: Jessica Clare
: Cowboy Love - Bis wir uns wiedersehen Roman
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641269470
: Wyoming Cowboys
: 1
: CHF 6.20
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: German
: 320
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Willkommen in Painted Barrel, Wyoming – dem malerischen Städtchen, in dem Herzen zueinanderfinden! Dustin& Annie: Ein unverschämter Cowboy und eine jungen Tiertrainerin, die nicht nur den Vierbeinern Manieren beibringt …

Dustin Worthington ist weit über Painted Barrel hinaus als Frauenheld bekannt. Er liebt es zu flirten, und seinem Cowboy-Charme kann keine Frau widerstehen. Für ihn ist Liebe nur Spaß. Bis er auf die smarte Annie trifft.
Annie Grissom hat nichts für Beziehungen übrig. Ihre Zeit verbringt sie lieber mit Tieren, denn die können einen weder anlügen noch enttäuschen – anders als so mancher Mann. Als sie ihr Job als Hundetrainerin nach Wyoming führt und sie dort auf den gut aussehenden Dustin trifft, lässt sie sich auf eine Affäre mit ihm ein. Es soll alles locker und unverfänglich bleiben, doch dann kommen echte Gefühle dazwischen – und eine Überraschung, mit der beide nie gerechnet hätten …

Die Wyoming-Cowboys-Reihe bei Blanvalet:
Band 1: Cowboy Love – Wo Herzen sich finden
Band 2: Cowboy Love – Bis wir uns wiedersehen
Band 3: Cowboy Love – Solange du mich hältst
Band 4: Cowboy Love – Wenn Träume wahr werden

Alle Bände können unabhängig voneinander gelesen werden.

Jessica Clare lebt mit ihrem Mann in Texas. Ihre freie Zeit verbringt die »New York Times«- und »USA Today«-Bestsellerautorin vor allem mit dem Verfassen prickelnder Liebesgeschichten. Wenn sie aber nicht gerade an ihrem Schreibtisch sitzt, macht sie es sich gern mit einem guten Buch bequem oder spielt Videospiele.

Kapitel 1


Annie Grissom war mittlerweile seit sechs Jahren im Filmgeschäft. Man rief sie immer dann, wenn tierischen Darstellern besondere Dinge beigebracht werden mussten. Sie hatte schon Hunden antrainiert, auf ihren Hinterbeinen zu laufen, so zu bellen, dass es sich fast wie ein gesprochener Satz anhörte, einem Anführer überallhin zu folgen und sonstige Tricks zu zeigen, die mit einer Prise Kinomagie auf der Leinwand unglaublich wirken würden. Tricks, bei denen die Zuschauer in ihren Kinosesseln ein Stückchen höher rücken und einander zuflüstern würden: »Wie haben die das denn geschafft?«

Doch man hatte sie noch nie gebeten, einen Hund dazu zu bringen, durch einen unkontrollierbaren Flächenbrand zu rennen.

»Tut mir leid, Mr Sloane«, sagte sie zum gefühlt hundertsten Mal an diesem Tag. Bei diesem Film hatte sie den Eindruck, sich ständig für irgendetwas entschuldigen zu müssen – vor allem dem Regisseur gegenüber. Annie blätterte noch einmal durch das Drehbuch. »Ich glaube, ich finde die Szene mit dem riesigen Brand hier im Skript überhaupt nicht.«

»Ich hatte gestern Nacht einen Geistesblitz. Da wir einen Film drehen, der im ländlichen Milieu auf einer Ranch spielt, halte ich die Idee für perfekt. Also? Schaffen Sie es, Petey beizubringen, das zu machen, oder muss ich mir einen neuen Star für meinen Film suchen?« Er funkelte sie an, als wäre ihr Zögern für ihn ein unglaubliches Ärgernis.

»Spidey«, murmelte sie und überlegte fieberhaft, wie sie reagieren sollte, während sie so tat, als hätte das Drehbuch ihre ganz Aufmerksamkeit gefangen genommen.

»Was?«, brüllte Mr Sloane. Er brüllte ziemlich viel. Für solche Menschen zu arbeiten war am schwierigsten. Das passte, denn für gewöhnlich bekamen sie ihre Jobs durch Vetternwirtschaft oder einen Freund der Familie und nicht durch die eigenen Verdienste, und so neigten sie dazu, außergewöhnlich viel zu schreien, um sicherzustellen, dass alles so lief, wie sie es sich vorstellten. Sie hatte den Vertrag für diesen Film in dem Wissen unterschrieben, dass Mr Sloane kein sehr verdienstvoller Regisseur war, aber sie hätte nicht gedacht, dass er so schlimm sein könnte.

»Mein Hund heißt Spidey«, sagte Annie und tat ihr Bestes, um ihr Lächeln nicht zu verlieren. »Und ich will ja nicht nerven, doch er bekommt Angst, wenn Leute um ihn herum so schreien.«

»Was?«, schleuderte Mr Sloane ihr entgegen, seine Nase war schon ganz rot.

»Das ist eine der Vorschriften, die in dem ›Vertrag zum Wohle des Tieres‹ stehen«, fuhr sie fort. »Kein Geschrei am Set, kein Mensch außer dem Trainer darf das Tier berühren, kein Mensch außer dem Trainer darf das Tier füttern. Ansonsten stört das meine Arbeit mit dem Tier.«

Er verengte die Augen zu schmalen Schlitzen und starrte sie an. »Wollen Sie mir erklären, wie ich meinen Job zu erledigen habe, Miss …«

»Grissom«, rief sie ihm in Erinnerung. »Und das würde ich niemals tun. Nein. Ich bin nur die Hundetrainerin. Aber ich kenne meinen Hund, Sir, und er bekommt Angst, wenn in seiner Nähe jemand laut wird.«

Mr Sloane knurrte, verschränkte die Arme vor der Brust und hielt das dicke Drehbuch an sich gedrückt, an das er sich offenbar nicht halten wollte. »Sie wollen mir also damit sagen, dass Sie ihn, wenn ich meine Stimme senke, dazu bringen können, die Szene zu drehen?«

Sie biss sich auf die Unterlippe. Das war ebenfalls ein Teil des Problems. »Komplizierte, umfangreiche Stunts einzuüben dauert eine Weile. Ich brauche Zeit, um die Szene mit ihm durchzugehen, damit er sich mit allem, was um ihn herum geschieht, möglichst wohlfühlt. Doch selbst wenn mir das gelingen sollte, kann ich nicht sagen, wie er r