: David del Rosario
: Das Buch, das dein Gehirn nicht lesen möchte Wie du dein Gehirn umbaust, um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen
: Next Level Verlag
: 9783949458392
: 1
: CHF 12.30
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: Angewandte Psychologie
: German
: 224
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Können wir unser Gehirn umschulen, um freier zu sein und glücklicher zu leben? Die Antwort ist: Ja! Wir leben umgeben von einer riesigen Menge an Informationen, und nur ein kleiner Teil - ca. 5 Prozent - erreicht unser Bewusstsein. Dank neurowissenschaftlicher Fortschritte können wir heute besser verstehen, wie Körper und Geist funktionieren, und dieses Wissen nutzen. Wenn wir also verstehen, wie unser Geist Gedanken und Realität erzeugt, können wir das System beeinflussen, um Angst, tiefsitzende mentale Bilder und automatische Reaktionsmechanismen durch nichtlineares Denken, Glück und Vertrauen in das Leben zu ersetzen. Aus einer ebenso lehrreichen wie unterhaltsamen Perspektive verwandelt David del Rosario, Forscher und Wissenschaftskommunikator, die Neurowissenschaften in ein Werkzeug der Transformation, das wir hundertprozentig in unserem Alltag anwenden können. Dieses Buch ist ein origineller, nützlicher und unterhaltsamer Vorschlag zwischen inspirierendem Leitfaden, wissenschaftlicher Forschung und praktischer Philosophie. Er zeigt uns, dass unsere Wahrnehmung der Realität begrenzt ist, erklärt uns, wie unser Gehirn funktioniert, und schlägt einen Weg vor, unsere Perspektive zu ändern und wahres Glück zu finden. David del Rosario nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise, die unsere Art, zu leben und die Welt zu verstehen, revolutionieren wird.

David del Rosario hat sich der Forschung auf dem Gebiet der angewandten Neurowissenschaften verschrieben. Neben wichtigen Preisen für seine wissenschaftliche Arbeit wurde er auch für seine beiden Werke"Das Buch, das dein Gehirn nicht lesen möchte" und"La Biología del Presente" ausgezeichnet. Er ist aber nicht nur Forscher und Bestseller-Autor, sondern auch Unternehmer und Gründer eines neurowissenschaftlichen Forschungsunternehmens sowie willkommener Gast in Funk und Fernsehen. Derzeit promoviert er in Gesundheitswissenschaften an der Universität der Stadt Alicante.

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Dunkle Konstellationen


Blindekuhspiel


Es heißt, wir seien in einen mehr oder weniger kugelförmigen Planeten eingeschlossen. Es klingt etwas seltsam, das zu schreiben, denn in Wahrheit haben wir das Gefühl, auf einem nicht enden wollenden Teppich zu leben, den wir durch zwei kleine Öffnungen des sogenannten menschlichen Körpers sehen. Zudem erscheint uns der Horizont, je nach Tageszeit, nicht immer gewölbt. Die Erforschung des menschlichen Organismus ergab bisher etwa 250 verschiedene Zelltypen, die wir unter dem Mikroskop betrachten können und dabei feststellen, dass jede einzelne Zelle einzigartig und einmalig ist. Die Zellen schließen sich auf bestimmte Weise zusammen und funktionieren als ein Ganzes, obwohl das Wie und Warum weiterhin ein Rätsel für uns bleibt. Wir beherrschen ihre Sprache noch nicht gut genug, um ihnen indiskrete Fragen zu stellen (auch wenn wir das gerne tun würden). Also geben wir uns damit zufrieden, sie zu beobachten und im Labor alle möglichen Experimente mit ihnen anzustellen, um das Geheimnis des Lebens und des Menschen entschlüsseln zu können. Immer noch verwechseln wir Wissen mit der Auflistung von Klassifizierungen oder dem Verfassen von immer mehr Büchern. Hat aber irgendjemand die leiseste Ahnung, was es bedeutet, ein Mensch zu sein?

Wenn wir ein Werk über Molekular- und Zellbiologie zur Hand nehmen, lesen wir, dass vor zwei Milliarden Jahren die Geschichte mit ein paar winzigen Lebewesen, den sogenannten Cyanobakterien, die Lichtenergie in Sauerstoff umwandeln können, ihren Anfang nahm. Die zurückhaltenden und unentschlossenen Zellen benötigten zweihundert Jahre, bevor sie sich auf das Abenteuer der Zusammenarbeit und der Bildung von Mikroorganismen einließen. Dann folgten Haaralgen, riesige Krebstiere, schnurrbärtige Meerestiere, Reptilien mit riesigen Körpern und winzigen Flossen und unzählige weitere Geschöpfe, bis hin zu einem Tausendfüßer mit einem Indiana-Jones-Komplex, dem nichts Besseres einfiel, als sich auf das Festland zu wagen.

Die Zellen lernten, unglaublich präzise Bewegungen auszuführen, zu verdauen, zu atmen und die Substanzen, die ihnen nicht schmeckten, auszuscheiden. Aus Algen entwickelten sich Pflanzen, aus Fischen Amphibien, aus Insekten Reptilien. Vor 150 Millionen Jahren wuchsen den Dinosauriern Flügel (ohne Zuhilfenahme von Red Bull), und 20 Millionen Jahre später trieben die Pflanzen Blüten und brachten einen Hauch von Farbe in eine hauptsächlich in Blau getauchte Landschaft – die perfekte Umgebung für Ameisen und Bienen.

Vor 60 Millionen Jahren nutzten clevere Säugetiere das Aussterben der Dinosaurier (angeblich infolge eines Meteoriteneinschlags), und übernahmen das Kommando. Während Robben, Otter, Wale und Delfine lieber im Meer blieben, bevorzugten die übrigen Tiere das Festland. Zur letzteren Gruppe zählten auch die Primaten. Vor sechs Millionen Jahren hatten die Primaten eine Entwicklungsstufe erreicht, bei der sie von der gebückten zur aufrechten Haltung übergingen. Sie begannen, Werkzeuge herzustellen, Feuer zu machen und zu kochen, während ihr Gehirn an Umfang zunahm.