: Sabine Strick
: Trügerisches Paradies
: dp Verlag
: 9783968179889
: Dominique Demesy ermittelt-Reihe
: 2
: CHF 7.10
:
: Erzählende Literatur
: German

Es geht weiter mit den spannenden F&au l;llen für Privatdetektiv Dominique Demesy
Der fesselnde Cosy Krimi für Fans von Abenteuern und Reisen

Der französische Privatdetektiv Dominique Demesy und seine Tochter Jennifer arbeiten für eine renommierte Detektivagentur in Indien, deren zu lösende Fälle beide quer durch die ganze Welt führen. Waren sie eben noch auf der Suche nach gestohlenen Edelsteinen in Thailand, sind sie nun in einem Luxushotel auf den Seychellen, um einer Erpresserbande das Handwerk zu legen. Doch bald führt ihn ein Auftrag nach Shanghai, wo Dominique zwischen die Fronten zweier Geheimdienste gerät. Als wäre das nicht alles schon genug, muss er nach Istanbul, um dort die Profidiebin Giuliana Capriani zuüberführen. Dominique rechnet jedoch nicht damit, dass er sich verlieben und dann noch in Lebensgefahr geraten würde…

D es ist eineüberarbeitete Neuausgabe des bereits erschienenen Titels Tödliche Nächte.

Erste Leser:innenstimmen
„Der Roman ist halb Krimi und halb Lebens- und Liebesgeschichte des französischstämmige Protagonisten, was ich sehr reizvoll fand.'
„Das Insiderwissenüber Indien wirkte nicht angelesen, sondern als hätte es die Autorin selbst erlebt!“
„Die Dialoge waren hervorragend entworfen.“
„Die Charaktere sind sehr tiefschichtig und glaubwürdig menschlich gezeichnet, ich hatte bald das Gefühl, sie lange zu kennen.“
„Perfekter Cosy Krimi zum Schmökern und sich in ferne Länder träumen!“

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Sabine Strick wurde in Berlin geboren und wuchs dort auf. Ihre Liebe zum Schreiben entdeckte sie bereits als Kind und sie begann im Alter von siebzehn Jahren, an ersten Romanen zu arbeiten. Doch erst 2017 entschloss sie sich, endlich die notwendigen Schritte für Veröffentlichungen in die Wege zu leiten. Und dann ging auf einmal alles recht schnell: Sie wird nun von der Agentur Ashera vertreten und veröffentlicht seit 2018 mehrere Romane in verschiedenen Genres bei verschiedenen Verlagen.

1


New Delhi, 1992

Leise betrat Dominique Demesy die dunkle Wohnung. Es war ein Uhr nachts, und er hoffte, dass Jaclyn, seine Partnerin im Leben und im Beruf, bereits schlief. Er schlich ins Schlafzimmer und schlüpfte aus seiner Hose. Als er seine Socken auszog, wurde das Licht der Nachttischlampe angeknipst, und Jaclyn blinzelte ihm entgegen.

„Du bist noch wach?“, fragte er.

„Ich konnte nicht einschlafen.“ Sie hielt sich die Hand zum Schutz gegen das Licht über die Augen und musterte ihn prüfend. „War ja ein langer Tag für dich.“

„Das kann man wohl sagen.“ Dominique begann sein Hemd aufzuknöpfen. „Ich habe jemanden beschattet, zusammen mit Bikram Gupta, und das hat kein Ende genommen.“

„Trägt Gupta jetzt langes blondes Haar und Minirock?“, fragte sie spitz. „Oder war das die Zielperson, die du verfolgt hast?“

Er starrte sie schuldbewusst an. „Wie kommst du darauf?“

Jaclyn stieg aus dem Bett, trat langsam auf Dominique zu und griff prüfend nach seinem weißen Hemdkragen, auf dem sich eigenartige Flecken abzeichneten. „Make-up“, stellte sie mit gespielter Überraschung fest. „Und ich habe gedacht, das Mädchen hätte echte Sonnenbräune!“

„Ach, du meinst Pamela“, sagte Dominique mit erzwungener Nonchalance.

„So, so, das war also Pamela.“

„Ja, sie ist mal wieder auf Stippvisite in Delhi. Wir haben uns zufällig getroffen.“ Pamela war eine Flugbegleiterin der PAN AM, mit der er eine kurze Affäre gehabt hatte, bevor er Jaclyn kennengelernt hatte.

„Und vor lauter Freude über diesen Zufall hat sie sich dir an den Hals geworfen“, folgerte Jaclyn sarkastisch.

„Wir haben zusammen mit ihren Kollegen ein paar Drinks an der Hotelbar genommen“, gab Dominique zu. „Und sie hat mich zur Begrüßung und zum Abschied umarmt. Das ist alles, du wirst deswegen doch wohl nicht eifersüchtig werden oder mir eine Szene machen.“

„Ich mache keine Szene, ich treffe nur Feststellungen“, erwiderte sie kühl. „Und diese Feststellung ist, dass ihr nach den Drinks um 20.45 Uhr auf ihr Zimmer gegangen seid, und du erst jetzt nach Hause kommst. Natürlich kann man annehmen, dass sie dir lediglich gezeigt hat, wie hübsch die Zimmer des Hotels Taj Mahal sind, und ihr danach weiterhin um die Häuser gezogen seid“, fuhr sie ironisch fort. „War es so?“ Wie immer beherrschte sie sich gut, in ihren hübschen Gesichtszügen zeichneten sich weder Verletzung noch Verärgerung ab, aber gerade diese Selbstkontrolle machte Dominique wütend.

„Was soll ich davon halten, dass du mir jetzt nachspionierst?“, fragte er gereizt, ganz nach seiner Devise, dass Angriff die beste Verteidigung war.

„Ich habe dir nicht nachspioniert. Ich hatte heute Abend lange im Büro zu tun, und Mr Stacy suchte dich vorhin ganz dringend“, erklärte sie. „Du hast ja deinen Pieper im Büro liegen lassen. Gupta wusste, dass du ins Hotel Taj Mahal gefahren bist, nachdem ihr mit eurer Beschattung fertig wart. Da es auf meinem Nachhauseweg lag, habe ich angeboten, dir Bescheid zu sagen. Du bist gerade mit Blondie aus der Bar gekommen, und ich habe nur noch gesehen, wie sich die Aufzugtüren hinter euch geschlossen haben. Da ich nicht wusste, wie deine Begleitung hieß, konnte ich nicht an der Rezeption nach ihrer Zimmernummer fragen.“

„Was wollte Stacy?“, versuchte Dominique abzulenken.

„Es geht um eine brisante Entwicklung in deinem neuen Auftrag. Ich habe Stacy angerufen und ihm gesagt, dass ich dich nicht gefunden habe. Was tatsächlich der Fall gewesen wäre, wenn ich ein paar Minuten später gekommen wäre.“

„Es tut mir leid“, murmelte er unangenehm berührt.

„Mach dir nichts draus. Stacy war zwar ziemlich ungehalten, aber er beruhigt sich auch wieder. Er denkt jetzt über die Anschaffung von Mobiltelefonen nach. Ist der große Renner in den USA. Nützt natürlich auch nur, wenn du es nicht irgendwo liegen lässt.“

„Jaclyn, das mit Pamela hat keine Bedeutung.“

Sie lachte bitter auf. „Du betrügst mich, und es hat nicht einmal eine Bedeutung für dich, das höre ich gerne!“

„Du weißt genau, wie es gemeint war.“ Dominique zog das Hemd mit den verräterischen Spuren aus und warf es wütend auf einen Stuhl. „Es tut mir leid“, wiederholte er. „Ich hatte es nicht geplant, es ist einfach passiert. Es i