Erst einmal werden wir den Bestand analysieren – also alles, was auf, unter und um Euer Grundstück da ist, auswerten. Dieses Wissen wird Euch viele Entscheidungen abnehmen und Euch vor Fehlern bewahren.
Dazu brauchen wir einen Plan vom Grundstück. Den habt Ihr mit Sicherheit bei einem Grundstückskauf erhalten oder könnt ihn Euch bei einem Amt oder Vorbesitzer besorgen. Sollte vom Grundstück kein einziger Flächenplan vorhanden sein, solltet Ihr das Gelände selbst grob vermessen. Das wäre aber ungewöhnlich, da ja ein Grundstück in Deutschland durch die Besitzurkunde immer festgehalten werden muss.
Ein Plan ist also da oder organisierbar. Falls er nicht da ist, solltet Ihr schon mal anfangen, ihn zu organisieren. Damit beginnen wir nämlich bald. Es gibt aber dann auch Tipps zum Vermessen und Hilfe für den Umgang mit Plänen.
1. Auch Fachplaner beginnen stets mit einer Bestandsanalyse. Wenn Ihr unsicher seid oder wenig Zeit habt, fragt sie nach einer Beratung.
2. Der Umzug ins Eigenheim ist oft auch der Einzug in eine neue Gegend. Da ist vieles noch unbekannt, wie die Art des Bodens.
Bestand analysieren
Als Erstes sehen wir uns die natürlichen Bedingungen auf Eurem Grundstück an. Das sind zunächst die Lichtverhältnisse – also das Sonnenlicht. Ich meine damit aber nicht das Wetter. Wann die Sonne stark scheint bzw. mehr Wolken da sind, ist unberechenbar. Wir werden uns vielmehr den Lauf der Sonne und deren Projektionsflächen in Eurem Garten ansehen. Anders ausgedrückt: Schatten zählt genauso viel. Ihr wollt ja je nach Jahres- oder Tageszeit mal in der Sonne oder eben gerade nicht dort sitzen. Denkt an die heißen Sommer! Das geht den Pflanzen auch so. Und das spielt sogar bei der Wahl der Baumaterialien eine wichtige Rolle. Da ist mehr dran, als Ihr vielleicht im Moment denkt.
Wenn die Sonne nicht scheint, dann kann von oben ja auch Regen kommen. Das ist jedoch in jeder Region im Land sehr unterschiedlich und hat auch andere Auswirkungen auf Euren Garten. Bevor wir dieses Thema daher angehen können, müssen wir erst unter Euer Grundstück schauen – also in Euren Boden. Dabei ist Euer Ort aus geografischer und geologischer Sicht wichtig. Die vorhandene Erde ist ja sehr unterschiedlich, je nachdem, ob Ihr in den Bergen oder im Flachland seid, ob Ihr im Westen oder Osten wohnt, ob das Grundstück auf Felsen, Sand oder Sumpf liegt. Das spielt für das Hausfundament natürlich eine größere Rolle. Vielleicht hattet Ihr damit schon zu tun. Wenn Ihr Euch bis dato damit noch nicht beschäftigt habt, dann werdet Ihr das in dem betreffenden Kapitel zumindest ein bisschen tun. Es ist keine Wissenschaft – öhm, na ja, doch. Aber es muss für Euren Garten jedenfalls nicht so kompliziert sein. Nur einfache Sachen. Versprochen!
Mit dem Wissen über die Licht- und Bodenverhältnisse können wir das dritte Thema angehen, das einen Garten prägt: die Wasserverhältnisse. Die sind zum einen von den beiden vorher genannten abhängig und dazu noch vom Niederschlag. An der Küste oder an den Regen zugewandten Seiten der Berge ist Trockenheit in der Regel kein Thema. Einige Regionen wie Teile Bayerns, Sachsens oder Brandenburgs und auch lokale Kleingebiete sind aber berühmt für Ihre Regenarmut. Da könnt Ihr schon mal nach Infos suchen.
In diesem Zusammenhang spielt auch der Frost eine Rolle. Ihr wisst schon: Wenn es unter 0 °C geht, kommt ja statt Regen Schnee oder eben nicht. Problematisch kann es bei zu viel Schnee werden. Aber auch bei fehlendem Schnee in Kombination mit sehr hartem Frost. Für einige Fragen zu Material und Pflanzen ist es kein Schaden, das Thema im Hinterk