1.
Mit dem Einbruch des Winters spielte die große Krise erneut mit uns. Oder die Medien und wir spielten mit ihr. Vielleicht war das lediglich eine Frage des Standpunkts. Auf jeden Fall war sie doch nicht so plötzlich vorbei gewesen, wie ich es bereits erhofft hatte. Dabei hatte es im Frühling und Sommer des vergangenen Jahrs gut ausgesehen, bis sich Ende des Herbstes zuerst die mahnenden Stimmen und schließlich die Ansteckungsziffern drastisch erhöhten, ohne dass dies in der Bevölkerung große Panik verursacht hätte.
Mein Leben hatte eine Veränderung erfahren, die nichts mit den bösen Viren zu tun hatte, aber dennoch nicht spurlos an mir vorüberging. Denn sie war der Grund, warum ich im Hoodie und offenem Wintermantel in meinem neuen Büro an der Ecke Turm- und Beusselstraße saß und mir immer wieder verzweifelt die klammen Hände rieb. Handwerker in Berlin zeitnah zu kriegen, war beinahe schwerer als eine Audienz beim pastoral wirkenden Bundespräsidenten, der als Pfarrer vielleicht eine noch bessere Figur abgegeben hätte. Die Handwerker, sofern sie denn auftauchten, zu bezahlen, erforderte zus