: Julia Kröhn
: Die Regentin Historischer Roman
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751737524
: Die schönsten und spannendsten Historischen Romane von Julia Kröhn
: 1
: CHF 4.50
:
: Historische Romane und Erzählungen
: German
: 689
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Ihr Schicksal war es, Königin zu werden

Northumbria im Jahr 647: Als Wikinger in ihr Land einfallen und sie entführen, ändert sich das Schicksal der Fürstentochter Bathildis drastisch. Die junge Frau wird an den französischen Hof verkauft und muss dort als Sklavin hart arbeiten. Doch schließlich gelingt es ihr, die Aufmerksamkeit des Merowinger-Königs Chlodwig II. auf sich zu ziehen und ihn für sich zu gewinnen. Auch wenn sie nun von der Sklavin zur Königin aufgestiegen ist: Bathildis vergisst ihre Herkunft nicht und setzt sich leidenschaftlich für die Abschaffung der Sklaverei ein. Doch dann holt sie ihre Vergangenheit ein, denn ein mächtiger Feind sinnt auf Rache...

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert!



<p>Julia Kröhn, wurde 1975 in Linz an der Donau geboren. Heute lebt die Fernsehjournalistin und Autorin in Frankfurt am Main. Sie veröffentlicht unter verschiedenen Pseudonymen sehr erfolgreich Kinder-, Fantasy- und Historische Romane. Unter dem Pseudonym Carla Federico erhielt die Bestsellerautorin im Jahr 2010 den internationalen Buchpreis CORINE für ihren Roman Im Land der Feuerblume. Besuchen Sie die Autorin unter www.juliakroehn.de im Internet.</p>

I. Kapitel


Die Geburt des Kindes war für die Wöchnerin schmerzhaft, für die Mägde ermüdend und für seine Großmutter Acha unendlich langweilig. Beinahe in gleichem Takt, in dem die Gebärende ächzte, verzog sich Achas Mund zu einem Gähnen. Sie war nicht müde, aber sie haderte mit dem Umstand, dass die Geburt Frauensache war und zudem eine äußerst langwierige Angelegenheit, die zu Warten und Stillstand nötigte.

Letzteres lag Acha nicht. Obwohl ihre Knochen manchmal knackten wie morsches Holz und ihr einstmals kräftiges, aber nun lichtes Haar eine Farbe angenommen hatte, als hätte sie es in Staub gebadet, hatte das Alter ihr doch nicht die Lust genommen, wendig durch die Welt zu jagen, sich vom beschwingten Tagesgeschäft auf Trab halten zu lassen und nur dann widerwillig innezuhalten, wenn die Müdigkeit ihre Lider niederpresste.

Heute freilich hätte sie einiges darum gegeben, einschlafen zu können und erst dann wieder aufzuwachen, wenn das Kind geboren wäre. Sie hasste es schon jetzt nicht mind