: Rosi Wallner, Charlotte Vary, Andreas Kufsteiner, Verena Kufsteiner
: Heimat-Roman Treueband 41 5 Romane in einem Band
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751729697
: Heimat-Roman Treueband
: 1
: CHF 5.40
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 320
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB


Seit Jahrzehnten erfreut sich das Genre des Heimat-Bergromans sehr großer Beliebtheit. Je hektischer unser Alltag ist, umso größer wird unsere Sehnsucht nach dem einfachen Leben, wo nur das Plätschern des Brunnens und der Gesang der Amsel die Feierabendstille unterbrechen.
Zwischenmenschliche Konflikte sind ebenso Thema wie Tradition, Bauernstolz und romantische heimliche Abenteuer. Ob es die schöne Magd ist oder der erfolgreiche Großbauer - die Liebe dieser Menschen wird von unseren beliebtesten und erfolgreichsten Autoren mit Gefühl und viel dramatischem Empfinden in Szene gesetzt.

Alle Geschichten werden mit solcher Intensität erzählt, dass sie niemanden unberührt lassen. Reisen Sie mit unseren Helden und Heldinnen in eine herrliche Bergwelt, die sich ihren Zauber bewahrt hat.
Dieser Sammelband enthält die folgenden Romane:
Alpengold 199: Heimat und Glück - für immer verloren?
Bergkristall 280: Mein Herz hat immer dir gehört
Der Bergdoktor 1755: Dr. Burger und die Pflicht der Erbin
Der Bergdoktor 1756: Die Schwesternburg
Das Berghotel 136: Ich wart auf dich am Steg
Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 320 Taschenbuchseiten.
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»Sag mal, hast du das Gatter immer noch net fertig? Oder soll ich wieder die ganze Arbeit allein machen!«, rief Beat Meringer seinem Sohn zu und näherte sich ihm mit weit ausholenden Schritten.

»Das geht net so leicht. Als ich die Latten zusammennageln wollt, ist der Schaden nur noch größer geworden«, gab Andreas unwirsch zur Antwort.

»Möcht nur wissen, wer da reingerammt ist mit dem Traktor! Und dann einfach wegzufahren, als wär nichts geschehen! Net zu fassen, wie unverschämt manche Leut sind!« Mit zusammengekniffenen Augen betrachtete Meringer die Bresche im Zaun, die unmissverständlich Zeugnis von einem missglückten Wendemanöver ablegte.

»Ist ja doch morsch, das ganze Geraffel«, murrte Andreas und versetzte den unteren Latten einen Tritt, sodass sie knirschend brachen.

»Davon wird’s bestimmt besser! Im Schuppen liegt genug Holz, du hättest schon längst etwas Passendes zurechtsägen können. Aber das ist wohl zu viel verlangt! Wie dir ja alles zu viel ist!«, schrie Beat aufgebracht. Er maß seinen Sohn mit einem Blick, in dem sich alles andere als väterliches Wohlwollen widerspiegelte. Ein Blick, der Ausdruck war für die Enttäuschungen, die ihm sein Sohn seit Jahren schon bereitete.

»Wozu denn die ganze Mühe? Es geht doch eh alles den Bach hinunter! Der Hof ist veraltet und unrentabel, und zum Modernisieren fehlt uns das Geld. Du willst die Wahrheit nur net wissen! Aber dafür racker ich mich net ab«, gab Andreas zurück und hob die Werkzeuge auf.

»Seit Generationen ist der Hof in unserer Familie …«

»Ach, immer das alte Lied. Die Zeiten haben sich aber geändert«, unterbrach ihn sein Sohn missmutig und trat erneut nach dem Zaun.

»Seit Generationen«, wiederholte Meringer unbeirrt, »und schlechte Zeiten hat’s früher auch schon gegeben. Aber alle haben sich da durchgekämpft und den Hof für die Nachkommenschaft erhalten. Nur du hast kein Durchhaltevermögen! Und wenn der Hof tatsächlich verloren geht, dann liegt das nur an dir!«

Wie Feinde standen sie sich gegenüber, und einem Beobachter wäre aufgefallen, wie ähnlich und doch verschieden Vater und Sohn waren.

Sie glichen sich in Statur und Körperhaltung – beide waren hochgewachsene, breitschultrige Männer – und Andreas hatte die dunklen lockigen Haare und die blauen Augen seines Vaters geerbt. Während die Züge Beat Merin