: Andreas Schlüter, Irene Margil
: Fußballprofi 3: Fußballprofi - Ein Talent wird zum Star
: Carlsen Verlag GmbH
: 9783646937671
: Fußballprofi
: 1
: CHF 7.10
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: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 220
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
FUSSBALLPROFI - Das große Finale! *** Niklas, A-Jugend-Talent beim FC Rot-Weiß, kann sein Glück kaum fassen: Probetraining bei den 1. Herren! Wird der große Traum von der Bundesliga endlich wahr? Doch bald merkt Niklas, dass man als Profi starke Nerven braucht: Bei den A-Junioren scheint sich niemand für ihn zu freuen, die Presse belauert ihn und Berater bedrängen den Nachwuchsstar. Dabei will Niklas doch nur eins -- Fußball und sonst gar nichts! *** Von den Autoren der erfolgreichen 'Fußball und sonst gar nichts'-Trilogie! *** www.niklasfussballseite.de

Andreas Schlüter lebt und arbeitet in Hamburg. Bevor er mit dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern begann, leitete er mehrere Jahre Kinder- und Jugendgruppen und arbeitete als Journalist und Redakteur. Er ist Autor zahlreicher Serien und Einzeltitel, u. a. der Erfolgsserie »Level 4. Stadt der Kinder«. Außerdem schreibt er Drehbücher für Kinder und Erwachsene (u.a. »Tatort« und »krimi.de«).

Anpfiff


Die Spieler saßen in der Kabine und warteten auf die Ansprache des Trainers. Niklas war so ungeduldig und nervös, dass er kaum die Füße stillhalten konnte.

Es war ihm egal, ob es draußen regnete oder stürmte. Er wollte einfach nur noch raus auf den Platz und spielen. Jetzt!

Gandolf, der neben ihm saß, drückte gerade eine große Ladung Creme aus einer Tube und verteilte sie auf seinem rechten Knie. Seit einer langen Verletzungspause nach einem Kreuzbandriss war er erst zwei Mal eingewechselt worden.

Niklas wusste, dass Gandolf sich große Sorgen machte, ob er es mit dem Knie jemals wieder in die Stammmannschaft zurückschaffen würde.

Lennart, der seitdem Gandolfs Position als Innenverteidiger eingenommen hatte, zupfte an seinen Stutzen und vermied wie immer direkten Blickkontakt mit Gandolf. Einerseits tat Gandolf ihm leid, andererseits war er erst durch dessen Verletzung in die 1. Mannschaft gerückt und wollte seinen Platz natürlich nicht wieder hergeben.

„Alles klar, Jungs?“ Herr Kanter kam herein und klatschte laut in die Hände, um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen. „Ihr wisst, worum es geht!“

„Ja, um gar nichts“, murmelte Falko leise.

Niklas vermutete, dass der Trainer es trotzdem gehört hatte. Doch bevor Herr Kanter meckern konnte, ergriff Hinnerk schnell das Wort: „Klar! Wir bereiten dem Kiesling heute einen netten Geburtstagsaufritt. Sechs Tore für sechs Jahrzehnte sind Minimum! Abgemacht?“

Mit den Zähnen drehte er den Deckel von seiner Trinkflasche, spuckte ihn auf die Bank und trank einen großen Schluck, wobei er die Flasche mit beiden Händen festhielt, weil sie in Torwarthandschuhen steckten.

Der sechzigste Geburtstag des Vereinsvorsitzenden Dr. Karl Kiesling war der offizielle Anlass für das Freundschaftsspiel.

„Die ganze Nummer heute ist doch bescheuert!“, platzte es jetzt aus Falko heraus. „Wenn wir gewinnen, ist es echt peinlich für die Nationalmannschaft, und wenn wir verlieren, ist es ein echt mieses Geburtstagsgeschenk. Auf so eine Würdigung würde ich auf jeden Fall verzichten!“

„Wer willdich denn auch würdigen?“, fragte Gandolf und zielte mit der Cremetube auf Falko.

Niklas stöhnte. „Falko, reg dich ab, Herr Kiesling hat sich das Spiel gewünscht und er ist nun mal unser Chef“, sagte er. „Und das Geburtstagskind!“

„Ich find’s gut! Endlich mal wieder ein richtig interessantes Spiel für uns! Mit jeder Menge Scouts!“, rief Benni in die Runde.

„Pffft!“, machte Falko. „Du glaubst auch in jedem Spiel, dass Barcelona einen nur für dich geschickt hat, du Tröte!“

„Wieso nicht?“, gab Benni ernst zurück.

Einige kicherten.

„Niemand zwingt dich zu spielen, Falko“, gin