: Dr. Manfred Nelting
: ElternSein in Umbruchzeiten Band 2 Elternschaft - neue Dimension der LIEBE
: basic erfolgsmanagement
: 9783949217425
: 1
: CHF 7.10
:
: Familie
: German
: 172
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Trilogie 'ElternSein in Umbruchzeiten' ist für Eltern geschrieben, die in den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit ihre innere Balance behalten bzw. wiederfinden wollen für sich und zum Wohle ihrer Kinder, ein Kompass zum Verstehen und zur Orientierung auf dem jeweils eigenen Weg. Band 2 heißt 'Elternschaft - neue Dimension der Liebe'. Dieses Buch widmet sich den Eltern, insbesondere mit Kindern, und ihren Alltags-Herausforderungen. Es ist für Eltern geschrieben, aber auch LehrerInnen, ÄrztInnen und FamilienberaterInnen unbedingt empfohlen. Elternschaft beim ersten Kind ist etwas ganz Neues, das Leben stülpt sich aus und alles stülpt sich um. Das Selbstverständliche, die neue Dimension der Liebe des Paares miteinander und zum Neugeborenen, gerät aber heutzutage auch oft zur Frage, insbesondere ob und wie Frau- und Mann- und Mutter- und Vater-Sein sich in der Zerr-Spannung gesellschaftlicher Anschauungen zu tiefer Klarheit für das eigene Leben entwickeln kann in praktischer Lebensgestaltung. Die Frage eigener Gesundheit und Resilienz, Stress, Angst, der eigene Lebensstil und die individuelle Bedeutung von Konsum kommen auf den Prüfstand: Sind sie jetzt auch noch in gleicher Form geeignet, passend und zum Wohlergehen für die Zeit zu dritt? Die Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes ist eine Zeit der Möglichkeiten lebensförderlicher Entscheidungen für sich selbst, mit der/dem Partner und für das Baby. Die Inhalte von Band 1 'Die ersten 1000 Tage im Leben' und Band 3 'Tabus in Familie, Schule und Gesellschaft' siehe im Anhang dieses Buches Die Trilogie ist eine Auskopplung aus dem Hauptwerk EINSICHT in UNerhörtes - Vom Schweigen zum Handeln ISBN 978-3-3949217-00-5

Dr. med. Manfred Nelting, geb. 1950 in Hamburg, ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Facharzt für Allgemeinmedizin mit Naturheilkunde und Homöopathie. Zusammen mit seiner Frau Elke Nelting hat er seit 2004 die Gezeiten Haus Kliniken gegründet, Akutkliniken für Psychosomatische Medizin und Traditionelle Chinesische Medizin. Nelting blickt aus seinen nunmehr über 50 Jahren Erfahrungen im Gesundheitssystem und 30 Jahren Betrieb eigener Kliniken auf die heutige Zeit. Er ist Autor u. a. von Bestsellern zu Burn-out und anderen gesellschaftlichen Themen der Zeit, insbesondere zu Gesundheit und Schutz von Kindern und systemischer Neugestaltung von Schule und Kitas. Nelting praktiziert QiGong und TaiJi und ist zertifizierter TaiJi-Lehrer. Im Magazin 'Schule - Pro Bildung' ist er Mitglied des Beirats. Er arbeitet in einer europäischen Expertengruppe zur Gründung einer europäischen 'Gesundheits'-Kasse als Modellprojekt mit. Ziel ist es zu zeigen, dass ein Paradigmenwechsel von Krankheits- zu Gesundheits-Orientierung im Gesundheitssystem sinnstiftend, Gesundheits-erhaltend, Gesundheits-fördernd und machbar ist. Er ist Senior Advisor für Gesundheitsfragen im Weltzukunftsrat (WFC). www.neltings-welt.de

1.3 Genderthemen


1.3.1 Muttersein


Die Bedeutung der Mutter in ihrer umhüllenden Funktion und physiologischer Stillfähigkeit, die den besten Boden für die Entwicklung sicherer Bindung ermöglicht, ist heutzutage gerne umstritten, da dieses zeitlich umfängliche Sein, oft auch nur als Rolle benannt, mit Gelderwerb, Karriere und Selbstbestimmungsrechten der Frau in Konkurrenz gesetzt wird bzw. in Konkurrenz erscheint.

In Abhängigkeit vom individuellen Ranking von Muttermilch mit Ersatz-Milchprodukten wird diese Rolle bestätigt oder abgestritten. Die Mutterfunktion scheint dann im letzteren Falle, so die Annahme, bereits kurz nach der Geburt ohne Qualitätsverlust von Hirnentwicklung und Bindungsfähigkeit ersetzbar zu sein durch Väter, Partner/Partnerin bei gleichgeschlechtlichen Paaren oder eben einer Betreuungsperson der Frühbetreuung.

Wo die Mutter fehlt, für die Mutterrolle nicht zur Verfügung steht z. B. durch Krankheit, Persönlichkeit oder biografische Themen ist eine empathische Ersatzperson natürlich ein Segen.

Und wenn eine Frau in ihrer Selbstbestimmung die Mutterrolle nicht übernehmen will, steht sie dafür auch nicht zur Verfügung. Das ist ihre Entscheidung. Das erzählte Begründungsnetz ist in sich oft stimmig, allerdings sind die Emotionen in diesem Bereich nicht immer gut integriert, sodass es in der Reflexion der Biografie später oft zu einem Bedauern über diese nicht gemachte Erfahrung kommt. Auch über Schuldempfinden gegenüber dem Kind wird häufig berichtet. Über mögliche Auswirkungen früher, insbesondere externer Betreuung auf das Kind dabei, habe ich ausführlich in Band 1 geschrieben.

Mutter und Vater gleichzusetzen in der Funktion der ersten Umhüllung erscheint zeitgemäß, erfasst aber aus meiner Sicht nicht die ganze Bandbreite des Themas.

Zwar findet man bei Männern mit gewollter Vaterschaft während der Schwangerschaft ihrer Frauen und nach der Geburt auch öfter eigene hormonelle und physiologische Veränderungen (dieses Phänomen nennt man u. a. Couvade „Männerwochenbett“). Und in einer Schwangerschaft, in der das Paar viel zusammen ist, hört das Kind im Bauch natürlich auch die Stimme des Vaters, wenn auch anders als die Stimme der Mutter. Insofern wird auch die Stimme des Vaters dann vertraut sein nach der Geburt.

Aber die Schwangerschaft und die Geburt als Seinserfahrung der Frau geht in die dyadische Kommunikation mit dem Säugling ein, ihr Herzschlag ist ihm vertraut und ihre Immunstoffe stehen ihm in der Muttermilch zum Schutz und zur Einverleibung zur Verfügung. Über Weiteres von mütterlicher Seinserfahrung kann ein Mann ja aus eigener Erfahrung nicht berichten. Als Arzt wurden mir allerdings von vielen Frauen ihre Biografien und Anamnesen lebendig anvertraut.

Insofern ist die Gleich“gültig“keit von Frauen und Männern im gesellschaftspolitischen Kontext heutzutage unbedingt zu betonen und dies unbedingt e