Es war nicht allzu weit gewesen zum Drachendorf. Jedenfalls nicht für einen Drachen, der schneller fliegen kann als jeder Vogel auf dieser Welt. Und da die Prinzessin ja in den Klauen des großen Drachenlehrers hing, war es für sie auch nicht sehr weit. Trotzdem hatte sie tapfer gestrampelt. Natürlich nicht allzu doll. Nur gerade so viel, wie man eben zappeln muss, wenn man geraubt wird. Und natürlichnicht so viel, dass sie riskiert hätte, runterzufallen. Prinzessinnen sind ja nicht dumm. Wer möchte schon aus der Höhe, in der Drachen normalerweise fliegen, auf die harte Erde abstürzen?
Also strampelte die Prinzessin ein kleines bisschen und legte danach eine erholsame Pause ein, um die Reise zu genießen. Sicher hatte sie von den anderen ehemals geraubten Prinzessinnen schon viel über die Schönheit der Drachenberge gehört, aber es war etwas ganz anderes, diesen unvergleichlichen Anblick von so hoch oben selber zu erleben. Jeder Berggipfel war mit puderzuckerweißem Schnee dekoriert und in jedem Tal leuchteten der Prinzessin aus dem dunkelgrünen Gras zehn Millionen Blumen in allen