: Benedict Jacka
: Der Jäger von London Roman
: Blanvalet
: 9783641290733
: Alex Verus
: 1
: CHF 8.90
:
: Fantasy
: German
: 384
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wann wird der Gejagte zum Jäger? Der 11. Band der SPIEGEL-Bestsellerserie um Hellseher Alex Verus.
Der Hellseher Alex Verus wird vom Weißen Rat der Magier gejagt. Offiziell, weil er sich mit Schwarzmagiern verbündet haben soll. Doch Alex weiß, dass sein Erzfeind Levistus die treibende Kraft hinter dieser Hexenjagd ist. Jeder Versuch des Hellsehers, wenigstens einen Waffenstillstand auszuhandeln, wird abgelehnt. Selbst wenn er nicht in die Zukunft blicken könnte, wäre Alex klar, dass es nur eine Chance auf Frieden für ihn gibt: Der Gejagte muss zum Jäger werden - und Levistus muss sterben!

Die SPIEGEL-Bestsellerserie von Benedict Jacka! Steigen Sie ein in die Urban-Fantasy-Serie mit 'Das Labyrinth von London' und folgen Sie der packenden Story des Hellsehers Alex Verus.

Benedict Jacka (geboren 1980) ist halb Australier und halb Armenier, wuchs aber in London auf. Er war 18 Jahre alt, als er an einem regnerischen Tag im November in der Schulbibliothek saß und anstatt Hausaufgaben zu machen, Notizen für seinen ersten Roman in sein Schulheft schrieb. Wenig später studierte er in Cambridge Philosophie und arbeitete anschließend als Lehrer, Türsteher und Angestellter im öffentlichen Dienst. Das Schreiben gab er dabei nie auf, doch bis zu seiner ersten Veröffentlichung vergingen noch sieben Jahre. Er betreibt Kampfsport und ist ein guter Tänzer. In seiner Freizeit fährt er außerdem gerne Skateboard und spielt Brettspiele.


2


Das Portal schloss sich mit einem Flackern hinter uns. Wir kamen in einem unberührten Gebiet heraus, mitten in der Nacht, und es lag vollkommen eben und verlassen vor uns. Struppige Büsche reichten uns bis zu den Knöcheln, dazwischen lagen Kies und Steine, alle vom Licht des Mondes an einem klaren Himmel erhellt. Die Landschaft dehnte sich zu allen Seiten ohne ein Anzeichen auf Leben oder Veränderung aus.

»Wo sind wir?«, fragte ich. Ich zitterte ein wenig. Die Luft war kühl im Vergleich zu vorher.

»Mojave-Wüste«, sagte Variam. Er arbeitete bereits am nächsten Portal, orangerotes Licht glühte um seine Hände, und er runzelte konzentriert die Stirn. »Wurden wir verfolgt?«

»Nein … ja«, sagte ich. Es ist schwer, einem Portal zu folgen, aber nicht unmöglich, besonders, wenn man sehr motiviert ist.

»Deleo? Nein, brauchst nicht zu antworten, natürlich die verdammte Deleo. Wie lange?«

»Drei bis vier Minuten. Ehrlich, ich bin beeindruckt, dass sie es durch den Tunneleinsturz geschafft hat.«

»Beeindruckt, genau«, sagte Variam säuerlich. »Hoff besser darauf, dass ich dieses Portal beim ersten Versuch hinbekomme.«

Ich tätschelte Variams Schulter. »Ich glaube an dich.«

Er verdrehte die Augen. »Also, ich weiß, die Liste mit Leuten, die dich umbringen vollen, ist verdammt lang. Aber geht es nur mir so, oder möchte Deleo dich wirklich noch dringender töten?«

»Das geht nicht nur dir so.«

»Ich hatte irgendwie gehofft, dass Richard sich ihrer entledigt und uns so den Ärger erspart hätte.«

»Wäre nett gewesen, aber nein«, sagte ich. »Weiß eigentlich nicht, wie es zwischen ihnen lief, aber soweit ich gehört habe, ist sie seither nicht mit ihm gesehen worden. Also ist sie entweder gefeuert und gibt mir dafür die Schuld, oder Richard hat sie geschickt, als letzte Chance, sich selbst zu beweisen.«

»Macht das wirklich einen Unterschied?«

»Nein.«

Variams Portal öffnete sich, und wir traten hindurch in die nächste nächtliche Wildnis. Sie sah der letzten ähnlich, nur dass es weniger Steine gab und dafür mehr Sand und Kakteen, die im Mondlicht lange Schatten warfen. »Wo sind wir jetzt?«, fragte ich.

»Mexiko«, antwortete Variam. »Sonora-Wüste.« Er war bereits am Zauber für Portal Nummer drei. »Hör mal. Es ist schon auffällig, aber die Chancen, dass Deleo auftaucht, wann immer wir auf einer Mission sind, stehen um die fünfzig zu fünfzig.«

»Ja.«

»Scheint nicht, als würde sie damit aufhören.«

»Wohl nicht.«

»Hast du mal daran gedacht, sie dazu zubringen, damit aufzuhören?«, fragte Variam. »Ich meine, wenn man bedenkt, wie viele Todesopfer du anhäufst, weiß ich, dass ich dir sagen muss, du solltest kürzertreten, aber was, wenn wir uns eine gute Stelle aussuchen, sobald sie uns das nächste Mal folgt, und …« Er nahm eine Hand weg von dem Zauber, den er wirkte, und fuhr sich mit einem Fin