: Andreas Schlüter
: Dangerzone - Bedrohung aus der Tiefe Spannung und Abenteuer für Jungs und Mädchen ab 10 Jahren
: Fischer Sauerländer Verlag
: 9783733604868
: Dangerzone
: 1
: CHF 10.00
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 240
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Gefährliche Schatzsuche am Great Barrier Reef Marcel und Julia begleiten ihren Vater, einen erfolgreichen Tierfotografen, auf einen Tauchtrip in die faszinierende Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs. Als Marcel zwischen den Korallen eine verwitterte Münze entdeckt, sind die Geschwister elektrisiert: Stammt die Münze etwa aus dem Schatz der gesunkenen Endeavour von James Cook? Und das ist erst der Beginn eines großen Abenteuers: Auf der Suche nach dem Schatz landen Julia und Marcel auf einer einsamen Insel, werden von einem australischen Wirbelsturm überrascht und sind plötzlich umzingelt von Haien! Gefährliche Orte, tödliche Tiere, fiese Verbrecher  -  auch im zweiten Band der Action- und Abenteuerserie von Andreas Schlüter geht es zur Sache! Mit illustrierten Sachbuchseiten inkl. Survival-Tipps. Alle Bände der Serie: Band 1: Dangerzone - Gefährliche Wüste Band 2: Dangerzone - Bedrohung aus der Tiefe Band 3: Dangerzone - Flucht aus der Todeshöhle, erscheint im Herbst 2023 Serie bei Antolin gelistet

Bevor Andreas Schlüter, geboren 1958, mit dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern begann, leitete er Kinder- und Jugendgruppen und arbeitete als Journalist und Redakteur. 1994 feierte er mit dem Kinderroman »Level 4 - Die Stadt der Kinder« einen fulminanten Erfolg. Seit über dreißig Jahren ist er als Autor tätig.

Kapitel 1Im Paradies


Marcel stand knietief im Wasser und schaute übers Meer. Ob nicht vielleicht doch ein Hai in der Nähe zu sehen war? Andererseits hatten ihm seine Eltern versichert, dass an dieser Stelle höchst selten welche auftauchten. Doch Marcel war skeptisch. Seiner Meinung nach konnte niemand mit Sicherheit sagen, wo sich diese gefährlichen Raubfische herumtrieben. Aber zumindest an diesem Vormittag behielten seine Eltern wohl recht. Soweit er es erkennen konnte, schwamm hier wirklich kein Hai herum.

Er ging in die Knie und prüfte noch einmal, ob das Glas seiner Taucherbrille auch nicht beschlagen war, indem er sie knapp unter die Wasseroberfläche drückte und nun wie durch ein Fenster ohne Verzerrungen auf den Grund des kristallklaren Wassers schauen konnte.

»Ich bin so froh, dass wir aus Alice Springs weg sind!«, rief er seiner Zwillingschwester Julia zu, die sich nur wenige Meter entfernt die Halterung des Schnorchels durch das Kopfband ihrer Taucherbrille schob.

»Ich auch«, antwortete sie und hockte sich ins Wasser, um sich die Schwimmflossen über die Füße zu ziehen. »Ein lebensgefährliches Abenteuer genügt mir. Das muss ich wirklich nicht noch mal haben.«

»Nein!«, stimmte Marcel ihr lachend zu. Er befestigte ebenfalls den Schnorchel an der Taucherbrille und streifte sich seine Flossen über. Dabei ließ er noch einmal kurz den Blick über den weiten weißen, feinsandigen Strand schweifen, an dessen Rand der Regenwald begann.

»Im Vergleich zur Wüste ist das hier das reinste Paradies!«

»Nicht nur im Vergleich dazu«, konterte Julia. »Wie sollte das Paradies denn sonst aussehen?«

Marcel blickte übers Meer.

»Na ja, etwas weniger giftige und gefährliche Tiere wären gut. Aber du hast schon recht. Hier ist es wirklich paradiesisch.«

Seit einer Woche bewohnten sie zwei der kleinen Ferienhütten in Strandnähe. Die Behausungen waren nicht sonderlich luxuriös, aber so preiswert, dass ihre Eltern sie gleich für einen ganzen Monat gemietet hatten; eine für sich und eine eigene Hütte für Marcel und Julia. Bezahlen mussten sie ohnehin nur eine, weil ihr Vater beruflich hier war und seine Reisekosten vom Auftraggeber übernommen wurden. Nur die Zusatzkosten mussten aus eigener Tasche beglichen werden. Ihr Vater Gunnar hatte als Tierfotograf einen großen Auftrag: die Fotos für einen Bildband über Australiens Fauna. Wegen der riesigen Entfernungen zwischen den verschiedenen Regionen Australiens und dem großen Aufwand, den man für gute Fotos treiben musste, würde er für den Auftrag vermutlich ein ganzes Jahr benötigen. Deshalb hatte er seine Familie mitgenommen. Julia und Marcel wurden in dieser Zeit von ihrer Mutter Maria unterrichtet, die darüber hinaus in den Städten immer wieder als Lehrerin arbeitete und somit auch während der langen Reise Geld verdiente.

Jetzt waren sie also hier in der berühmten Cape Tribulation – zu deutsch: Bucht der Tränen – und freuten sich auf die Tauchausflüge, die sie mit ihrer Mutter in den nächsten Tagen unternehmen wollten.

»Bereit?«, fragte Marcel seine Schwester und zog die Taucherbrille über Nase und Augen.

»Ja!«, antwortete Julia. Sie formte mit Daumen und Zeigefinger das Taucherzeichen für »Alles okay«. Und fragte erstaunt: »Hast du deine Kamera nicht dabei?«

»Nö! Ich schaue mich erst mal so um. Fotos machen kann ich in den nächsten Tagen immer noch.« Er schob sich das Mundstück zwischen die Lippen, atmete ein paarmal probehalber ein und aus und prüfte mit der rechten Hand den korrekten Sitz des Schnorchels. Dann gl