KAPITEL 1
BEN
Die letzten Tage waren total abgefahren. Ich scrolle durch die Fotos auf meinem Handy und kann kaum glauben, was alles passiert ist.
Erschöpft lege ich mich aufs Bett. Der warme Abendwind pfeift durch das gekippte Fenster. Ob ein Gewitter aufzieht? Hoffentlich gibt es eine Abkühlung, dann kann ich besser einschlafen.
Bei einem Foto halte ich inne. Es zeigt Nika, Juna, David und mich am Seeufer, gleich nachdem wir im See unsere Freundschaft besiegelt hatten. Eine Freundschaft, die ich so noch nie hatte. Ich staune darüber, was sich vor diesem Foto ereignet hat.
Es begann bei der Schulexkursion auf der Moosburg, kurz vor den Sommerferien. Ich habe ein Trommeln aus den Steinwänden der Ruine gehört. Dass sich dahinter ein magischer Kompass verbirgt, habe ich erst später entdeckt.
An diesem Abend hat er Nika, Juna, David und mich auf einem Spielplatz am See zusammengeführt. Ich kriege jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. Dort wurden wir zum ersten Mal von den Vergessenen angegriffen, dunkle, mit Kapuzen verhüllte Gestalten.
Durch Madame Gecka, eine gruselige, aber liebevolle Echsenfrau, haben wir erfahren, dass eine Parallelwelt existiert, von der die meisten Menschen nichts ahnen. Hier, in unserer Stadt, gibt es versteckte Portale, die in diese Welt führen. Wesen, die wir nur aus Gruselgeschichten kennen, haben durch sie einen Weg in die Welt der Menschen gefunden.
So ist das Mimpf-Mampf-Monster in unsere Stadt gelangt und hat sich im blubbernden Moor eingenistet. Dort haben wir den Totenkopfkelch aus dem Schlamm gehoben, der nun bei Madame Gecka ist. Sie möchte ihn untersuchen und herausfinden, was es damit auf sich hat.
Ohne Madame Gecka un