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Ihr wisst ja, wie das ist, wenn man zu lange auf dem Globus herumgewandert ist und sich schon zu oft mit vier Fingerbreit Jack im Humpen und einem Bier oder mit irgendeinem anderen Fusel, den man gerade zur Hand hat, die Birne weggeballert hat. Und wenn das nicht reichte, man am nächsten Morgen vielleicht mit einem halben Dutzend Bechergläsern voll zerstoßenem Eis, Kirschen, Orangenscheiben und Wodka noch eins draufsetzt, um die Schlangen und Spinnen zurück in den Keller zu treiben.
Wow, wie irre. Wer hätte gedacht, dass wir je sterben würden?
Aber wozu all das Geschwafel? Ich sag euch, was das soll. Ich rede von diesen Augenblicken, wenn man seine Rüstung ablegt, zugedröhnt oder nicht, und sich in der Unermesslichkeit der Schöpfung verliert und zu tief in unsere Vergänglichkeit blickt, in unseren Hang zur Gier und der Bereitschaft, den großen blauen Planeten zu zerstören, und einen kurzen Moment lang erschrickst du dich so sehr, dass du dich fragst, warum du dein Porridge nicht schon vor langer Zeit an der Decke verteilt hast.
Einmal überkam mich dieses Gefühl, als ich im Sonnenuntergang auf einem Pier in Texas stand, während die Wellen unter mir entlangrollten und so hart wie Blei gegen die Pfähle schlugen. Der Wind blies eine eiskalte, schimmernde Gischt auf meine Haut und Kleidung, die Wolken erstrahlten in grüngoldenem Licht, so hell wie Acetylen-Fackeln, vom Vergnügungspier schallte Dampforgelmusik und das Ploppen von Schießbuden herüber. Es war einer der Augenblicke, in denen man zwischen Leben und Tod hängt und sich danach sehnt, gleichermaßen an der Erde und der Ewigkeit festzuhalten, und jene Tage und Nächte bereut, die man über das Seitendeck gekippt ist, während man gerade dabei war, sein Leben zu zerlegen.
Ich rede von der Erkenntnis, sterblich zu sein, aber nicht von der Art, die einen im Hospiz beschleicht, oder beim Krächzen der Aasvögel auf einem Schlachtfeld, oder wenn ein betrunkener Fahrer über einen Bordstein donnert und auf einen Spielplatz zuhält. Ich rede davon, zu sehen, wie das siebte Siegel gebrochen wird und eine Reihe mittelalterlicher Leibeigener, Lehnsherren und Jungfrauen sich auf den Weg über einen Hügel beg