: Ruth Rahlff
: Soulhorse 3: Mein Traumpferd, der Feuerteufel und Herzen im Galopp Pferdebuch für Mädchen ab 11 Jahren | Mein Traumpferd, der Feuerteufel und Herzen im Galopp
: Carlsen Verlag GmbH
: 9783646934854
: Soulhorse
: 1
: CHF 8.00
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 416
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Willow ist Ylvis Soulhorse: Die beiden sind ein unschlagbares Team. Ylvi verbringt so viel Zeit wie möglich mit der Schimmelstute und gemeinsam mit ihren Freunden vom Hollerhof erleben sie spannende Reitabenteuer.  Pferdegeschichte und Krimi - spannend bis zur letzten Seite! Es kommt Besuch für Willow und Ylvi! Und zwar niemand Geringeres als Willows Besitzer Aiden! Er will sein Pferd vielleicht wieder zu sich zu nehmen. Und dann hat Aiden auch noch seine Nichte dabei, die nicht nur Interesse an Willow hat, sondern auch an Lukas ... Ylvi kann es nicht fassen. Als plötzlich kleine Feuer rund um Birkenmoor und den Reiterhof gelegt werden, sind alle alarmiert. Kann Ylvi Willow auf dem Hollerhof halten und den Feuerteufel überführen?  Das Finale der beliebten Buchreihe über Pferde, Teenager und erste Liebe

Mit Büchern hatte Ruth Rahlff schon früh zu tun: Sie sortierte die Wälzer ihres Vaters um, probierte sich als Verkaufstalent in der Buchhandlung ihres Onkels, ließ sich zur Verlagsbuchhändlerin ausbilden, arbeitete in einem sehr großen und einem sehr kleinen Verlag und ist nun freie Autorin und Lektorin. Dabei schlüpft sie auch gern in andere Identitäten. Sie schreibt Geschichten, Sach- und Spielbücher, Kinderromane, verfasst Texte für Apps und gibt Workshops für Kinder im Vor- und Grundschulalter.

Kapitel 2


Mila zupfte mir ein Blatt aus dem Haar. Wir schauten uns an und fingen an zu kichern. Lukas kam auf mich zu und grinste. Dabei bekam er diese niedlichen Grübchen in den Wangen – und sofort begann es wie wild in meinem Magen zu kribbeln.

»Hi«, sagte ich. »Tolle Begrüßung!«

»Dachte ich mir, dass es dir gefällt.« Er trat noch einen Schritt näher an mich heran. Jetzt konnte ich die winzigen braunen Sprenkel in seinen grünen Augen erkennen. Puh! Wenn er noch näherkam, würde ich vor Aufregung garantiert in Ohnmacht fallen.

»Die habe ich von meinem Cousin ausgeliehen«, rief Josse in diesem Moment und lenkte uns beide ab. Er wedelte mit einer Wasserpistole aus Plastik herum und zielte damit auf Kay. Aber die ließ sich nicht überrumpeln. Mit zwei schnellen Handbewegungen entwand sie ihm die Pistole und spritzte das letzte bisschen Wasser auf sein T-Shirt.

»Wann gibt’s endlich Essen?«, fragte sie.

»Es ist angerichtet.« Lukas drehte sich schwungvoll um und wies mit einer angedeuteten Verbeugung auf zwei Baumstämme, die eine Art natürlichen Zaun bildeten. Dahinter waren auf einer kleinen Lichtung Kissen und Picknickdecken ausgebreitet, auf denen sich Berge an Essen türmten. »Cooler Platz, oder?«

Ich nickte, denn mein Hals war so trocken, dass ich gerade kein Wort herausbekam.

»Wow, wie habt ihr das denn alles hergeschafft?«, fragte Mila verblüfft.

Josse lächelte bloß. »Betriebsgeheimnis.«

Willow stupste mich an, als wollte sie sagen: Und? Worauf wartest du?

»Klar, jetzt bist du dran«, versicherte ich ihr, nahm ihr die Trense ab und halfterte sie auf. Ein umgefallener Baumstamm am Rand der Lichtung war perfekt geeignet als Anbindebalken.

Kay und Mila taten es mir nach und stellten Mortimer und Gonzo neben Sally und Peanut. Nachdem die Pferde ein paar Möhren bekommen hatten, setzten wir uns auf die Decken.

»Wow, da habt ihr die Latte aber hoch gehängt.« Mila warf Josse ein Marshmallow an die Stirn.

Geschickt fing er es auf und steckte es sich in den Mund.

Kay zog den Picknickkorb heran. »Also, für die Location bekommt ihr schon mal volle Punktzahl, das muss man euch lassen. Aber könnt ihr auch kulinarisch mit Milas Schnittchen vom letzten Mal mithalten?«

»Locker«, versprach Josse, doch Kay prustete ungläubig.

»Wenn ihr euch da mal nicht ein bisschen viel vorgenommen habt!«

Nach den ersten Bissen änderte sie offensichtlich ihre Meinung.

»Meine Güte, das habt ihr doch nicht alles selbst gemacht, oder?«, staunte sie und zeigte auf die Datteln im Speckmantel, die vegetarischen Pasteten und die veganen Muffins.

Josse hob die Hände. »Tja, wer kann, der kann.«

Lukas grinste. »Da hat sich Josses Kochkurs echt ausgezahlt.«

Kay riss die Augen auf. »Du hast extra einen Kochkurs belegt für unser Picknick?«

»Nicht ganz.« Josse zuckte mit den Schultern. »Ich hatte ein paar Stunden in der Schule. Den Rest habe ich aus dem Internet.«

»Okay, ich würde sagen: neun von zehn Punkten«, meinte Mila anerkennend und biss in ein Häppchen mit Tomate-Mozzarella-Füllung.

»Das ist locker eine Zehn«, widersprach Josse, und Lukas brummte z