: Kit Auburn
: Where my soul belongs Roman
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641293802
: Saint Mellows
: 1
: CHF 7.10
:
:
: German
: 448
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wenn du das Leben nur mit meinen Augen sehen könntest … – der Auftakt zur neuen New-Adult-Reihe in der süßen Kleinstadt Saint Mellows!

Eine Ballonfahrt als Gewinn einer Tombola … Das kann der sicherheitsliebenden Leena nicht mal die attraktive Begleitung schmackhaft machen. Doch als Sam versichert, alles im Griff zu haben, überwindet sie ihre Angst und steigt ein. Nichtsahnend dass sie sich dabei auf eine Reise einlässt, die turbulenter ist als das Gewitter, das sie zu einer Notlandung zwingt. Als sie sich in eine Waldhütte retten und dort die Nacht gemeinsam verbringen, findet Sam Leenas Spring-Bucket-List – eine Liste voller Unternehmungen, von denen Leena zwar träumt, aber nicht in die Tat umsetzt. Heimlich plant er die Ausflüge für Leena, um ihr vor Augen zu führen, was die Welt zu bieten hat – doch tut er das wirklich für sie oder versucht er damit nur, seine eigene Vergangenheit wiedergutzumachen?

Felder voller Mohnblumen und saftig grüne Wiesen: Ein verliebter Frühling in Saint Mellows!

Alle Bände der »Saint Mellows«-Reihe:
1. »Where my soul belongs«
2. »Where your dreams shine«
3. »Where our wishes come true«

Kit Auburn ist das Pseudonym einer deutschen Autorin. Sie wurde 1991 in Berlin geboren, wo sie mit ihrer kleinen Familie lebt. Vor ihrem Studium zur Ingenieurin verbrachte sie einige Monate in Irland. Kit steckt all ihr Herzblut in das Erschaffen ihrer vielschichtigen Charaktere, wobei die Inspiration hinter jeder unscheinbaren Ecke lauert. Sie liebt es, via Roadtrips die Welt zu bereisen, doch auch zu einem verregneten Tag auf dem Sofa sagt sie nicht Nein, solange der Bücherstapel hoch und die Kaffeetasse gefüllt ist.

1. Kapitel


Leena


»Verdammt!« Ich lachte ausgelassen und streckte meiner besten Freundin die Zunge heraus, nachdem ich sie entdeckt hatte. »Das kann unmöglich wahr sein! Nur ein einziges Mal möchte ich schneller sein als du!« Ich war kurz davor, wie ein bockiges Kleinkind auf den Boden zu stampfen, selbst wenn das für gewöhnlich nicht meine Art war.

Sue legte den Kopf schief und wackelte triumphierend mit ihren makellos geschwungenen Augenbrauen. »Gib es auf, Leeni. Du kannst gern Jahr für Jahr den Lageplan auswendig lernen, deine Orientierung gleicht trotzdem der eines Würstchens.« Sie strich mir versöhnend über den Oberarm. Meiner Meinung nach hinkte ihr Vergleich gewaltig, seit wann hatten Würste ein Bewusstsein? »Ausnahmslos jeder würde vor dir den Weg aus dem Heu-Blumen-Labyrinth finden. Im Übrigen führt mich dieses kleine Schätzchen jederzeit an mein Ziel.« Siegesgewiss tippte sie sich an ihre Nasenspitze.

»Seit wann wartest du schon?«, knurrte ich gespielt beleidigt und ignorierte das Gefasel über ihre Spürnase.

»Ach, gar nicht endlos lang.« Sie machte eine betont gleichgültige, wegwerfende Handbewegung.

Ich ließ sie nicht vom Haken. »Wie lange, Sue?«

Meine beste Freundin zuckte mit den Schultern. »Möglicherweise … fünf Minuten?«

Ich erkannte, dass sie schwindelte. Sie war praktisch nicht imstande, irgendetwas vor mir zu verheimlichen. »Und jetzt die Wahrheit, bitte.«

Sie griff zögerlich nach ihrem Handy, um mir das Display zu zeigen – mit einem verdammt schelmischen Grinsen im Gesicht. »Sieben Minuten und 43 Sekunden.«

»Du hast nicht ernsthaft die Zeit gestoppt, du kleines Biest?« Fassungslos fiel mir die Kinnlade herunter, dennoch versuchte ich gar nicht erst, mir das dicke Schmunzeln zu verkneifen. Auch wenn ich es nicht gern zugab, mein Zeitgefühl war, ähnlich wie mein Orientierungssinn, wirklich kaum vorhanden. Ich hätte sogar geschworen, dass ich insgesamt keine drei Minuten im Labyrinth verbracht hatte.

Seit mittlerweile fünf Tagen fand das alljährliche Tombola-Frühlingsfest im April in Saint Mellows statt, und ich genoss es, meine beste Freundin wieder um mich zu haben. Wir Mellowianer ließen keine Möglichkeit verstreichen, ein Fest zu feiern. Die Lieblingsserie unserer Bürgermeisterin warGilmore Girls – das erklärte wohl alles. Die ersten Krokusse kämpften sich aus der Erde? Höchste Eisenbahn für die Frühlingsfeste. Ja, Mehrzahl, es gab nicht nur eins. Ich konnte es jedes Jahr kaum erwarten, im Frühling meine alte fliederfarbene Cord-Latzhose aus dem Schrank zu kramen, deren Kniepartien ich schon unzählige Male geflickt hatte. Zwar nahm ich nicht an allen Veranstaltungen teil, doch das gemeinsame Frühlingsblumen-Festival, zu dem ganz Saint Mellows auf Knien durch den Stadtpark robbte, um Blümchen zu pflanzen, gehörte zu meinen liebsten Veranstaltungen. In meiner frühsten Kindheitserinnerung hatte ich meiner Grandma Edith dabei geholfen, und ich erinnerte mich so gern daran. Im Sommer war das Wasserbombenfestival mein Favorit. Es war der einzige Tag, an dem man all seinen Frust herauslassen und jeden abwerfen konnte, der einen nervte. Es wurden Teams zusammengestellt, auch wenn es eigentlich keine Verlierenden gab. Verloren hatte nur, wer am Ende des Tages nicht von oben bis unten klitschnass war. Wenn man es genauer betrachtete, richtete sich das Leben in Saint Mellows einzig und allein nach der Blätterpracht unserer Bäume. Und von denen hatten wir massig. Unsere überschaubare Stadt war umgeben von der Natur, und egal, auf welchem Wege man sie verließ: Er führte mitten durch einen Forst. Als Kind hatte ich mir immer vorgestellt, dass Saint Mellows ein Schloss war und die Wälder der schützende Burggraben.

<