: Rolf Kießling
: Kleine Geschichte Schwabens
: Verlag Friedrich Pustet
: 9783791761855
: Bayerische Geschichte
: 3
: CHF 12.60
:
: Regional- und Ländergeschichte
: German
: 216
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Schwaben, das Land zwischen Iller und Lech, vom Ries bis zum Allgäu, ging über Jahrhunderte ganz andere Wege als Bayern: Als Teil des Herzogtums Schwaben war es geprägt von seiner politischen und kulturellen Vielfalt. Adel, Klöster, Städte, Bauern und Juden standen unter dem Schutz von Kaiser und Reich und erhielten eine Existenzgarantie. Gerade deshalb aber entwickelte es sich seit dem hohen Mittelalter zu einer der modernsten Wirtschaftsregionen Europas. Auch war es stets eine Landschaft des gesellschaftlichen Aufbruchs: der Reformation und des Bauernkrieges, der Revolutionen von 1848 und 1919, aber auch der Gelehrsamkeit und der Künste. Von all dem erzählt dieses Buch unterhaltsam und anschaulich.

Rolf Kießling, Dr. phil., geb. 1941, hatte bis 2006 den Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte der Universität Augsburg inne. Er wurde ausgezeichnet mit dem Förderpreis des Bezirks Schwaben (1985) und dem Friedrich-Schiedel-Wissenscha tspreis zur Geschichte Oberschwabens (2005).

Was ist Schwaben – in Bayern? Erste Annäherungen


Wer von Norden die bayerische Grenze überschreitet und auf den Regierungsbezirk ‚Schwaben‘ stößt, ist einigermaßen befremdet: Schwaben in Bayern? Wie geht das zusammen? Tatsächlich findet sich heute der einzige Gebietsname ‚Schwaben‘ nicht in dem Raum, den man ansonsten mit Schwaben identifizieren würde: mit Württemberg – nur die ‚Schwäbische Alb‘ als mittelgebirgiger Querriegel oder ‚Oberschwaben‘ als Raum zwischen Donau und Bodensee weisen dieses Grundwort auf. Der Name für den bayerischen Verwaltungsbezirk zwischen Iller und Lech, Ries und Allgäu geht auf König Ludwig I. zurück, der 1837 die – nach französischem Vorbild – nach Flüssen benannten Sprengel der Mittelbehörden umbenennen ließ