: Gisela Graichen, Harald Lesch
: Liegt die Antwort in den Sternen? Wie Astrophysik die Rätsel der Archäologie löst | Das perfekte Geschenk für alle TerraX-Fans
: Ullstein
: 9783843727693
: 1
: CHF 26.20
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: Naturwissenschaft
: German
: 368
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Von den Geheimnissen vergangener Kulturen Unglaubliche archäologische Entdeckungen lassen uns fragen: Woher kamen die plötzlichen Wissensexplosionen vergangener Zivilisationen? Durch Überlieferungen einer früheren, vergessenen Menschheit? Durch das Werk von Außerirdischen? Oder unterschätzen wir das Können unserer Vor-Vorfahren? Und wie gingen unsere Ahnen mit Klimaveränderungen um? Gisela Graichen schildert spektakuläre archäologische Funde und Befunde; Harald Lesch liefert Erklärungen, die nur Naturwissenschaft und Astrophysik geben können - etwa dazu, woher die westafrikanischen Dogon ihr Wissen über den geheimnisvollen Sirius-Stern hatten, was die Geoglyphen der Nasca- und Sajama-Linien in Südamerika bedeuten und ob Aliens beim Bau der ägyptischen Pyramiden geholfen haben könnten.

Gisela Graichen entwickelte als Fernsehautorin für das ZDF preisgekrönte Serien wie Schliemanns Erben, Humboldts Erben und Ungelöste Fälle der Archäologie. Sie ist Autorin und Co-Autorin zahlreicher Wissenschaftsbestseller zur Archäologie, zuletzt erschien bei Propyläen der Spiegel-Bestseller: Liegt die Antwort in den Sternen? (mit Harald Lesch). 

Ungläubig deuten die Besucher auf die Fassade der spanischen Kathedrale von Salamanca aus dem16. Jahrhundert. Zwischen all den spätmittelalterlichen Steinmetzarbeiten ist eindeutig ein Astronaut zu erkennen. Offenbar hatte der Baumeister eine Begegnung mit … tja, offenbar mit außerirdischen Raumfahrern.

Nun ja, wie Shakespeare schon in »Hamlet« schrieb: »Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, von denen sich Eure Schulweisheit nichts träumen lässt.« Die Aussage mag ja richtig sein, dient aber als Totschlagargument, mit dem die Grenzen der (Natur-)Wissenschaften aufgezeigt werden sollen. Das gerne bemüht wird, um zu untermauern, dass Vorstellungen und Interpretationen, die mit dem heutigen Wissen unvereinbar sind, dennoch wahr sein können – ein Zitat als Freibrief für alle möglichen Spekulationen.

2,3 Portal der Kathedrale von Salamanca aus dem16. Jahrhundert – ein Astronaut aus dem Mittelalter?

Jeder dritte Deutsche glaubt an Wunder, daran, dass himmlische Mächte in das Geschehen auf der Erde eingreifen, bei den1829-Jährigen sogar jeder Zweite, wie eine INSA-Umfrage ergab. Denn Übernatürliches und Mystery, Magie, Fantasy und Science-Fiction sind in, und Aliens boomen. Archäologie ist dabei ein beliebtes Opfer. Denn tatsächlich gibt es Funde und Befunde, an denen auch die Wissenschaftler herumrätseln. Der beste Humus für Verschwörungstheorien. Was es damit auf sich hat, dem wollen wir in den folgenden Kapiteln nachspüren. Ein schönes Zitat von Wilhelm Busch heißt: »Glaubenssachen sind Liebessachen, es gibt keine Gründe dafür oder dagegen.«

Wir wollen es trotzdem versuchen.

Neue Fragen an alte Zeiten

Neunzig Prozent der menschlichen Hinterlassenschaften liegen noch unentdeckt im Boden oder unter Wasser, vermuten renommierte Archäologen. Versunkene Königreiche, vergessene Zivilisationen, verschollene Heiligtümer, Zeugnisse vom Leben, Arbeiten, Kämpfen und Sterben unserer Vorfahren. Spuren, die auf ihre Entdeckung warten, um das Buch der Menschheit zu füllen.

4 Ein Airborne Laserscanner, hier unter einem Hubschrauber befestigt, tastet den Boden ab. Am Bildschirm können anschließend Wälder künstlich entlaubt werden, um zu sehen, was sie unter ihren Blättern verbergen.

Viele neue Fragen an alte Zeiten können erst jetzt durch den Einsatz moderner Techniken gestellt – und beantwortet – werden. Vor allem die Zusammenarbeit mit naturwissenschaftlichen Disziplinen erbrachte eine fast unüberschaubare Fülle an neuen Informationen. Der Einsatz überirdischer Technologien in den letzten zehn/fünfzehn Jahren lieferte einen Quantensprung an erstmaligen Erkenntnissen – auch ohne einen einzigen Spatenstich. Ein enormer Fortschritt, denn jeder Eingriff in die Erd