: Kim Landers
: Monde der Finsternis Gesamtausgabe
: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
: 9783962154851
: 1
: CHF 8.90
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: Fantasy
: German
: 716
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Monde der Finsternis Band 1 Düstere Legenden ranken sich um Amber Sterns neues Zuhause in Schottland Schloss Gealach, dessen Erbauer seine Seele an Dämonen verkaufte und zu dem Vampir Lord Revenant wurde. Noch immer fürchten sich die Bewohner Gealachs vor seiner Rückkehr, denn einst hat er ihnen für seine Verbannung in die Schattenwelt Rache geschworen. Ausgerechnet in seinen Nachkommen, den attraktiven Aidan Macfarlane, verliebt sich Amber. Doch sein Vater ist der Anführer eines dunklen Druidenordens, der das Tor zur Schattenwelt wieder öffnet. Lord Revenant will seinen blutigen Feldzug beenden. Immer mehr verfällt auch Amber dem Ruf des mächtigen Vampirs. Aidan spürt, dass er Amber verliert, und will Revenant zurück in die Schattenwelt verbannen. Doch die Befreiung Ambers, und Revenants Bann, birgt die Gefahr, selbst ein Geschöpf der Finsternis zu werden. Monde der Finsternis Teil 2 Aidan ist nun ein Vampirkrieger, dessen menschliche Seite immer mehr verblasst. Es scheint nur eine Frage der Zeit, wann er dem Ruf der Finsternis für immer folgen wird. Amber begegnet dem attraktiven und verwegenen Samuel, der sie vom ersten Moment an fasziniert. Aber auch ihn umgeben düstere Geheimnisse. Gemeinsam müssen Amber und Aidan neuen Gefahren trotzen, und dabei ihre Liebe zueinander zu einem starken Band werden lassen, das sie vor der Finsternis bewahren kann. Monde der Finsternis Teil 3 Um nach ihrem Vater zu suchen, beschließt Amber, nach England zu reisen. Dort begegnet sie Charles, ihrer ersten Liebe. Aidan kann nicht gegen seine Eifersucht an, und es kommt unausweichlich zu einer Trennung. Doch ohne Amber erscheint Aidan das Dasein sinnlos, so beschließt er, Revenant zu folgen. Als Amber nach Gealach zurückgerufen wird, wo Hermit ihr das Versprechen abringt, die Wächterin des Schattentores zu werden, ereignet sich Unheilvolles. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass jemand das Schattentor geöffnet hat. Um das Schlimmste zu verhindern, begibt sich Amber in die Schattenwelt und gerät in die Gewalt Lord Revenants. Nur einer kann sie befreien, doch ist die Liebe stärker als der Ruf der Dunkelheit?

1.


Amber Stern drängte sich mit Einkaufstüten in den Händen gegen den Besucheransturm durch den Haupteingang von Harrods. Schweiß perlte von ihrer Stirn, ihr bernsteinfarbenes Haar klebte am Kopf. Sie war schon spät dran, durfte den Bus nicht verpassen. Schließlich hatte sie Mom und Dad versprochen, wenigstens am letzten Tag pünktlich zu sein. Der letzte Tag in London. Ihr Herz hing an dieser Stadt. Eine unglaubliche Traurigkeit beschlich sie. Schon morgen würden sie London verlassen, um in ein langweiliges Kaff im Norden Schottlands zu ziehen. Und das so kurz vor ihrem Studienabschluss.

Vor zwei Jahren hatte sie keine Lust gehabt, noch länger die Schulbank zu drücken. Sie träumte von einer Schauspielkarriere und pfiff, zum Entsetzen ihrer Eltern, auf einen Collegebesuch. Monatelang jobbte sie an einem kleinen Theater, in der Hoffnung auf ein festes Engagement, durch das ihr schauspielerisches Talent entdeckt würde. Doch die Träume zerplatzten wie Seifenblasen. Ein verlorenes Jahr, in dem sie nicht über schlecht bezahlte Rollen hinauskam, und die sie in ihrer Schauspielkarriere nicht weiterbrachten. Ihre Traumrolle spielte sie nur ein Mal, denn kurz darauf musste das Theater aus finanziellen Gründen schließen.

Hätte sie nicht kurz vor ihrem zwanzigsten Geburtstag Carole und Shannon, ihre alten Schulfreundinnen, wiedergetroffen, wäre sie vielleicht nie aufs College gegangen, um jetzt die Universität besuchen zu können. Gerade an den Studienalltag in London gewöhnt, musste sie schon die Uni wechseln. Amber seufzte. Wie sehr würde sie ihre Freundinnen vermissen, die gemeinsamen Unternehmungen und Ausflüge, bei denen sie so viel Spaß hatten. Amber spürte Tränen aufsteigen, die sie krampfhaft fortzublinzeln versuchte. Daran änderte auch dieser Frustkauf nichts.

Sie hastete die Brompton Road entlang zur Bushaltestelle. Die Trageriemen der Tüten schnitten in ihre Finger, ebenso wie die neuen, ultramodernen Pumps in ihre Fersen. Es brannte höllisch. Und auch ihre hautenge Jeans erwies sich beim Einkaufsbummel nicht gerade als bequem. Alles nur der Schönheit Willen. Immer wieder zog sie ansprechendes Design legerer Kleidung vor, weil Charles es sich so gewünscht hatte. Verfluchter Charles! Sie musste ihn sich endlich aus dem Kopf schlagen. Es war aus und vorbei. Endgültig. Sie hatte ihm nicht mehr zu gefallen.

In Schottland begann ein neues Leben.

Sie hielt kurz an, setzte die Tüten ab, um ihren Fingern eine Auszeit zu gönnen. Wie im Rausch hatte sie Bücher gegen Langeweile gekauft, warme Socken zum Vorbeugen gegen die schottische Kälte, und unzählige CDs, die ihre Stimmung aufhellen sollten. Sie zwängte sich durch die enge Bustür und ließ sich erleichtert auf einen der Sitze fallen. Das Gesicht gegen die Scheibe gedrückt, sog sie während der Fahrt jedes Detail des Stadtbildes in sich auf, als kehre sie nie mehr zurück. Jedes Haus, jede Straßenecke war ihr vertraut.

Überall lagen Erinnerungen, schöne und auch traurige. An der einen Straßenecke vor dem Coffeeshop hatte Charles sich von ihr wegen Janice getrennt. Mein Gott, wie sehr war sie in ihn verliebt gewesen, diesen schwarzhaarigen Sunnyboy, der jedes Frauenherz in der Universität höher schlagen ließ. Eben jedes, darüber konnte auch der unschuldige Blick aus seinen blauen Augen nicht hinwegtäuschen. Das Gefühl der Einsamkeit und Demütigung würde sie nie vergessen. Die Tage nach der Trennung wurden zur Qual, denn sie begegnete ihm fast täglich nach den Vorlesungen, wenn er Janice abholte. Wenigstens würde der Umzug nach Schottland helfen, das unselige Ende ihrer Beziehung zu vergessen.

Vaters Entscheidung, die Stellung in Schottland anzunehmen, rettete die Familie aus der finanziell misslichen Lage. Nett umschrieben. Amber lächelte bitter, denn alle Ersparnisse waren verbraucht und Vater verschuldet. Ihre letzte Gage der Laienbühne befand sich nach ihrem Frustkauf in den Tüten zu ihren Füßen. Lange hatte ihr Vater vergeblich nach einem Job gesucht, der besser bezahlt wurde, und ihn gleichzeitig erfüllte, bis er zufällig auf das Angebot der Macfarlanes Whisky-Brennerei stieß, die einen Geschäftsführer suchte. Für Dad, der selbst aus einer Familie schottischer Whiskybrenner stammte, ging ein Wunschtraum in Erfüllung. Natürlich wäre sie lieber in London geblieben, um das Studium zu beenden, aber dazu reichten die finanziellen Mittel nicht. Wohnungen in Londons City waren kaum bezahlbar.

Der Bus hielt. Amber raffte die Tüten zusammen,