: Sissi Merz, Christina Heiden, Andreas Kufsteiner, Verena Kufsteiner
: Heimat-Roman Treueband 33 5 Romane in einem Band
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751724593
: Heimat-Roman Treueband
: 1
: CHF 5.40
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 320
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Lesen was glücklich macht. Und das zum Sparpreis!

Seit Jahrzehnten erfreut sich das Genre des Heimat-Bergromans sehr großer Beliebtheit. Je hektischer unser Alltag ist, umso größer wird unsere Sehnsucht nach dem einfachen Leben, wo nur das Plätschern des Brunnens und der Gesang der Amsel die Feierabendstille unterbrechen.
Zwischenmenschliche Konflikte sind ebenso Thema wie Tradition, Bauernstolz und romantische heimliche Abenteuer. Ob es die schöne Magd ist oder der erfolgreiche Großbauer - die Liebe dieser Menschen wird von unseren beliebtesten und erfolgreichsten Autoren mit Gefühl und viel dramatischem Empfinden in Szene gesetzt.

Alle Geschichten werden mit solcher Intensität erzählt, dass sie niemanden unberührt lassen. Reisen Sie mit unseren Helden und Heldinnen in eine herrliche Bergwelt, die sich ihren Zauber bewahrt hat.
Dieser Sammelband enthält die folgenden Romane:
Alpengold 191: Was seine Frau ihm nicht verzieh
Bergkristall 272: Ein Engel schenkt ihm Glück und Liebe
Der Bergdoktor 1739: Herbstjagd in St. Christoph
Der Bergdoktor 1740: Der Wind erzählt ein Liebesmärchen
Das Berghotel 128: Ein verzweifelter Gast im Berghotel
Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 320 Taschenbuchseiten.
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Evi Holzner atmete schwer, als sie an diesem windigen Vorfrühlingstag den steilen Weg zum Hinterleitner-Hof hinaufstieg. Daran war nicht nur der gewichtige Korb mit Lebensmitteln schuld, die sie unten beim Osterfelder Kramer gekauft hatte. Ihre zweite Schwangerschaft bereitete der zarten sechsundzwanzigjährigen Frau allerhand Beschwerden.

Beim Feldkreuz blieb sie einen Augenblick stehen, um zu verschnaufen. Nur noch fünf Minuten, dachte sie. Ich glaub, ich hör schon unseren Fido bellen.

Ihr Blick schweifte über die blaugrüne Kette des Mangfall-Gebirges, das sich im Hintergrund erhob. Rotwand und Miesing trugen noch Schneekappen, aber der Föhn würde sie bald weggeleckt haben. Er orgelte rauschend durch den Bergwald und bog die Tannen, bis sie ächzten. Es wurde bald Frühling im Leitzachtal. Droben auf der hinteren Leiten kam er immer ein wenig später als unten in Osterfeld.

Der Bergbauernhof, den man »Beim Hinterleitner« nannte, thronte einsam da oben, mit einer königlichen Aussicht über das weite Land, aber mit spärlichen Erträgen. Man kämpfte sich halt so durch. Wenigstens hatte Thomas Holzner, Evis Mann, ein großes Stück Bergwald von seinen verstorbenen Eltern geerbt. Sonst hätte es böse ausgesehen mit den Finanzen.

Evi, die sich kurz auf dem Kniebrett des Feldkreuzes ausgeruht hatte, rappelte sich eben wieder hoch. Da näherte sich ihr mit flottem Schritt ein junger Mann, der das Sträßlein abwärtsging.

»Evi«, rief er freundlich und lüpfte den Hut. »Warst drunten in Osterfeld? Kann ich dir helfen? Mein Gott, den schweren Korb sollst aber net schleppen in deinem Zustand. Bei euch hat sich ja wieder was Kleines angemeldet, hab ich vernommen.« Er lächelte.

»Grüß dich, Hans!«, erwiderte sie seine Anrede. »Ja, hast schon recht gehört. Aber es ist ja erst im September so weit. Kommst vom Schloss, gelt?«

Der hochgewachsene blonde Bursche mit dem sympathischen, offenen Gesicht nickte.

»Freilich. Beim Herrn Baron bin ich gewesen in einer geschäftlichen Angelegenheit. Aber jetzt gib deinen Korb her! Ich begleite dich bis zu eurem Hof. Auf die paar Minuten kommt’s mir net an.«

»Bist halt ein Kavalier, Hans«, lobte die junge Frau.

Hans Reiser betrachtete sie wohlgefällig. Die zierliche, wohlgeformte Evi mit der nussbraunen Haarkrone, den enzianblauen Augen und dem lieben, herzförmigen Gesicht hatte ihm schon immer gefallen. Aber sie hatte den Holzner-Thomas geheiratet, und Hans hatte sich in die Steingruber-Lisa verliebt. Wie es halt so geht im Leben.

Fido, der Hofhund vom Hinterleitner, sprang ihnen schon freudig bellend entgegen, als sie um die letzte Wegkehre bogen.

»Danke schön, Hans. Magst schnell ein Bier trinken?«, fragte Evi, als der Mann seine Last auf der Hausbank abstellte.

»Lieber net, Evi«, antwortete er. »Ich hab drunten zu tun. Und dein Thomas tät vielleicht eifersüchtig werden, wenn ich zu dir komme in seiner Abwesenheit. Er ist wohl bei der Waldarbeit?«

Evi nickte. »Ja, der Winter hat viel Schaden angerichtet«, sagte sie. »Nochmals vielen Dank für deine Mühe. Grüß deine Eltern von mir und auch die Lisa!«

»Werde es ausrichten«, gab Hans Reiser zurück. »Pfüat d