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Während der Pandemie ist mir der Lesestoff ausgegangen, also gehe ich zum Bücherregal und durchsuche es nach einem Krimi. Und wie ich so stöbere, sticht mir ein uraltes Tagebuch ins Auge. Das wühle ich hervor und blättere darin. Es ist ein Tagebuch aus dem Jahr 1980, in dem ich die Reise mit Karla nach Griechenland festgehalten habe, wodurch ich mein Erinnerungsvermögen in Spannung versetze. Wie war das damals noch gleich?
O ja, ich erinnere mich. Und schon befinde ich mich gedanklich im Winter 1980, denn an einem verschneiten Freitag im Januar beginnt mein Dilemma. An dem Tag überfällt mich meine Freundin Karla wie der Blitz aus heiterem Himmel mit der Schreckensnachricht: „Freu dich, Richard. Du wirst Vater.“
Das sagt sie so mir nichts dir nichts nach einem Besuch bei ihrer Frauenärztin, dabei huscht ihr eine vorsichtige Regung der Vorfreude über das Gesicht, als sie ergänzt: