: Alex Gfeller
: Die letzte Meise
: Books on Demand
: 9783754355411
: 1
: CHF 8.80
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 596
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ständig wendet sich die Meise im Gehen unwirsch um, hält manchmal kurz und ungehalten inne und blickt verärgert zurück. Man sieht ihr die tiefe Beunruhigung und Besorgnis deutlich an, denn die Würmer folgen ihr betont gemächlich und demonstrativ gelassen. Sie halten dabei immer fein säuberlich diese obligaten zehn Meter Abstand zu ihr ein, in einem betont lockeren Gewürmknäuel halb auf dem Gehsteig, halb auf der Straße dahinschlurfend, also vermeintlich acht- und sorglos und für Außenstehende wie absichtslos und vor allem scheinbar inoffensiv. In Wahrheit aber handelt es sich hierbei um einen sehr bedrohlichen Pulk, um ein überaus angriffiges Rudel, um eine besonders für Unbeteiligte und Unbedachte ausnehmend feindselige Horde. Alex Gfeller, Schriftsteller und Landschaftsmaler, geboren 1947 in Bern, lebt in Biel

Alex Gfeller, Schriftsteller und Landschaftsmaler, geboren 1947 in Bern, lebt in Biel

Man will einfach nichts wissen und atmet gerne auf. Man hat hier die Konzeptlosigkeit, die Sinnlosigkeit und die Ziellosigkeit als die drei erstklassigen Voraussetzungen für ein gelungenes Unternehmen, und man hat die Kommunikationslosigkeit als die einzige, echte Vorausbedingung für ein problemloses Gelingen einer unausweichlichen Unternehmung der untersten Ordnung oder der primitivsten Gattung, also der untersten Schublade, wenn man so will, eine Unternehmung jedenfalls, die niemand angefordert, noch jemals herbeigewünscht und selbstverständlich auch niemals in Frage gestellt hätte. Davon lässt jedermann tunlichst die Finger; man rührt nicht gerne an Unsagbarkeiten, Unannehmlichkeiten,