: Andreas Schlüter
: Young Agents - New Generation (Band 4) - Verrat im Hauptquartier Action und Spannung für Jungs ab 11 Jahren
: KARIBU
: 9783961293049
: Young Agents - New Generation
: 1
: CHF 8.90
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 272
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Offiziell gibt es sie gar nicht. Und doch leben sie mitten unter uns: die YOUNG AGENTS - topsausgebildete Geheimagenten, die nicht älter sind als du! Längst haben Tim, Abena und Balu, die NEW GENERATION der YOUNG AGENTS, bewiesen, dass sie ihre Aufträge auch ohne die Hilfe ihrer Mentoren, den YOUNG AGENTS der ersten Stunde, erfolgreich meistern können. Doch plötzlich tauchen im Hauptquartier Fotos auf, die die Nachwuchsagenten im Einsatz zeigen. Alarmstufe Rot! Der Professor reaktiviert Billy, Naomi und Charles, denn um den Fotografen ausfindig zu machen, ist die geballte Erfahrung aller YOUNG AGENTS gefordert. Schon bald ist klar: Die Spuren führen ins eigene Lager. Wird es den jungen Agenten gelingen, den Maulwurf zu enttarnen? Oder werden sie selbst enttarnt und damit vorzeitig in den Ruhestand geschickt? Bei ihrem neuesten Fall müssen die YOUNG AGENTS alles riskieren ...

Andreas Schlüter, geboren in Hamburg, leitete mehrere Jahre Kindergruppen in sozialen Brennpunkten. Er gründete ein Journalistenbüro, schrieb Reportagen für Zeitungen und arbeitete als Nachrichtenredakteur fürs Fernsehen. Seit seinem Durchbruch als Schriftsteller hat er über 120 Kinder- und Jugendbücher geschrieben und arbeitet immer wieder auch als Drehbuchautor.



ÜBERFALL!


Mein Gespür für Gefahren ist eigentlich recht gut ausgeprägt. Spätestens seit unserem letzten Fall, der damit begann, dass ich mit meiner Mitschülerin Maria in deren Schrebergarten gefahren bin, wo uns dann das Gartenhäuschen um die Ohren geflogen ist. Im wahrsten Sinne des Wortes. Kaum hatten wir den Garten betreten, explodierte das Häuschen. Hätte ich mir nicht zufällig gerade Marias Baumhaus zeigen lassen, wäre die Explosion unser Ende gewesen. Schon auf dem Weg zu dem Garten hatte ich ein ungutes Gefühl in der Magengegend, ohne zu ahnen, worauf sich dieses unangenehme Gefühl bezog.

Jetzt spüre ich es wieder.

Nicht so stark wie damals, aber deutlich genug, um gewarnt zu sein. Nur: Was soll mir hier und jetzt passieren? Ich bin auf dem Weg zur Schule. Eben, kurz bevor ich in die Straße eingebogen bin, in der unsere Schule liegt, hatte ich das Gefühl noch nicht. Einmal um die Ecke, und schon war es da.

Ich bleibe stehen und schaue mich um. Nichts Verdächtiges. Das Schultor liegt noch etwa hundert Meter vor mir. Von allen Seiten strömen die Schüler herbei. Viele mit dem Fahrrad auf dem Weg zum großen Abstellplatz, um dort ihre Räder anzuschließen. Nur wenige Schüler kommen zu Fuß, entweder von der nahe gelegenen Bushaltestelle, oder sie wohnen nah genug an der Schule hier im Stadtteil. Seit ich nicht mehr bei Billy wohne, sondern bei meinen neuen Pflegeltern, die mir die Agentenzentrale besorgt hat, wohne ich genau so weit von der Schule entfernt, dass ich beide Möglichkeiten habe: Rad oder zu Fuß. Heute zu Fuß.

Bei meinem Rundumblick sehe ich Maria, die mit dem Fahrrad kommt und mit der ich bei meinem letzten Auftrag einige gefährliche Situationen durchgestanden habe, ohne dass sie ahnte, dass ich ein Kinderagent bin; einer von wenigen in ganz Europa organisiertenYOUNG AGENTS. Ich gehöre zu der neueren, jüngeren Generation, derNew Generation.

Maria hat mich entdeckt und winkt mir freudig zu. Sie kommt neben mir zum Stehen.

»Hallo, Tim!«

Ich grüße freundlich zurück.

»Alles klar mit Mathe?«, fragt sie.

»Natürlich!«, schwindle ich. Mathe ist meine große Schwachstelle. Maria hat mir schon öfter geholfen und mir etwas Nachhilfe gegeben. Trotzdem bin ich immer noch schlecht in Mathe. Maria weiß das. Dennoch mag ich es ihr gegenüber nicht zugeben.

»Na dann. Ich drücke dir die Daumen. Wir sehen uns gleich.«

»Ja!«

Maria fährt mit ihrem Rad weiter. Da wir in dieselbe Klasse gehen, werden wir uns gleich dort sehen. Erste Stunde. Matheklausur.

Vielleicht kommt daher mein ungutes Gefühl im Magen? Und es liegt gar keine Gefahr in der Luft? Jedenfalls kann ich nach wie vor nichts Gefährliches entdecken.

Mit meinen Gedanken bei der Mathearbeit, die ich bestimmt wieder verhauen werde, schlendere ich weiter zum Schultor und merke erst viel zu spät, dass sich mir jemand in den Weg stellt.

»Na, du Zwerg?«, fragt mich ein Typ mit langen, strähnigen und sehr fettigen Haaren. Er trägt eine dünne Kunststoffjacke, so luftdicht wie eine Plastiktüte, bei deren Anblick man schon ins Schwitzen gerät. Dazu eine Cargohose mit mehreren Beintaschen, als wollte er sich für eine Safaritour anmelden. Natürlich ist er gut zwei Köpfe größer als ich, aber das sind ja fast alle in der Sc