: Marina Anders
: Notärztin Andrea Bergen 1436 Frage nie nach dem Warum
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751719087
: Notärztin Andrea Bergen
: 1
: CHF 1.80
:
: Erzählende Literatur
: German
: 64
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Dem jungen Mark geht das Herz auf, als er seinen kleinen Sohn am Steuer des Bootes beobachtet. Die blonden Löckchen wehen im Wind, und ein ums andere Mal jubelt Janis laut. Wie sehr er die 'Papa-Tage' liebt! Und wie sehr auch Mark die selten gewordenen Stunden mit seinem Schatz genießt! Doch da zerreißt Motorheulen die Stille über dem Rhein. Zwei Speedboote liefern sich ein Rennen - und rasen genau auf sie zu!
Voller Panik hechtet Mark zum Steuer, um das Boot aus der Gefahrenzone zu lenken, aber da knallt es schon, etwas Großes, Metallisches fliegt durch die Luft, und ein Kinderschrei erklingt!
Janis!, ist Marks letzter Gedanke, bevor er von etwas getroffen wird und die Welt in Schwärze versinkt ...
Als Notärztin Dr. Bergen den Unglücksort erreicht, kann sie Mark schwer verletzt bergen. Doch von Janis fehlt auch Tage später noch jede Spur! Für Mark und Janis' getrennt von ihm lebende Mutter Alexa beginnt die wohl schlimmste Zeit ihres Lebens ...

Frage nie nach dem Warum

Ein Einsatz, den ich wohl niemals vergessen werde: In letzter Sekunde konnten wir den jungen Mark Steiner bergen, der bei einer dramatischen Bootskollision auf dem Rhein schwer verletzt wurde. Doch meine Erleichterung nach seiner erfolgreichen OP währte nur kurz – denn wie ich von Marks schöner Ex-Freundin Alexa Kluge inzwischen erfahren habe, muss auch ihr gemeinsamer kleiner Sohn Janis mit auf dem Boot gewesen sein! Ich wage mir nicht vorzustellen, was dem Dreijährigen zugestoßen sein mag – denn eins steht fest: Bei unserem Eintreffen befand sich kein Kind mehr auf dem halb gesunkenen Bootswrack, ganz sicher nicht!

Die Wasserpolizei sucht nun schon sein Stunden intensiv nach dem Kleinen! Janis' Eltern sind vor Verzweiflung völlig außer sich – doch ich will die Hoffnung wider jede Vernunft noch nicht aufgeben und werde ebenfalls nach dem Jungen suchen ...

»Mami, Burli muss auch mit.« Fest presste der kleine Janis sein heißgeliebtes Plüschlämmchen an sich, das er von seiner Omi zum dritten Geburtstag geschenkt bekommen hatte.

Alexa Kluge strich ihm liebevoll über den Lockenkopf. Die lockigen Haare hatte er von seinem Vater geerbt.

»Natürlich darf Burli mit, wenn du zu deinem Papa fährst.« Sie nahm ihm das Kuscheltier ab und setzte es auf Janis' Rucksack, der neben einer vollgepackten Reisetasche in der Diele stand. »So, jetzt ist aber