Pustet
: 9783791762432
: 1
: CHF 12.60
:
: Regional- und Ländergeschichte
: German
: 160
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Bei seiner ersten Erwähnung um 1006 war 'Suainicondorf' bereits ein bedeutendes Wirtschaftszentrum. Umgeben von zahlreichen Weihern, wurde das frühere wittelsbachische und später pfalz-neuburgische Pflegamt im 16. Jahrhundert zusätzlich Sitz eines Fischmeisteramtes. Der viel besuchte Wallfahrtsort auf dem Kreuzberg bildete ein religiöses Zentrum des 18. Jahrhunderts. Mit dem Anschluss an die Eisenbahn 1859 und der Gründung der Tonwarenfabrik 1865 erfolgte der Schritt ins Industriezeitalter. Allerdings brachte die Rolle als bedeutender Eisenbahnknotenpunkt auch unermessliches Leid: Schwandorf gehörte am Ende des Zweiten Weltkriegs zu den am meisten zerstörten Städten Deutschlands. Heute ist die Große Kreisstadt ein wichtiger Gewerbe- und Industriestandort sowie das politische und kulturelle Zentrum des gleichnamigen Landkreises.

Alfred Wolfsteiner, Dipl.-Bibliothekar (FH), geb. 1954, war bis 2018 Leiter der Stadtbibliothek Schwandorf. Zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte der Oberpfalz.

Anfänge an der Naab


Schwandorfs Frühzeit


Die Frühzeit Schwandorfs ist mit vielen Fragezeichen behaftet. Seine Lage am Ostufer der mittleren Naab auf einer Schotterterrasse inmitten einer breiten Niederung des Flusses dürfte die entscheidende Siedlungsvoraussetzung geworden sein. Hinzu kommt, dass sich hier der Flusslauf durch zwei Inseln in mehrere Arme zerteilt, was eine Überq