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Im Dunkeln dachte ich an Marie, an Jens, an meine Freundinnen und an gar nichts. Ich dachte daran, wie schön es wäre, meine Mutter wegen Marie um Rat fragen zu können. Wenn ich bloß weniger unsichtbar für sie wäre. Oder vielleicht machte in Wirklichkeit sie sich unsichtbar. Ich dachte daran, wie es wäre, wenn ich einfach instinktiv wüsste, wie man das gut machte: Mutter einer Tochter zu sein. Stattdessen hatte ich nur mitbekommen, wie man einer Tochter keine Mutter war. Für Marie hätte ich das alles lernen müssen, doch offensichtlich war mir das nicht gelungen: Statt auf ihrem Weg unterstützt, schien sie sich von mir in eine Richtung geschubst zu fühlen, in die sie nicht wollte.
Während ich Jennifer neben mir ruhig atmen hörte, konzentrierte ich mich statt auf meine verkorkste Familie auf den Wald. Er roch so gesund, als müsste ich nur lang genug atmen und alles Schlechte würde aus meinem Körper verdrängt. Ich meinte, das Grün der Bäume riechen zu können und dazwischen die kleinen Tiere zu sehen, die sich in ihrer Rinde verbo