: Sophia Cronberg, Julia Kröhn
: Das Leuchten über den Klippen Eine geheimnisvolle Liebesgeschichte an Irlands sturmumtoster Küste
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751743686
: Familiengeheimnisse und große Gefühle von Sophia Cronberg
: 1
: CHF 6.20
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: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German

Nachdem Rebecca entdeckt hat, dass ihr Mann sie betrügt, flüchtet sie Hals über Kopf in ein kleines Cottage in Irland direkt am Meer. Von dort aus macht sie Ausflüge nach Skellig Michael - einer winzigen Insel vor der zerklüfteten Küste. Fasziniert durchstreift sie die Insel und ihre verfallene Klosterruine. Im Mittelalter, so heißt es, habe sich die junge Aislin in einen Mönch des Klosters verliebt. In einer Sturmnacht stürzte sie von den Klippen in den Tod, und seitdem soll ihr Geist in dem Kloster sein Unwesen treiben.

Rebecca will herausfinden, was damals geschah. Dabei bekommt sie Hilfe von Ian, der die Insel wie kein zweiter kennt. Die beiden kommen sich näher, doch dann gerät auch Rebecca in große Gefahr. Wird sich die Vergangenheit wiederholen?

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<p>Sophia Cronberg wurde 1975 in Linz geboren. Seit einigen Jahren ist sie hauptberuflich Schriftstellerin. Sie spielt gern Klavier und liebt das Reisen. Sophia Cronberg ist Mutter einer kleinen Tochter und lebt abwechselnd in Frankfurt am Main und in Österreich.</p>

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Rebecca starrte auf den Felsen, der spitz aus dem dunklen, schaumgekrönten Wasser ragte. Die winzige Insel glich einer riesigen Haifischflosse. Oder nein, eigentlich dem stolz geblähten Segel eines majestätischen Schiffes — oder noch mehr einer Pyramide, wenngleich diese nicht von Menschenhand gemacht worden war, sondern von Mächten kündete, die irgendwo zwischen Himmel und Meer wohnten und das schroffe Eiland aus den dunklen Fluten hatten erstehen lassen.

Auch an die Spitze einer gotischen Kathedrale ließ die Insel denken, wies doch auch diese in die blauen Weiten des Himmels, hinter denen etwas wohnte, was stärker, größer und ewiger als der Mensch war.

»Sie können gerne einen Ausflug nach Skellig Michael machen. So heißt diese winzige Insel vor der irischen Westküste.«

»Wie bitte?«, entfuhr es Rebecca. Sie fand zurück ins Hier und Jetzt und löste den Blick von der Fotografie, die hinter der Rezeption hing.

»Ja«, sagte die Dame, die sie im Bed and Breakfast in Empfang genommen hatte, »es werden täglich Bootstouren zur Insel angeboten. Natürlich sind diese wetterabhängig — man muss am Morgen vor der Abfahrt anrufen und nachfragen, ob sie auch wirklich stattfinden. Ich kann das gerne für Sie arrangieren. Mein Bruder hat ein Bootsunternehmen, und ich begleite ihn oft. Die Fahrgäste wollen schließlich ein wenig betreut werden, wissen Sie, ich mache Tee und habe sicherheitshalber warme Kleidung mit. Man unterschätzt häufig den Wind, und an Tabletten gegen die Übelkeit denken viele erst recht nicht. Manch einer hat das Boot schon mit der festen Überzeugung bestiegen, ein echter Seebär zu sein, um bei der ersten Welle mit grünem Gesicht über der Reling zu hängen ... Ach, meine Liebe, Sie werden ja ganz blass. Ich wollte Sie gewiss nicht erschrecken. Wie gesagt, es gibt Tabletten ge