Eine Schweißperle läuft mir ins Auge, während ich mich mit einem Keuchen hochstemme, auf die Füße springe und einen Strecksprung mache, der wahrscheinlich ziemlich traurig aussieht. Aber Burpees sind einfach nicht meine Übung. Alles, was mit Liegestützen oder Springen zu tun hat, ist nicht meine Übung. Doch zumindest breche ich nicht mehr nach zwei von ihnen zusammen, wie noch vor vier Monaten.
Trotzdem ist es mehr Wille als Körperkraft, der mich in die nächste Wiederholung zwingt, bis der Timer des Work-out-Videos, das auf meinem Handy mitläuft, meine Erlösung verkündet. Danach geht es mit leichteren Übungen weiter. Das weiß ich, weil ich das Work-out inzwischen auswendig kann und die Frau auf dem Bildschirm nur als Motivationsschub sich mit mir quälen lasse. Mir ist aufgefallen, dass die Versuchung viel zu groß ist, einfach mittendrin abzubrechen, wenn ich die Übungen auswendig aus dem Kopf mache. Also wird das Video Tag für Tag aufgerufen, egal, wie genervt ich inzwischen von der Musikunterlegung bin oder wie oft ich schon durch das Display greifen und die Frau für ihre imme