: Steve Berry
: Das Kanzler-Komplott Thriller
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641281236
: Cotton Malone
: 1
: CHF 8.90
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 560
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
In seinem 16. Fall ermittelt Cotton Malone in Deutschland! »Die Thematik ist fast schon unheimlich aktuell.« Kirkus Reviews

Die Bundestagswahl steht kurz bevor: die amtierende Kanzlerin vertritt die bürgerliche Mitte, ihr Konkurrent hingegen ist ein politischer Emporkömmling, der für extremen Nationalismus und rechte Ideologien steht. Der Wahlkampf wird mit harten Bandagen geführt und beide Kandidaten haben Geheimnisse, die ihre Pläne durchkreuzen könnten. Als Gerüchte über eine jahrzehntealte Akte mit brisantem Inhalt laut werden, muss die Kanzlerin reagieren. Sie nimmt Kontakt zum ehemaligen Geheimagenten Cotton Malone auf, der die Spur des Dokuments verfolgen soll. Denn dieses enthält angeblich die Wahrheit darüber, was im April 1945 wirklich in einem Bunker tief unter Berlin geschah. Sollte der Inhalt publik werden, könnte er nicht nur die Wahl vorzeitig entscheiden, sondern Europa unwiederbringlich verändern ...

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Steve Berry war viele Jahre als erfolgreicher Anwalt tätig, bevor er seine Leidenschaft für das Schreiben entdeckte. Mit jedem seiner hoch spannenden Thriller stürmt er in den USA die Spitzenplätze der Bestsellerlisten und begeistert Leser weltweit. Steve Berry lebt mit seiner Frau in St. Augustine, Florida.

Prolog

Freistaat Bayern, Deutschland

Samstag, 8. Juni

10.40 Uhr

Danny Daniels genoss die Freiheit, die es mit sich brachte, nicht mehr der Präsident der Vereinigten Staaten zu sein. Keine Frage: Er war gerne Präsident gewesen. Acht Jahre lang hatte er das Amt nach besten Kräften ausgeübt. Dennoch wusste er das Leben sehr zu schätzen, das jetzt zu führen ihm vergönnt war. Er konnte sich frei bewegen. Konnte gehen, wohin er wollte. Wann er wollte.

Den Schutz durch den Secret Service, der ihm als ehemaligem Amtsträger zustand, hatte er ausgeschlagen und es so dargestellt, als wolle er die Steuerzahler nicht belasten. In Wahrheit hatte er keine Lust auf Babysitter. Falls ihm jemand etwas tun wollte, sollte er es versuchen. Er war alles andere als hilflos. Außerdem konnten Ex-Präsidenten für gewöhnlich niemandem mehr gefährlich werden.

Selbstverständlich wurde er erkannt.

Doch dem konnte er durch die Wahl seines Aufenthaltsorts entgehen.

Wenn es doch passierte, blieb er wohlwollend und entgegenkommend, wie seine Mutter es ihn gelehrt hatte. Aber hier, im tiefsten Süden Bayerns an einem regnerischen Samstagmorgen im Spätfrühling, war nicht unbedingt damit zu rechnen. Außerdem war er bereits vor sechs Monaten aus dem Amt geschieden, was in der Politik einer Ewigkeit gleichkam. Jetzt war er Juniorsenator des schönen Staates Tennessee. Er war gekommen, um einer Freundin zu helfen.

Weshalb?

Weil sich das unter Freunden so gehört.

Die Polizeiwache von Partenkirchen hatte er mühelos gefunden. Das Bergstädtchen war so mit Garmisch zusammengewachsen, dass man nur schwer sagen konnte, wo eine Ortschaft endete und die andere begann. Der Granitbau befand sich in Sichtweite des alten Olympia-Eisstadions, das, wie er wusste, 1936 errichtet worden war, als Deutschland zum letzten Mal als Gastgeber der Winterspiele fungierte. In der Ferne sah man grüne Alpenhänge, von Skipisten durchzogen, auf denen kaum noch Schnee lag.

Er war gekommen, um sich mit einer Frau zu unterhalten, die auf direkte Anweisung der deutschen Kanzlerin festgehalten wurde. Ihr Mädchenname lautete Hanna Cress. Gestern war von Europol bestätigt worden, dass es sich bei ihr um eine Staatsangehörige von Belarus ohne Vorstrafen handelte. Online-Recherchen in öffentlichen Registern ergaben, dass ihr eine teure Wohnung in Minsk gehörte, dass sie einen C-Klasse-Mercedes fuhr und im vergangenen Ja