: Carla Federico, Julia Kröhn
: Im Land der Feuerblume Eine Auswanderer-Geschichte - Ausgezeichnet mit dem CORINE Publikumspreis
: beHEARTBEAT
: 9783751743709
: Chile-Saga
: 1
: CHF 4.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 773
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Hambu g 1852: Im Hamburger Hafen begegnen sich die junge abenteuerlustige Elisa und der nachdenkliche Cornelius zum ersten Mal. Ihre Familien wollen das Wagnis eingehen, sich ein neues Leben in Chile aufzubauen. Dabei erhofft sich jeder etwas anderes von dem Land seiner Träume. Bereits auf dem Schiff, das sie in die ferne neue Heimat bringen soll, verlieben die beiden Auswanderer sich. Doch stets scheint dem Glück des jungen Paares etwas im Wege zu stehen: die unerbittliche Natur, die sie vor immer neue Herausforderungen stellt, aber auch Neid und Eifersucht ...

Diese Auswanderer-Geschichte vereint große Gefühle, mitreißende Schicksale und atemberaubende Landschaftsbeschreibungen: »Im Land der Feuerblume« ist der fesselnde Auftakt der Chile-Sage. Der Roman wurde mit dem CORINE-Publikumspreis ausgezeichnet, ins Spanische übersetzt und stand auch in Chile auf der Bestsellerliste.

Alle drei Bände der Chile-Saga von Carla Federico (Julia Kröhn):

Im Land der Feuerblume
Jenseits von Feuerland
Im Schatten des Feuerbaums

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<p>Carla Federico ist eine österreichische Autorin, die unter anderem Geschichte, Philosophie und Theologie studiert hat und heute als freie Autorin in Frankfurt am Main lebt. Ihre große Leidenschaft fürs Reisen hat sie in zahlreiche Länder geführt, bevor sie sich für einen längeren Aufenthalt in Chile niederließ - dem Land, das sie zu diesem Roman inspirierte.</p><p&g ;Mehr zu Carla Federico erfahren Sie auf: www.carla-federico.de</p&g ;<p><br></p>

2. Kapitel


Die Tür des kleinen Lochs, in das der Mann sie brachte, quietschte, als er sie hinter sich zuwarf. Der untere Teil war aus schwerem, dunklem Eichenholz gezimmert, in das Würmer kleine Löcher gefressen hatten; oben konnte man durch rostige Gitterstäbe in den Gang starren, in dem sich ähnliche Lagerräume aneinanderreihten.

Wieder quietschte es, als der Mann den schweren Schlüssel im Schloss umdrehte. Kurz hoffte Elisa, er würde ihn dort belassen; so könnte sie später versuchen, durch die rostigen Stangen zu greifen und ihn irgendwie zu erhaschen. Doch der gleiche Gedanke kam – mehrere schnaufende Atemzüge später – auch dem Mann. Wortlos steckte er den Schlüssel ein und trabte von dannen.

»Sie sprechen möglichst schnell mit jemandem von der Commerz-Deputation, ja? Wir sind unschuldig!«, rief Elisa ihm nach. Ihre Stimme war durchdringend, er konnte sie nicht überhört haben, aber er antwortete lediglich mit einem gleichgültigen Schulterzucken und schien erleichtert, dass die leidige Angelegenheit vorerst ausgestanden war.

Elisa sackte gegen eine der Wände, die kalt, feucht und von hauchdünnen Spinnennetzen übersät waren, und kämpfte gegen die Mutlosigkeit an, die über ihre Seele schwappte wie der muffige Geruch ihres Gefängnisses.

Leopold hatte sich gebückt und hob einen klammen und dreckigen Fetzen Stoff auf – vielleicht der kümmerliche Rest eines einstigen Kühlsegels, vielleicht eine der Segeltuchkappen.

»Gib acht!«, rief sie, als sie die Nägel entdeckte, die darunter verstreut lagen und die genauso rostig waren wie das Gitter.

Er trat