: Gerald Huber
: Kleine Geschichte Niederbayerns
: Verlag Friedrich Pustet
: 9783791762227
: Bayerische Geschichte
: 4
: CHF 12.60
:
: Regional- und Ländergeschichte
: German
: 200
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Seit Urzeiten war die Region an der Donau Einfallstor für immer neue Völker, für zahllose technische und kulturelle Neuerungen aus dem Mittelmeerraum. Im Mittelalter erlebte das bayerische Unterland eine kulturelle Blüte, die ihresgleichen sucht und die Landschaft heute noch prägt. Der Fall des Eisernen Vorhangs hat Niederbayern in jüngster Zeit seine zentrale Vermittlerrolle zwischen Westen und Osten in Europa zurückgegeben. Die Kleine Geschichte Niederbayerns möchte unterhaltsam und auf dem neuesten Stand der Forschung die Augen öffnen für ein jahrtausendealtes Kulturland, in dem sich auf engstem Raum Zeugnisse nahezu aller Epochen der Menschheitsgeschichte finden. 'Das kleine Buch (...) weckt Interesse an den reizvollen Städten und zeigt, was in einer 'Provinz' so alles steckt.' MITTELBAYERISCHE ZEITUNG

Gerald Huber, M. A., geb. 1962 in Landshut, studierte Geschichte und Germanistik in Regensburg und München. Zahlreiche Veröffentlichungen zu kulturellen und historischen Themen. 1990 Auszeichnung mit dem 'Altbayerischen Medienpreis' der Stiftung Aventinum.

Europäisches Niederbayern: Ur- und Frühgeschichte


Am Anfang war der Stein


Abgesehen vom wenig zugänglichen Waldgebirge war das heutige Niederbayern ein Dorado für die Menschen der frühesten Kulturen. Gute Böden, ausreichend Wasser, das bedeutet eine vielfältige Flora und Fauna. Über die Donau und ihre zahlreichen Nebenflüsse war die Region außerdem seit Urzeiten bestens erschlossen. Erstmals archäologisch greifbar wird die frühe menschliche Besiedelung in Niederbayern vor rund 130 000 Jahren. Sporadisch haben sich Steinwerkzeuge von Neandertalern an bevorzugten Aufenthaltsorten erhalten: hochwassergeschützte Anhöhen mit weitem Ausblick über die Flusstäler. Ganz besonders beliebt waren bei den ältesten „Niederbayern“ die sonnenwarmen Südhänge des Jura über dem Donau- und Altmühltal.

Neben Stellen unter freiem Himmel, wie etwa einem Platz der sehr seltenen sogenannten Aurignac-Kultur bei Irnsing (Lkr. Kelheim), gehören vor allem die Höhlen der niederbayerischen Juraregion zu den altbekannten Fundplätzen von Kulturzeugnissen aus der Altsteinzeit: Das Große und das Kleine Schulerloch, die Obernederhöhle, die Klausenhöhlen oder die Sesselfelsgrotte bei Essing (Lkr. Kel