: Kristina Kreuzer
: Das Leben ist kein Himbeereis Jugendbuch für Mädchen ab 11 Jahren über Sommer, Freundschaft und die erste Liebe
: KARIBU
: 9783961293582
: 1
: CHF 10.80
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 201
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Freibad, Eis und erste Liebe - fünf Freunde und ein unvergesslicher Sommer Mila, Max, Luh, Arthur und Liz sind 15 und kennen sich aus dem Sandkasten - sogar schon länger, denn ihre Väter sind damals schon zusammen zur Schule gegangen. Doch in diesem Sommer ist plötzlich alles anders: Max und Mila sind verliebt, und irgendwie scheint auf einmal nichts mehr zu sein, wie es war. Die Freundschaft, die immer selbstverständlich war, droht zu zerbrechen. Zum ersten Mal stellen die fünf sich die Frage, ob jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, an dem sie ihre eigenen Wege gehen müssen. Ein Buch über dieses aufregende und gleichzeitig unsichere Gefühl, 15 zu sein. Geschrieben von Kristina Kreuzer zusammen mit ihrer Tochter Lina.

Kristina Kreuzer, geboren 1975, arbeitete nach ihrer Ausbildung beim S. Fischer Verlag in mehreren Verlagen. Sie studierte Literatur in Amsterdam und in den USA. Heute lebt sie mit ihrer Familie in ihrer Heimatstadt Hamburg und beschäftigt sich mit großer Leidenschaft mit Wörtern: als Autorin, Übersetzerin, Herausgeberin und in ihrem eigenen Blog.  

Als ich von Weitem Mila, Max und Luh vor dem Schwimmbad stehen sehe, habe ich dieses total herrliche Glücksgefühl im Bauch, weil ich einfach die tollsten, liebsten Freunde der Welt habe! Wir fünf kennen uns schon, seit wir auf der Welt sind. Eigentlich sogar schon viel länger, nicht nur aus der Zeitim Bauch unserer Mütter, sondern sogar schondavor! Unsere fünf Väter sind nämlich zusammen zur Schule gegangen. Das klingt ein bisschen wie im Märchen, oder? Ist es auch! Max, Mila, Luh, Art und ich waren dann erst Babyfreunde und später Kindergartenfreunde. Auch wenn ich mich kaum an diese Zeit erinnere, muss das das Wunderbarste überhaupt gewesen sein – wir alle zusammen, auch mit Art, der dann schon ein Jahr früher eingeschult wurde. Jeden von meinen Freunden mag ich auf diese spezielle Weise. Ganz besonders Max. Wenn man Max nicht kennt, denkt man vielleicht, dass er ein bisschen zu cool für die Welt oder arrogant ist und sich für nichts anderes als seinen Sport interessiert. Aber für mich ist er wie ein superlieber, großer Bruder. Max würde mich vor jedem und allem auf der Welt beschützen.

»Hi, Physik-Genius, wie läuft’s?«, begrüßt mich Luh. »Ging doch gut gestern, oder? Du brauchst einfach ein bisschen Übung, Liz.«

Seit ich mit Luh Physik gelernt habe, ist der dicke Kloß in meinem Bauch etwas kleiner geworden. Ich nicke. »Ja, echt, danke noch mal«, sage ich leise. Manchmal fühle ich mich Luh gegenüber etwas schüchtern.

»Können wir jetzt bitte das Thema wechseln?«, stöhnt Mila. Sie rollt die Augen. »Hey, es ist Sommer, die Sonne scheint, wir stehen vorm Schwimmbad und – reden über Physik! Sorry, aber erstaunlicherweise würde ich jetzt ganz gerne mal nicht an den miefenden Physiktrakt denken …«

Art nickt. »Mila, du hast mal wieder absolut recht. Physik sucks …« Er sieht sich um. »Wo ist eigentlich Max?«

»Der rennt bestimmt noch irgendwo auf der Aschebahn rum«, murmelt Luh. »Lass uns doch schon mal reingehen!« Und ohne eine Antwort abzuwarten, stolziert sie dann auch entschlossen zur Freibadkasse. Ich bewundere Luh echt. Dafür, wie sie ist, so selbstbewusst und dazu noch so schlau! Und was das Coolste dabei ist: Ihr scheint völlig egal zu sein, was die anderen von ihr denken, und sie sagt immer ihre Meinung. Das würde ich mich nie trauen.

Wir bauen unser Lager auf der Schwimmbadwiese auf. Luh hat sich die Sonnenbrille ins Haar gesteckt und sitzt kerzengerade in einem orangen Sportbadeanzug da. Mila liegt neben ihr im Gras, die Arme hinter dem Kopf verschränkt. Sie trägt einen altmodischen Badeanzug, so einen mit Blümchen, wie aus den Zwanzigerjahren oder so. Eine typische Mila-Klamotte. Mila zieht sich oft total schräg an, aber irgendwie sieht bei ihr alles gut aus. Und was trage ich? Ich habe zur Abwechslung einen superunauffälligen Badeanzug mit Adidas-Streifen an. So einer, bei dem keiner zweimal hingucken würde.

Weil Art sich gar nicht umgezogen hat, frage ich ihn: »Gehst du nicht ins Wasser?«

Er rückt seine Brille zurecht und räuspert sich: »Na ja, sagen wir mal so: Ich akklimatisiere mich erst mal, alles ganz entspannt. Danach besteht eine minikleine Chance, dass i