: Ilona Schmidt
: Mord nach Nürnberger Art Kriminalroman
: Gmeiner-Verlag
: 9783839274200
: Kommissar Richard Levin
: 1
: CHF 8.90
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 288
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Als der Besitzer eines Foodtrucks bei einem Unfall tödlich verletzt wird, beschuldigt ein Zeuge Toni Meisenbach, der als Bratwurstbrater »Drei in am Weggla« verkauft. Doch der schwört, unschuldig zu sein. In seiner Not wendet er sich an seinen Freund, Kommissar Levin. Als kurz darauf ein weiterer Foodtruck-Besitzer einen unnatürlichen Tod stirbt, ist Levins Spürsinn geweckt. Wenn's um die Wurst geht, dann greift man schon mal zu unfairen Mitteln. Schließlich steht der lukrativste Platz für den Verkauf von Bratwürsten auf dem Spiel ...

In München geboren, lebte Ilona Schmidt viele Jahre in Nürnberg. Nach dem Studium der Chemie in Erlangen zog sie beruflich bedingt nach Coburg. Heute arbeitet sie für einen amerikanischen Konzern und bereist die Welt. Ihre Liebe zum Krimi und für das Abenteuer lebt sie in ihren Romanen aus.

Kapitel 2


»Wie geht’s denn mit deiner Maxi voran?«, fragte Dominik Vorndran mit einem vieldeutigen Grinsen im Gesicht. Er war seit einigen Jahren verheiratet und nahm seinen Freund wegen dessen Ehelosigkeit gern auf die Schippe.

»Tja«, machte Richard Levin und hoffte, das Thema in eine andere Richtung lenken zu können. Die bot sich ihm einige Meter entfernt, denn dort standen ein Grill und Tische mit Broten und Salaten. »Schau, der Toni ist mit den Bratwürsten fertig.«

Dom und Richard saßen auf Bierbänken am Rand eines Fußballfeldes, auf dem sie zum Saisonende an einer Veranstaltung ihres Mittelaltervereins teilgenommen hatten. Rauchschwaden hüllten ihren Grillmeister Toni Meisenbach ein. Als gelernter Koch kümmerte er sich wie selbstverständlich um das leibliche Wohl der Vereinskameraden. Außer den Würsten brutzelten Schweinesteaks, die er zuvor mariniert hatte, auf dem Rost. Andere hatten Kartoffelsalat sowie Gewürzgurken mitgebracht, und ein Bäcker hatte Brot und Brötchen spendiert. Zum Glück gab es keine Backwaren nach mittelalterlichen Rezepten, was einige Übereifrige bedauerten. Die fühlten sich bei neuzeitlichem Brot ähnlich wie ein Veganer, dem man Fisch und Eier vorsetzte.

Die Bänke waren gut besetzt und die Gäste steckten teilweise noch in ihren Kostümen. Richard trug Straßenkleidung, denn er war erst spät aus Coburg angereist, was dazu geführt hatte, dass er und Dom etwas abseits saßen, da die begehrten Plätze um den Grill und das Bierfass bereits belegt gewesen waren. Richard störte das nicht. Er bevorzugte es, nicht im Zentrum des Geschehens zu sein, bot dies doch die Möglichkeit, sich mit seinem Freund ohne Zuhörer über Dienstliches austauschen zu können. Sie waren beide Kriminalbeamte, wenn auch in verschiedenen Fachbereichen und Dienststellen. Gerade erzählte Dom von dem Kind, das er und seine Frau Lena erwarteten. Ihr Bauch sei inzwischen kugelrund und bis zum Entbindungstermin sei es nicht mehr weit hin. Kinderzimmer einrichten, Windeln und Kinderwagen kaufen stünden an. »Wir nehmen an einem Geburtsvorbereitungskurs teil«, sagte Dom.

»Und klappt’s mit der Atmung schon? Mach mal vor.«

Dom rollte mit den Augen und lachte. »Ach Depp, der Witz ist alt.«

Richard beobachtete die Veränderung seines Freundes während Lenas Schwangerschaft mit Vergnügen. Dom war auf dem Weg von einem unbeschwerten Draufgänger zu einem beschwerten Vater. Die Verantwortung für Mutter und Kind ließ ihn wachsen, fand R