~ Das Sommerhäuschen ~
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Das Sommerhäuschen ~
Anna Svensson hatte sich seit Wochen auf diesen Urlaub gefreut. Endlich würde sie die Zeit finden, ihr Sommerhäuschen in der Nähe von Mora zu renovieren und einzurichten. Björn und sie hatten sich dieses Schmuckstück im Frühjahr gekauft und sich vorgenommen, es in ihrem Sommerurlaub zurechtzumachen. Es gab so einiges zu tun und Anna wollte schon mal vorfahren und mit der Renovierung beginnen, während ihr Mann eine Woche später nachkommen sollte. Sie hatten bereits Tapeten, Kleister und Farbe gekauft und Anna hatte vor, in der Küche mit den Vorarbeiten zum Malen und Tapezieren zu beginnen.
Ihren alten Kombi hatte sie schon am Vorabend mit allerhand Werkzeug und Material vollgepackt und hätte dabei fast vergessen, dass sie in dem abgelegenen Sommer-Domizil auch etwas zu Essen brauchen würde. Sie würde auf der Fahrt dorthin einfach an einem Geschäft anhalten und dort das Nötigste einkaufen, nahm sie sich vor.
Nach fast 5 Stunden Fahrt kam sie endlich am Ziel an. Beinahe wäre sie an der Auffahrt des Grundstückes vorbeigefahren, da diese seit ihrem letzten Besuch so zugewuchert war, dass man sie nur erkennen konnte, wenn man wusste, dass überhaupt eine da war. Der lange Weg zu ihrem Grundstück führte sie über einen Schotterweg mitten durch einen kleinen Wald und endete nach etwa 1 Kilometer direkt vor ihrem Sommerhaus.
Das Grundstück war riesig, ein kleiner Wald gehörte mit dazu, ebenso ein privater Weg, der direkt zum angrenzenden See führte. Sie hatten sich Beide sofort in dieses Haus und seinen Charme verliebt und da sie die Höchstbietenden gewesen waren, auch sofort den Zuschlag erhalten.
„Komisch, obwohl wir Sommer haben und die Sonne vom blauen Himmel strahlt, wirkt hier alles so düster“, dachte Anna verwundert, wischte den Gedanken aber gleich wieder beiseite. „Ich bin doch ganz schön müde vom Fahren und ich werde mir gleich erst einmal einen Kaffee kochen“, dachte sie sich und schloss die alte Holztür zum Haus auf.
Das Erste, was sie vernahm, war der typische Geruch alter Häuser. Immerhin war es um 1910 erbaut worden und war damals Teil eines Bauernhofes gewesen. Zudem war der vorherige Besitzer vor fast 30 Jahren gestorben und seitdem hatte das Haus einfach leer gestanden. Es gab 1 ½ Stockwerke, wobei im unteren Geschoss eine große, im Original erhaltene Küche ihren Platz hatte. Hier war sogar noch die alte Küchenhexe vorhanden und Anna freute sich schon sehr darauf, diese endlich einmal auszuprobieren. Eine Speisekammer schloss direkt an die Küche an, von der aus man über eine Luke in den Keller gelangte. Den Keller hatten sie sich noch nicht angesehen, denn den würden sie während ihrer Urlaube sowieso kaum nutzen.
Nachdem sie die Kaffeemaschine vorbereitet hatte, öffnete sie im ganzen Untergeschoss die Fenster, um die abgestandene Luft herauszulassen. Den Korb mit Lebensmitteln und Getränken, die sie zuvor noch eingekauft hatte, stellte sie erst einmal so in die Kammer, sie wollte ihn erst später auspacken.
Der Kaffee war durchgelaufen und so nahm sie sich eine Tasse, die sie mitgebracht hatte und füllte das heiße Getränk ein. Sie setzte sich in den Schaukelstuhl, der hier geblieben war und wollte gerade einen großen Schluck aus ihrer Tasse nehmen, als sie ein Geräusch hörte. „Hmm, was war das denn? Hörte sich fast so an, als sei eine Katze irgendwoeingesperrt und würde um Hilfe miauen“, dachte sie sich, als sich das Geräusch n