: Franziska Franz
: Blutzeilen Ein Frankfurt-Krimi
: Verlag edition krimi
: 9783948972516
: 1
: CHF 8.00
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 240
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Nach einer Lesung in der Alten Oper verschwindet der Bestseller-Autor Mike Mikkels spurlos. Kurze Zeit später erhält seine Ehefrau Mirjam einen Drohbrief: Ihr Mann wird sterben, wenn sie die Polizei einschaltet. Um Mike zu schützen, belügt Mirjam die Polizei und stellt selbst Nachforschungen an. Bald überschlagen sich die Ereignisse und es kommt zu einer Tragödie ...

Franziska Franz, geboren in Detmold, lebt in Frankfurt am Main. 2017 veröffentlichte sie Abenteuergeschichten für Kinder im didaktischen Bereich, einen Kinderkrimi sowie Geschichten über lebendige Satzzeichen, die in mehreren hessischen Schulen als Lesebuch eingesetzt und vom Kultusministerium empfohlen werden. Sie ist für mehrere Verlage tätig. Mittlerweile liegt ihr Schwerpunkt im Krimi- und Thriller-Bereich. Sie ist Mitglied im Syndikat und bei den Mörderischen Schwestern. Sie bietet Lesungscoaching für Autoren an.

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Anfang Juni 2018, Tom Parker
Tom Parker war vor Kurzem 43 Jahre alt geworden und zu dem Schluss gekommen, dass er sein Leben ändern sollte. Wenn er schon Single war, so wollte er wenigstens sein Hobby zum Beruf machen und seinen bisherigen Beruf an den Nagel hängen, genau wie seine langweilige Identität. Er wollte in die Rolle des Tom Parker schlüpfen. Sein Alter Ego ließ sich von niemandem unterjochen und verfolgte klare Ziele. Außerdem war Parker bereits jetzt ein ernstzunehmender Schriftsteller. Mit diesem Talent wurde er geboren. Nur hatten ihn seine Eltern stets kleingehalten. Schon in seiner Kindheit. Seit Jahren galt seine Leidenschaft Krimis. Er las alles, was ihm unter die Finger kam, besonders gern Bestseller. Von dem Erfolgsautor Will Buck hatte er sämtliche Krimis gelesen. Ihm war bewusst, der Kerl beherrschte das Schreiben. Der neue Star am Autorenhimmel war Mikkels, der dauerhaft Bestseller raushaute. Die Presse lobte ihn in den höchsten Tönen, aber Mikkels neuester Thriller gefiel Parker besonders. Dort ging es um die Entführung eines Mannes, der physisch und psychisch bis zum Tod gefoltert wurde. Der Entführer prahlte vor seinem Opfer, dass er sich mit Erfolg an dessen Frau herangemacht und sie verführt hatte. Das trieb den Gefangenen beinah in den Wahnsinn.
Psychospiele sollten auch Parkers Krimis auszeichnen. Er hatte in dieser Hinsicht mehrfach hervorragende Manuskripte geschrieben, davon war er selbst fest überzeugt. Sie lagen trotzdem in der Schublade. Die eine oder andere Änderung stand noch aus. Außerdem musste er den richtigen Verlag suchen. Bisher war er stets abgelehnt worden. Vermutlich hatten die sich nicht einmal die Mühe gemacht, seine Werke zu lesen. Nur weil er unbekannt war. Doch er tröstete sich damit, dass auch die Großen einmal klein angefangen haben. Den wenigsten gelang auf Anhieb ein Kassenschlager. Er hatte kürzlich die Memoiren von Stephen King gelesen. Seinem großen Vorbild. King musste in seinen Anfängen diverse Absagen hinnehmen, und das über Jahre hinweg, bevor er mit dem ThrillerCarrie durch die Decke geschossen war. Und nun verglich man Mikkels mit King, wie Parker neulich gelesen hat. Das wurmte ihn dann doch. Dieser Glückspilz war noch mit einer bildhübschen Frau gesegnet. Die war Parker aufgefallen, denn sie saß stets an Mikkels Seite, wenn er Interviews gab. Das brachte ihm garantiert zusätzliche Aufmerksamkeit.
Wie auch Buck hat Mikkels einen Agenten, der sich um die richtige Platzierung im Verlag, Lesungen und um die Lizenzverkäufe kümmerte. In einem Interview erwähnte er den Agenten einmal. Parker notierte sich den Namen, um ihm gleich mehrere Exposés und Leseproben zukommen zu lassen.
Klaus Heimann war Profi. Er würde seine Manuskripte zu schätzen wissen. Schrott gab es schließlich genug. Parker würde sich künftig nicht mehr selbst um die Verlagssuche kümmern müssen. Das würde Heimann für ihn übernehmen. Parker würde die bekannten Schriftsteller scho