: Sissi Merz, Bärbel Eichner, Andreas Kufsteiner, Verena Kufsteiner
: Heimat-Roman Treueband 49 5 Romane in einem Band
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751746922
: Heimat-Roman Treueband
: 1
: CHF 5.40
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 320
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Lesen, was glücklich macht. Und das zum Sparpreis!

Seit Jahrzehnten erfreut sich das Genre des Heimat-Bergromans sehr großer Beliebtheit. Je hektischer unser Alltag ist, umso größer wird unsere Sehnsucht nach dem einfachen Leben, wo nur das Plätschern des Brunnens und der Gesang der Amsel die Feierabendstille unterbrechen.
Zwischenmenschliche Konflikte sind ebenso Thema wie Tradition, Bauernstolz und romantische heimliche Abenteuer. Ob es die schöne Magd ist oder der erfolgreiche Großbauer - die Liebe dieser Menschen wird von unseren beliebtesten und erfolgreichsten Autoren mit Gefühl und viel dramatischem Empfinden in Szene gesetzt.

Alle Geschichten werden mit solcher Intensität erzählt, dass sie niemanden unberührt lassen. Reisen Sie mit unseren Helden und Heldinnen in eine herrliche Bergwelt, die sich ihren Zauber bewahrt hat.
Dieser Sammelband enthält die folgenden Romane:
Alpengold 207: Eingeschneit in den Bergen
Bergkristall 288: Als ihr ein Fremder Liebe schwor
Der Bergdoktor 1771: Ein Bayer im Zillertal
Der Bergdoktor 1772: Versiegelte Lippen
Das Berghotel 144: Schwesterherzen sind nie allein
Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 320 Taschenbuchseiten.
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»Also, Anna, damit ist dann alles geregelt. Ich glaub, wir haben nix vergessen, was wichtig wäre, oder?« Sepp Gruber schaute seine Tochter fragend an.

Annas Aufmerksamkeit war auf das Dokument in ihren Händen gerichtet: die Überschreibung des Berghofes, ihres Elternhauses, auf sie. Das war ein großer Schritt, auf den sowohl Anna als auch ihre Eltern lange Zeit hingearbeitet hatten, und ein Einschnitt in ihrer aller Leben.

»Mei, Mama, Vater, ich kann’s noch gar net so recht glauben«, musste das hübsche, blonde Madel mit den tiefblauen Augen da zugeben. »Heut ist ein ganz besonderer Tag für uns alle. Weil sich unsere Wünsche mit einem Mal erfüllen. Das kommt mir fast so vor wie ein Wunder.«

Hedi Gruber lachte und strich ihrer Tochter liebevoll übers Haar, eine Geste, die sich noch aus Annas Kindertagen erhalten hatte und von dem innigen Verhältnis zwischen Mutter und Tochter zeugte.

»Ein Wunder ist’s, dass die Pension in gut zehn Jahren genug abgeworfen hat für unser Boot und die Auszeit, die wir uns jetzt endlich nehmen können. Aber deine Pläne, die hast du ganz allein in die Tat umgesetzt, mit Fleiß und Beharrlichkeit. Bleib nur so, wie du bist, Tschapperl, dann wirst du alles erreichen, was du dir im Leben wünschst!«

»Das hab ich jetzt, Mama«, versicherte Anna glücklich.

»Und lass dich net von den Bauern im Tal pflanzen. Ich hab meinen Stammtisch-Brüdern zwar ins Gewissen geredet und einen jeden meiner alten Spezln drunten in Rotenstein gebeten, dir unter die Arme zu greifen, wenn’s nötig sein sollte. Aber du kennst ja die Leut und den dummen Tratsch, der allerweil umgeht.«

»Daraus mach ich mir nix«, meinte das Madel entspannt. »Was die Leut reden, ist mir einerlei. Für mich zählen nur meine Viecherln. Wenn’s denen gut geht, bin ich zufrieden.«

Wenig später hielt ein Taxi vor dem Berghof. Das war eigentlich kein ungewöhnlicher Anblick, denn das Anwesen oberhalb des Ortes Rotenstein im Berchtesgadener Land war seit über zehn Jahren kein landwirtschaftlicher Betrieb mehr, sondern eine Fremdenpension.

Hedi und Sepp Gruber hatten sich seinerzeit entschlossen, die Landwirtschaft auf der Höhe aufzugeben, weil der Hof mit dem begrenzten Platz einfach nicht mehr rentabel gewesen war. Sepp hatte keinen Geschmack daran gefunden, dem Beispiel des Nachbarn zu folgen und sich zu spezialisieren. Er war das extreme Wetter und die Schufterei auf der Höhe leid gewesen, die von Kindesbeinen an sein Leben bestimmt hatten.

Die Umwandlung des Berghofes in eine Fremdenpension war sozusagen ein Sprung ins kalte Wasser gewesen und hatte nur deshalb gelingen können, weil der Bergbauer gut mit de