„Wer seid ihr? Was wollt ihr?“, fragte ein Bauer verstört, als drei Fremdländische in einer eisigen Winternacht in sein Haus gestürmt kamen. Ohne Antwort schritt einer der Männer hämisch grinsend und mit gezückter Waffe auf ihn zu. „So lasst uns doch in Frieden!“, flehte der Bauer und stellte sich gleich schützend vor seine Frau.
Der Fremde aber zeigte kein Erbarmen. Wortlos rammte er seine Waffe tief in den Leib des armen Mannes. Er zog sein Schwert wieder heraus und stieß ihn hinterher zur Seite, um auch die Frau zu töten. Kurz darauf waren die Schreie der verängstigten Ehefrau verstummt und der Krieger wandte sich ab und verließ das Haus.
Die beiden anderen Eindringlinge kümmerten sich nicht um die Sterbenden, sondern stiegen die Treppe nach oben. Dort fanden sie deren Töchter, die sich in ihrer Kammer versucht hatten, zu verstecken. Sie ergriffen die Mädchen, schändeten sie brutal, um sie letztendlich wie ihre Eltern mit dem Schwert zu töten. Hinterher verließen die grausamen Männer grölend und lachend wieder diesen Ort.
In dem Dorf, das die Fremden in dieser Nacht überfallen hatten, herrschte ein heilloses Durcheinander. Bewohner, die nicht rechtzeitig fliehen konnten oder kein gutes Versteck fanden, verloren oft auf entsetzliche Weise ihr Leben. Dabei war es den Kriegern gleichgültig, wer ihnen zum Opfer fiel. Sie schlugen tot, was ihnen über den Weg lief.
Es war aber nicht der einzige Ort, den die Fremden in jener Nacht und in den kommenden Tagen überrannten. Die Krieger, woher sie auch so plötzlich gekommen waren, schienen diesen blutigen Angriff schon lange geplant zu haben. In kleinen Heeren überfielen sie zur gleichen Zeit viele Orte. Es war ihr Ziel, das Land zu schwächen, indem sie mordeten und zerstörten. Und ihr Anführer Harm wollte den Herrschersitz erobern, um schließlich das Land zu besitzen. Am vierten Tag ihres Feldzuges trafen sie sich alle wieder – weit im Landesinnern. Zu einer Macht geschmolzen, zogen sie zur Festung und erwarteten dort den König des Landes.
Die Schneefälle der letzten Tage hatte das Land indes in einen weißen Mantel gehüllt. Eingebettet im Schutz der Berge schlummerte es mit seinen vielen Wäldern, weiten Wiesen, dem breiten Fluss und dem schönen See friedlich vor sich hin. Jahrzehnte wurde es in drei Generationen von gerechten Königen regiert. Der letzte Krieg lag schon so lange zurück, dass nur noch die Ältesten davon berichten konnten. Mit den Nachbarländern pflegten sie so gut wie keinen Kontakt. Nur hin und wieder überschritt manch einer die Grenzen und bereiste dort die umliegende Gegend.
Den Menschen fehlte es in diesem Land an nichts. Die Erde war fruchtbar. Sie waren fleißig und geschick