: Joachim Schiller
: Schatz der Welten Untergang
: Spica Verlag
: 9783985030262
: 1
: CHF 13.00
:
: Fantasy
: German
: 392
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Der Durabor wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Dunkle Mächte, die sich Jahrzehnte in der Finsternis verbargen, kehren mit neuer Kra in die Welt zurück und wollen alles an sich reißen. Die Pläne des Magiers Ephnies bringen schon bald Verwüstung über den großen Wald und streben gierig bis hinein in das angrenzende Reich Norskom, das sich seinen eigenen und den heraufziehenden Problemen stellen muss. Beunruhigt von den Geschehnissen bricht eine Handvoll mutiger Abenteurer auf, um mit der Hilfe dieses Königreiches der dunklen Gefahr den Garaus zu machen. Was sie jedoch in der Ferne erwartet, konnte keiner von ihnen vorausahnen. Eine Geschichte voll Betrug und Hinterhalt tut sich vor ihren Augen auf ...

Joachim Schiller, Jahrgang 2001, begann im Alter von 14 Jahren, kleinere Texte zu schreiben, die sich nach und nach zu einer Geschichte formten. Dank wachsender Freude am Schreiben und einiger begeistert schreibender Freunde entstand aus dieser Ideensammlung bald ein Buchprojekt, das über die Zeit immer mehr Gestalt annahm. Sein Ziel ist es dabei, sowohl eine möglichst mitreißende Geschichte zu erzählen, als auch zum Nachdenken anzuregen. Die Handlung soll dazu verleiten, in der großen Welt rund um die Charaktere selbst nach Lösungen zu suchen und die Standpunkte der Figuren nachzuvollziehen.

Untergang


Als Tim gerade einunddreißig geworden war, zwang ihn sein Vater, endgültig aus dem Haus auszuziehen. Er solle sich doch endlich eine feste Arbeit suchen und seine Bestimmung finden.

Noch am selben Tag packte er wütend seine Sachen und fand dabei an der Wand hinter seinem Bett, unter der Wolldecke versteckt, einige Kratzer an der Wand: Ein großer Drache mit scharfen Zähnen war in die Wand geritzt. Daneben standen zwei Personen. Ein Pfeil zeigte auf die kleine Gestalt –Ich, stand dort geschrieben, eines der wenigen Worte, das er in seinem Leben zu schreiben gelernt hatte. 

Sofort kam ihm die Erinnerung an diesen Tag wieder. Im Süden des Tales waren sie gewesen, er und ein alter Mann, der ihm den Pfad über die Hügel gezeigt hatte und … ja was eigentlich?

Tim stand seufzend von dem Bett auf und verließ den Raum. Mit einem letzten Blick begutachtete er sein Zimmer. Unordentlich wie immer, allerdings nun ohne seinen Kram. Er durchquerte die Wohnstube, in der es tagein, tagaus nach Tabak stank. Schnell wie ein Fuchs huschte er am Zimmer seines Vaters vorbei, öffnete die Tür und stand im Freien.

Er atmete tief ein und ging los. Es war gerade Erntezeit, wie damals. Der Tagstern stand hoch oben am Himmel und erwärmte das Tal, in dem das Dorf lag. Über dem See im Osten des Tals sammelten sich einige Vögel, um Jagd auf Fische zu machen, die bei dieser Trockenheit, die hier herrschte, nur knapp unter der Wasseroberfläche des einzigen Teiches in diesem Tal schwammen. Die Bäume hatten begonnen, ihre Blätter abzuwerfen. Des Öfteren sah man kleine Nagetiere über den Boden huschen, die sich für die kältere Zeit des Jahres Nahrung suchten, genauso wie es die Menschen taten.

Aus einigen Schornsteinen der Häuser stieg Rauch auf, es war wohl bald Mittagszeit. Doch das interessierte Tim nicht mehr. Weder seine Mutter noch sonst irgendwer in diesem Dorf würde ihm nach all den Jahren der Faulheit noch eine Mahlzeit zubereiten. Er wusste, was das für eine Arbeit war, um in diesem Dorf auch nur die nötige Nahrung heranzuziehen. Das Gras rings um das Dorf war über die warme Jahreszeit hinweg beinahe vertrocknet und begann erst jetzt, wieder auszutreiben, da es dieses Jahr besonders heiß gewesen war. Der staubige Boden unter der Pflanzendecke war karg und bot kaum einem größeren Baum Halt. Nur nach jahrelangem Umpflügen konnte ein Stück Feld nutzbar gemacht werden. Es war ein Kampf gegen die Natur, sich hier mit dem Nötigen zu versorgen.

Doch er kehrte langsam zu anderen Gedanken zurück, während er sich seine kleine Tasche über den Rücken warf, die nur ein zerlumpter Beutel voll mit unnützem Kram war. Mehr besaß er nicht.

Was war damals noch geschehen? Tim hatte nach diesem Erlebnis vor einigen Jahren sofort seinen Freund Finn besucht. Vielleicht wusste der mehr.

Finn war mittlerweile neunundzwanzig Jahre alt. Früher hatte er sich eine ganze Zeit lang über ihn lustig gemacht und ihn verspottet, dass er als Sohn eines Bauers nicht besonders hell sei. Das mochte nicht ganz so weit hergeholt sein, denn er wusste selbst, dass er wahrscheinlich zu den dümmsten Menschen in dieser Welt gehörte. Finns Eltern waren hingegen bedeutende Kaufleute, die in kurzer Zeit großen Reichtum angehäuft hatten. Letzten Endes waren sie dem Wahnsinn verfallen und im Glauben fliegen zu können von einer Klippe gestürzt. Nun flogen sie im Himmel umher oder, w