Auf dem Höhepunkt ihrer Reise versuchen toltekische Krieger und Kriegerinnen, ihren Kopf von Glaubenssätzen, Domestizierung und Anhaftungen freizubekommen. Damit setzen sie ihrem inneren Kampf um persönliche Freiheit ein Ende. Sie sind mit einer endlosen Zahl von Möglichkeiten konfrontiert, von denen jede einzelne in eine einzigartige Richtung in ihrem Leben weist. Wenn sie ihre Wahl in Form ihrer Handlung treffen, wissen sie, dass der Weg, den sie verfolgen, sich letztlich nicht von den anderen Wegen unterscheidet, da alle zu demselben Ort führen. Sie stellen keine Forderungen im Hinblick auf ein Ergebnis, da sie erkennen, dass sie nirgendwohin gehen und auch nichts tun müssen, um sich selbst zu finden. Ihr Handeln ist die Folge reiner Freude über die Erkenntnis, dass sie in diesem Moment am Leben sind, um eine der vielen Möglichkeiten auszuwählen. Dieses Leben mit ruhigem Gemüt erzeugt in ihnen einen Zustand reiner Glückseligkeit, da sie voll und ganz im Moment leben. In Wahrheit spielt nichts eine Rolle außer der Gegenwart, denn allein in ihr kann sich das Leben entfalten.
Diesen Zustand haben viele von Ihnen irgendwann in ihrem Leben erfahren, als sie völlig auf die Gegenwart fokussiert waren. Einige Menschen erleben ihn, während sie Sport treiben, bewusst kreativ sind, sich in der Natur aufhalten, ins Liebesspiel involviert sind oder – natürlich – wenn sie meditieren oder beten. In diesem Augenblick sind sich Geist und Körper völlig der Erfahrung des Lebens bewusst. Man kann sagen, in solchen Augenblicken erreichen wir häufig einen reinen Zustand bedingungsloser Liebe für alles und jeden, uns selbst eingeschlossen.
Während das immerwährende Verharren in diesem Zustand reiner Glückseligkeit für viele ein Ziel darstellt, werden mir die meisten zustimmen, dass dies leichter gesagt als getan ist – vor allem, wenn wir nicht isoliert von der Welt leben. Inmitten anderer Menschen entscheiden wir uns, mit wem wir interagieren und auf wen wir uns einlassen wollen, und häufig beginnt mit diesen Interaktionen der Ärger.
In der toltekischen Tradition besteht die Hauptaufgabe des Geistes im Träumen oder in der Wahrnehmung und Projektion von Informationen. Der Persönliche Traum ist die einzigartige Realität, die von jedem Individuum geschaffen wird; er ist die Perspektive des Einzelnen, eine Manifestation des Verhältnisses zwischen Geist und Körper. Die Intention ist die Energie, die beide