: Sandra Binder
: Erinnerungen an Blackfield Hall Die geheimnisvolle Geschichte einer englischen Familie
: beHEARTBEAT
: 9783751728744
: Die schönsten Familiengeheimnis-Romane
: 1
: CHF 4.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 315
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

England, 1921: Lady Amelia ist es gewohnt, alles zu bekommen, wonach ihr der Sinn steht. Dementsprechend hoch trägt sie ihre Nase - zumindest bis sie vor Übermut vom Pferd fällt. Ausgerechnet Anthony, ein Landwirt, mit dem sie sich auf dem Markt ein heftiges Wortgefecht geliefert hat, findet sie am Wegesrand - jedoch ohne jegliche Erinnerung. Er nutzt die Chance, sich an ihr zu rächen, und erklärt sie zu seiner Bediensteten. Was als Streich begann, entwickelt sich zu einer Erfahrung, die Amelias Welt in ihren Grundfesten erschüttert.

USA, 2018: Lily begibt sich auf die Spuren ihrer Urgroßmutter Amelia nach England. Und sieht sich plötzlich mit den gleichen Themen konfrontiert wie jene vor fast einhundert Jahren.
Alle Romane der Familiengeheimnis-Reihe sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.
eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.




<p>Sandra Binder wurde 1985 im Herzen Oberschwabens geboren und ist ihrer Heimat seitdem treu geblieben. Schon als Kind entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Theater, stellte allerdings bald fest, dass sie sich lieber selbst Geschichten ausdachte, als »nur« eine Rolle darin zu spielen. Und was als Tagträumereien begonnen hat, wurde nach und nach zu einem festen Bestandteil ihres Alltags. Heute gehört das Schreiben zu ihrem Leben wie die E-Gitarre zur Rockmusik: ohne, fehlt dem Rhythmus die Harmonie.<br><br> lt;/p>

1921, Rothwell, England: Das schöne Leben


Amelia


Elisabeth rümpfte die unförmige Nase und bedeutete Wilbur mit einem abfälligen Winken, ihren Frühstücksteller abzuräumen. »Was soll das sein? Speck und Toast? Ist das Ihr Ernst? Ich glaube, mich erinnern zu können, dass ich laut und deutlich den Wunsch nach einer Grapefruit geäußert habe.«

»Wir alle hörten es«, pflichtete Charlotte mit ihrer schrillen Piepsstimme bei und unterdrückte sichtlich ein Kichern.

Wilbur blinzelte die beiden Damen verdutzt an, bevor er Amelia einen hilfesuchenden Blick zuwarf. Diese nippte lediglich an ihrem Tee und ignorierte den Diener ebenso geflissentlich, wie sie es mit ihren Schwestern tat.

Wenn er sich nach Beistand sehnte, sollte er doch im Dienstbotenzimmer danach suchen, nicht bei ihr. Denn seit Amelia einmal unabsichtlich mit angehört hatte, wie das Personal über die Familie herzog, hielt sie sich mit ihrem Mitgefühl ihnen gegenüber stark zurück.

»Sagen Sie es mir, falls ich Sie langweile, Wilbur«, setzte Elisabeth nach, um seine Aufmerksamkeit wiederzuerlangen, und reckte das Kinn noch ein bisschen höher. »Wie gedenken Sie diesen Fauxpas nun gutzumachen?«

»Aber Madam ... Sie sagten ...«, stammelte er und musterte den Teller und Elisabeth im Wechsel. Offenbar war er sich sicher, dass sie zunächst nach Speck und Toast verlangt hatte. Das hatte sie auch, sie trieb nur wieder ihre albernen Scherze mit ihm.

»Wilbur«, raunte Stanton, der alte Butler, und nickte vielsagend in Richtung Tür.

»Jawohl, Mister Stanton.« Nun kam endlich Bewegung in den jungen Diener. »Verzeihen Sie mir, Madam. Ich trage Ihnen sofort Ihr Frühstück auf.« Unter einer Salve von Entschuldigungen nahm er den Teller und bewegte sich rückwärts auf die Tür zu.

Die beiden kicherten zufrieden, nachdem er verschwunden war, während Amelia seufzend mit den Augen rollte. Dieser geistlose Streich bestätigte ihr nur