: Brianna Gray
: Clans of New York (Band 2) Vergiftet
: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
: 9783962154431
: Clans of New York
: 1
: CHF 6.20
:
: Spannung
: German
: 417
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Obwohl Giulio nach Tommasos Tod der neue Boss ist und selbst die Fäden in der Hand hält, fällt es ihm schwer, sich in seine neue Rolle einzufinden. Nicht nur andere Mafiaclans, sondern auch Stimmen aus den eigenen Reihen setzen ihm zu. Ekaterina blüht dagegen an Giulios Seite weiter auf und von dem naiven Mädchen von früher ist kaum etwas übriggeblieben. Doch als die beiden sich gerade an ihre neue Position an der Spitze gewöhnt haben, taucht ein Gegenspieler auf, der sie an allem zweifeln lässt. Währenddessen erhält Keela Callaghan von ihrem Vater die einmalige Chance, einen eigenen Clan in Irland anzuführen und sich von ihren Fesseln in New York zu befreien. Wäre die damit verknüpfte Bedingung nur nicht, dass sie Luca Romano ausspionieren und einen Komplott der Italiener gegen die Iren aufdecken soll - denn Keela und Luca verbindet weitaus mehr als nur die Gemeinsamkeit, Schwierigkeiten magisch anzuziehen ...

Brianna Gray ist das Pseudonym einer Autorin, die 1990 im Herzen des Ruhrgebiets geboren wurde, wo sie auch heute noch lebt und schreibt.Als Jugendliche schrieb sie Fanfictions für ihre Freundinnen, doch nach und nach verlor sich dieses Hobby neben Studium und Arbeit. Während sie 2020 in Elternzeit war und die Coronapandemie dafür sorgte, dass kaum soziale Begegnungen möglich waren, griff sie ihr altes Hobby wieder auf und fing an zu schreiben. Aus dem Zeitvertreib wurde schnell mehr. 2021 wurde ihr erster Roman 'Forbidden Desire: Zwischen Liebe und Vernunft' veröffentlicht. Für sie ist es besonders wichtig, dass ihre Geschichten eine ordentliche Prise Erotik enthalten, trotz aller Konflikte mit einem Happy End abschließen und die Leserinnen sich die ganze Zeit über gut unterhalten fühlen.

Prolog


Ein Jahr vorher auf Ekaterinas Geburtstagsparty

Luca

„Die Party ist scheiße!“ Ich knalle Giulio meine Karten vor die Nase. Sein geliebter Aston Martin gehört jetzt mir.

„Es gibt Alkohol in rauen Mengen, und ich bin mir sicher, dass Niall mehr Drogen dabeihat, als wir alle an einem Wochenende konsumieren können. Was ist also dein verdammtes Problem?“ Er schiebt widerwillig die Autoschlüssel rüber, die ich sofort in meiner Hosentasche verstaue.

„Du meinst, Niall hat mehr Drogen dabei, als man konsumierensollte – das ist ein Unterschied.“ Giulio nimmt ja nie was. Das bisschen Gras, oder mal eine kleine Nase, zähle ich gar nicht. Also habe ich es mir zur Lebensaufgabe gemacht, die Partys für ihn mitzufeiern. Einer muss es ja tun. „Und was hier fehlt, sind eindeutig fickbare Muschis.“

„Das hier ist ein achtzehnter Geburtstag, Luca. Der achtzehnte Geburtstag meiner Verlobten. Da muss es keinefickbaren Muschis geben, und du wirst es wohl ein verdammtes Wochenende schaffen, deinen Schwanz in der Hose zu lassen.“

Wie er das immer sagt.Meine Verlobte – als wäre er ein aufgeblasener Gockel, weil er nach all den Jahren seinen Schwanz in die eine Muschi stecken kann, die ihm vorher immer verwehrt war und nach der er die ganze Schulzeit geschmachtet hat. Als wäre das eine Leistung, auf die man stolz sein kann. Als wäre es das Einzige, was noch von Belang ist. Er tut seit der Verlobung so, als würde uns ein ganzes Jahrzehnt trennen.

„Ich will hier keine Nutten und keine Bitches – kannst du das in deinem zugedröhnten Hirn nicht verarbeiten? Ich will einfach ein ruhiges Wochenende. So ruhig das eben mit euch Cretinos möglich ist.“

„Ja, ja. Schon verstanden. Keine Nutten. Tutto bene.“

„Gut.“ Er steht auf. „Es ist spät.“

Ich verdrehe die Augen. War doch klar, dass er das Wochenende nutzt, um seiner russischen Verräter-Nonne zwischen die Beine zu greifen, oder sich zumindest einen von ihr blasen zu lassen. Die Obernutte Mariella hat er seit Wochen nicht mehr angefasst, worüber ich wirklich dankbar bin, und Giulio ist einfach nicht der Typ, der regelmäßig Professionelle fickt. Dadurch, dass er das andere Russenopfer Natascha Iwanow aus ihrer Einzelhaft hergeholt hat und sie als die ultimative Geburtstagsüberraschung für Ekat missbraucht, stehen ihm heute Nacht vermutlich alle Türen bei ihr offen. Nur, dass er sie nicht ficken darf, weil sonst Giovanni Rizzo und unser Daddy alles daransetzen, die Verlobung zu lösen. „Viel Spaß beim Nichtficken.“ Er zieht ein säuerliches Gesicht, was mich zugegeben ein bisschen schadenfroh grinsen lässt. Sein Pech. Aber wenn ich hier schon nicht vögeln kann, braucht Giulio, dieser ewige Saubermann, es auch nicht zu tun.

Es ist schon ziemlich spät – oder früh –, je nachdem, wie man es sehen will, und die Party hat sich bereits nach und nach aufgelöst. Die Frauen liegen längst in ihren Betten, und nur der harte Kern ist noch versammelt und pokert. Da ich meinen höchsten Gewinn für diesen Abend aber bereits abgegriffen habe und auch ein bisschen hinüber bin, beschließe ich, ins Bett zu gehen.

Mein Zimmer ist eines der wenigen, das den Balkon nicht zum Pool und Meer, sondern nach vorne zum Grundstück ausgerichtet hat. Mich interessiert der Ausblick herzlich wenig. Ich trete in die laue Nachtluft, die hier draußen am Meer deutlich besser ist als in Manhattan. Ich atme tief durch, bis ich von irgendwo Zigarettenqualm in meine Nase bekomme. Ich rauche zwar und komme gerade von einer Party, auf der ich streckenmäßig wirklich ganz schön viel geraucht habe, aber genau jetzt will ich so ziemlich alles, nur eben keinen Rauch. Ich lehne mich über die Brüstung, schaue auf den Balkon unter mir und entdecke prompt die Quelle des Übels, deren lange rötlich-braune Haare mystisch im Mondlicht schimmern. Es gibt hier nur eine Familie, die solche Haare hat, und davon ist nur eine kein Pimmelträger.

Der kleine Callaghan-Kobold hat also das Zimmer u