: Yvonne Fricke
: Da kann ja jede kommen! Was wir von zwei Ladys über Sex lernen können - Das Buch zum Sex-Podcast LADYLIKE
: Blanvalet Verlag
: 9783641285647
: 1
: CHF 2.70
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: Gesellschaft
: German
: 352
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das erste Sex-Buch, das man offen in der U-Bahn lesen kann: stilvoll, selbstbewusst und mit hohem Niveau!

Yvonne steht auf Frauen, Nicole auf Männer. Beide lieben Sex. Und sie führen in ihrem preisgekrönten Podcast »Ladylike« intime und zugleich niveauvolle Gespräche zu allen Facetten ihres Lieblingsthemas – von Frauen, mit Frauen und für Frauen. Jetzt erscheint das Buch zum Podcast, in dem die besten Hörer*innen-Fragen beantwortet werden: Was können Frauen von Schwulenpornos lernen? Darf man beim Sex auch heulen? Was tun, wenn frau einfach zu feucht ist? Ohne Tabus, aber auf hohem Niveau unterhalten und informieren Yvonne und Nicole über Themen, die man lieber nicht im Freundeskreis diskutieren möchte – oder vielleicht doch? Lassen Sie sich von zwei echten Ladys zu mehr Spaß am Sex verführen.

Yvonne Fricke, Jahrgang 1979, ist in der Hansestadt Greifswald geboren, hat dort studiert und ihre Leidenschaft für packenden Journalismus entdeckt. Mittlerweile leitet sie einen Berliner Radiosender, hat mit ihrer Freundin und Kollegin Nicole von Wagner neben dem Podcast »Ladylike« auch eine eigene Firma gegründet und wurde mehrfach mit dem deutschen Radiopreis der Grimme Jury ausgezeichnet. Yvonne Fricke lebt mit ihrer Lebenspartnerin in Berlin und kann heute noch auf jeder Party in den Spagat springen.

1. Kapitel

Sex

Sex (lat.Sexus, »Geschlecht«). Über was reden wir? Im Wörterbuch steht dazu ziemlich nüchtern: Sex ist die Ausübung von Sexualität. In den Mails aus unserer Community steht das, was Sex wirklich bedeutet. Was uns antreibt und abstößt, was uns gierig und geil macht und was uns peinlich berührt. Wir lassen daher unsere Community zu Wort kommen mit all ihren Erfahrungen und unglaublich ehrlichen Schilderungen:

Corinna (51) aus Brandenburg/Havel: Mein Mann schläft nicht mehr mit mir. Ich gebe mir die Schuld dafür. Eine Zeit lang war ich lustlos. Er hat dann regelrecht gebettelt und wurde von mir immer wieder abgewiesen. Jetzt fragt er nie mehr und berührt mich auch nicht mehr. Darunter leide ich.

Adeline (22) aus Berlin: Leute, ich bin so krass verliebt. Und zwar in meine beste Freundin. Also ehemals beste Freundin – jetzt feste Freundin! Letzte Woche hatte ich den Mut, es ihr zu gestehen, und es ist fantastisch. Wir sind seitdem gar nicht mehr aus der Kiste gekommen! Danke fürs Mutmachen.

Jens (48) aus Remagen: Meine Frau und ich sind glücklich. Wir haben regelmäßig (einmal die Woche) Sex. Ich liebe sie. Wir kennen uns seit 22 Jahren, aber sie kann nur kommen, wenn ich sie mit der Hand befriedige. Ist das normal?

Jolanda (32) aus Wismar: Mein Mann und ich träumen von einem Dreier mit einer anderen Frau. Bisher hält uns Folgendes davon ab: Mein Mann hat eine körperliche Behinderung (die ich jetzt mal nicht genauer benenne – Wismar ist klein!), und wir fragen uns, ob man so was in einem Vorgespräch thematisieren muss, damit die Frau nicht überrumpelt ist?!

Manuela (37) aus Wetzlar: Ich wurde sehr streng erzogen und habe mich in meiner Jugend nicht getraut, mich untenrum selbst zu berühren. Erst mein jetziger Ehemann hat mich dazu ermutigt. Heute befriedige ich mich regelmäßig selbst, vor allem, wenn ich auf der Arbeit viel Stress habe. Mein Mann findet das nicht nur gut, sondern auch sehr sexy, wenn ich ihm davon berichte. Wenn wir miteinander schlafen, fragt er mich danach, und ich erzähle ihm dann ganz genau, wie ich es getan habe.

Osman (37) aus Berlin: Ladys, ich lebe in Berlin und bin Arzt. Das Krankenhaus sage ich mal lieber nicht, aber weil ihr neulich darüber spracht, was Menschen alles für ihre sexuelle Befriedigung ge- und missbrauchen, hier eine kurze Zusammenfassung meiner letzten Wochenenddienste: zweimal Plastikflasche, einmal Liebeskugeln, einmal der Klassiker Zucchini und – Premiere – eine kleine lackierte Buddha-Figur aus Holz. All das habe ich im weitesten Sinne aus dem Darm von Patienten entfernt. Sie hatten es sich jeweils über den After zur sexuellen Stimulation eingeführt und dann die Kontrolle darüber verloren. Ein Kollege von mir hat neulich eine kleine zylindrische Metalldose für Espresso zurückgeholt. Fast alle Ärzte kennen das aus ihren Diensten. Es gibt nichts, was Menschen sich nicht einführen. Eigentlich müsste man die Röntgenbilder sammeln und ein Buch damit rausgeben. Manchmal weiß man gar nicht, ob man entsetzt sein soll oder sich totlachen. Natürlich bleiben wir immer ernst, denn die Patienten kommen ja auch erst, wenn sie zu Hause schon alles versucht haben, um diese Dinge alleine wieder herauszubekommen. Sie schämen sich und fühlen sich schlecht, da muss man sie nicht noch auslachen. Trotzdem fragen wir uns immer wieder: Wieso eigentlich? Was ist an einem Maiskolben, einer Flasche, einem Kerzenständer besser als an einem stinknormalen Sextoy?

Yvonne: Okay, okay, sortieren wir das Thema Sex. Diese Frage will tatsächlich beantwortet werden, aber fangen