: Martina Meier
: Wünsch dich ins Wunder-Weihnachtsland Band 14
: Papierfresserchens MTM-Verlag
: 9783990510414
: 1
: CHF 8.90
:
: Gemischte Anthologien
: German
: 346
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Hörst du den Schnee leise fallen?Riechst du die Winterluft?Träumst du von brennenden KerzenUnd feinem Plätzchenduft?Fühlst du die Wärme im Herzen?Hörst du dem Flötenspiel zu? Denkst du an all deine LiebenUnd kommst jetzt endlich zur Ruh?Siehst du die Schneeflocken tanzen?Glitzern im Sonnenschein.Hörst du das Rauschen der Tannen?Du weißt, du bist nicht allein. Dörte MüllerLasst euch einstimmen auf die schönste Zeit des Jahres mit Märchen und Gedichten und Kurzgeschichten, die manchmal sogar zu Tränen rühren. Die Advents- und Weihnachtszeit steht vor der Tür!

Martina Meier, Jahrgang 1963, studierte Literaturwissenschaft, Publizistik und Politik in Münster und Mainz. 2007 veröffentlichte die Journalistin ihr erstes Buch, einen Krimi, und gründete kurz darauf gemeinsam mit ihrem Mann Thorsten Papierfresserchens MTM-Verlag, der heute seinen Sitz in der Bodenseeregion hat, wo das Paar auch lebt. 2014 wurde zudem der Herzsprung-Verlag gegründet, der Bücher für eine erwachsene Leserschaft herausgibt.

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Die Suche nach dem Schnee


Auf dem Weg zu Oma und Opa

Endlich steht der 1. Advent vor der Tür! Das ganze Jahr über habe ich mich mit meinem Zwillingsbruder auf diesen Tag gefreut. Endlich geht es wieder zu Opa Günther und Oma Mona nach Radeberg, um mit ihnen zusammen jeden Advent eine Kerze anzuzünden. Außerdem, meint Mama, dass die Weihnachtszeit die Zeit der Familie ist. Man soll froh sein und es einfach genießen, dass alle zusammen sind. Die Stimmung, die Lichter, Plätzchenduft und die vielen Geschenke – herrlich!

„Ella? Linus?“, tönt es durch das Haus.

„Jaaa?“, rufen wir Mama zu.

„Packt ihr noch die Sachen ein, die ihr unbedingt mit zu Oma und Opa nehmen wollt?“

„Jaaa“, rufen mein Bruder und ich ihr erneut hinterher. „Wir wollten gerade anfangen.“

Wir sind die ganze Weihnachtszeit bei den Großeltern in Radeberg. Es ist unser letztes Weihnachtsfest, bevor wir im nächsten Jahr in die Schule kommen. Im Sommer feiern wir unseren 7. Geburtstag und dann gibt es kurze Zeit später schon die Zuckertüte. Mama und Papa fahren nach dem ersten Advent erst einmal zurück nach Merseburg, sie müssen schließlich arbeiten, aber pünktlich zu Heiligabend sind sie wieder in Radeberg.

„Aber denkt bitte daran, dass ihr nicht euer ganzes Kinderzimmer mitnehmen müsst.“

Nachdem jeder von uns sein Lieblingskuscheltier eingepackt und ich noch meine Kuscheldecke in den Rucksack gestopft habe, wandern die Blicke von mir und Linus zu unseren Adventskalendern. „Ich will sie nicht zu Hause lassen, das ist doch das Beste an Weihnachten, oder nicht?“ Da hat er wirklich recht, so was gibt es nur einmal im Jahr und es ist unfassbar schön, jeden Tag ein Türchen aufzumachen.

„Ich glaube, wir packen sie einfach ein, oder?“, schlage ich vor. Ich nehme unsere Kuscheltiere aus dem Rucksack und lege sie neben uns auf den Boden, um die Adventskalender noch mitnehmen zu können.

„Und was machen wir jetzt mit den Kuscheltieren?“, fragt mich Linus und streichelt seinem Teddy über seinen dicken flauschigen Kopf.

Ich nehme die beiden, setze sie auf unserem Fensterbrett gegenüber und lege dann noch ein Halstuch über sie, damit ihnen nicht kalt werden kann. „Sie bleiben hier und bewachen unser Zimmer.“

„Kommt ihr zwei? Wir sind spät dran. Oma und Opa warten schon.“

Wir rennen zum Auto und schauen, dort angekommen, noch mal zu unseren Kuscheltieren und win