: Dr. Manfred Nelting
: ElternSein in Umbruchzeiten Band 1 Die ersten 1000 Tage im Leben
: basic erfolgsmanagement
: 9783949217418
: 1
: CHF 7.10
:
: Lebenshilfe, Alltag
: German
: 160
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Trilogie 'ElternSein in Umbruchzeiten' ist für Eltern geschrieben, die in den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit ihre innere Balance behalten bzw. wiederfinden wollen für sich und zum Wohle ihrer Kinder, ein Kompass zum Verstehen und zur Orientierung auf dem jeweils eigenen Weg. Band 1 heißt 'Die ersten 1000 Tage im Leben', das ist die Zeit der Schwangerschaft und der ersten zwei Lebensjahre zusammen. Es ist ein Buch für Eltern, gleichwohl empfohlen für Hebammen, ErzieherInnen und LehrerInnen, also alle, die nahe mit den Kindern sind, aber auch für ÄrztInnen und natürlich PolitikerInnen, die zukünftig mehr denn je die Auswirkungen ihrer Entscheidungen und Gesetze auf Familien und das Wohl und den Schutz der Kinder bedenken müssen. Das Neugeborene braucht nach der Geburt noch für mindestens zwei Jahre einen 'externen Uterus', eine umhüllende Umgebung mit der Mutter, auch dem Vater und weiteren Personen, die liebevoll und präsent die Umgebung des Babys mitgestalten. Der Autor nennt diese Umhüllung den 'Dyadischen Kokon', in dem sich gleichsam wie ein Schmetterling das Baby sich bestmöglich entwickeln kann. Hier wird der Grundstein gelegt für gesunde Hirnentwicklung, Urvertrauen ins Leben, Bindungsfähigkeit, und spätere Selbststeuerung. Gelingende Bindungsfähigkeit und Selbststeuerung schützen Kinder und Jugendliche stark vor Manipulation, Drogenkonsum und medialer Überwältigung, sie sind kaum empfänglich für extremistische Positionen. Sie haben so die Chance als Erwachsene tolerant, liebevoll, kraftvoll und kreativ im Leben zu agieren, beste und notwendende Voraussetzungen zu klugem, kooperativem Handeln in diesen Umbruchs- und Krisenzeiten. Die Inhalte von Band 2 'Elternschaft - neue Dimension der Liebe' und Band 3 'Tabus in Familie, Schule und Gesellschaft' siehe im Anhang dieses Buches. Die Trilogie ist eine Auskopplung aus dem Hauptwerk EINSICHT in UNerhörtes - Vom Schweigen zum Handeln ISBN 978-3-3949217-00-5

Dr. med. Manfred Nelting, geb. 1950 in Hamburg, ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Facharzt für Allgemeinmedizin mit Naturheilkunde und Homöopathie. Zusammen mit seiner Frau Elke Nelting hat er seit 2004 die Gezeiten Haus Kliniken gegründet, Akutkliniken für Psychosomatische Medizin und Traditionelle Chinesische Medizin. Nelting blickt aus seinen nunmehr über 50 Jahren Erfahrungen im Gesundheitssystem und 30 Jahren Betrieb eigener Kliniken auf die heutige Zeit. Er ist Autor u. a. von Bestsellern zu Burn-out und anderen gesellschaftlichen Themen der Zeit, insbesondere zu Gesundheit und Schutz von Kindern und systemischer Neugestaltung von Schule und Kitas. Nelting praktiziert QiGong und TaiJi und ist zertifizierter TaiJi-Lehrer. Im Magazin 'Schule - Pro Bildung' ist er Mitglied des Beirats. Er arbeitet in einer europäischen Expertengruppe zur Gründung einer europäischen 'Gesundheits'-Kasse als Modellprojekt mit. Ziel ist es zu zeigen, dass ein Paradigmenwechsel von Krankheits- zu Gesundheits-Orientierung im Gesundheitssystem sinnstiftend, Gesundheits-erhaltend, Gesundheits-fördernd und machbar ist. Er ist Senior Advisor für Gesundheitsfragen im Weltzukunftsrat (WFC). www.neltings-welt.de

Kapitel 2


Eltern und Lebensstil


2.1 Bedeutung für die Zeit vor und bei der Empfängnis


Vor der Empfängnis


Die Eltern haben je nach gewähltem oder entstandenem Lebensstil einen bestimmten Gesundheitszustand, Stress- und Angst-Level, Stoffwechsel- bzw. Hormon- und Immunstatus mit entsprechendem epigenetischem Muster aktiver und passiver Gene incl. einer dazu passenden Telomer-Länge als Endkappen der Chromosomen.

Nicht nur die chromosomalen Anlagen, sondern auch diese epigenetische Situation wird nun bei einer Befruchtung weitgehend an das Kind weitergegeben, und auf dieser Grundlage macht der Embryo im Uterus nun seine physiologischen, kommunikativen und damit verbundenen emotionalen Erfahrungen.

Eine alte chinesische Tradition (wohl eher bei der privilegierten Bevölkerung angesiedelt), empfiehlt, dass Eltern, die ein Kind haben wollen, sich 100 Tage darauf vorbereiten sollen durch Enthaltsamkeit bei Alkohol und Völlerei, gesundem, in der Menge eben reduziertem Essen, guter Bewegung (QiGong) und Meditation sowie viel Schlaf. Außerdem soll die Vorfreude auf das Kind Raum bekommen. Das Paar kommt sich in seiner Liebe und Feinfühligkeit näher, sexuelle Enthaltsamkeit bzw. reduzierte sexuelle Aktivität unter Vermeidung einer Befruchtung ermöglichen die 100 Tage ohne Empfängnis.

Ein solcher Zeitraum von einem guten Vierteljahr der Lebenspflege ist zur Vitalisierung der Eltern wissenschaftlich gesehen äußerst sinnvoll. Es kommt zur Normalisierung von Körpergewicht und Bauchfett, die Leber wird entfettet und kann wieder die Gefäße und das Herz schützen, Gewebe, insbesondere Stützgewebe, Sehnen und Bänder werden geschmeidig, Muskeln erhalten genug Energie. Der Hormonhaushalt wird balanciert und die Sexualorgane vitalisiert, die Fruchtbarkeit von Mann und Frau gestärkt. In den Zellkernen der Zellen der Eltern, auch der Geschlechtszellen, die an das Kind weitergegeben werden, schaltet das epigenetische Muster in dieser Zeit auf ein lebensförderliches Muster.

Empfängnis


Kommt es nach dieser Zeit zur Empfängnis, was aufgrund der meist guten Fruchtbarkeit und nach sexueller Enthaltung bzw. Zurückhaltung großer sexueller Lust beider zukünftiger Eltern sehr wahrscheinlich ist, hat das Kind beste Einnistungs-Bedingungen und erhält ein bestmögliches, stressarmes epigenetisches Muster mit aktiver Telomerase und verlängerten Telomeren vererbt, von dem es lebenslang profitieren kann.

Klingt das nicht schön, eine solche liebevolle Vorbereitungszeit auf und für das Kind? Mancher mag einwenden, dass das heute nicht mehr gehen kann. Aber warum denn nicht?

2.2 Bedeutung für die Zeit der Schwangerschaft


In der Schwangerschaft ist es jetzt wichtig, dass die schwangere Frau möglichst sorgen- und stressfrei leben kann, damit sich das Kind im Uterus möglichst ungestört in guter innerer Kommunikation mit der Mutter entwickeln und gute Erfahrungen machen kann.

Das Mutterschutzgesetz in Deutschland schützt die Schwangere und ihr Kind im Bauch vor Gefährdungen des Lebens und der Gesundheit. Das erstreckt sich aber bisher nicht explizit auf den wichtigen Sachverhalt von weitgehender Stressfreiheit der Mutter im Sinne bestmöglicher Kindesentwicklung mit den Telomeren des Kindes im Fokus.

Daher wiederhole ich die Zitate ausKapitel 1:

„Die starke seelische Belastung einer Schwangeren wirkt offenbar in der nächsten Generation nach und beeinflusst die Entwicklung de