: Christian Loeffelbein
: Malvina Moorwood (Bd. 2) Das Skelett im Schlossgarten
: Coppenrath Verlag
: 9783649640868
: 1
: CHF 10.30
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 320
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Malvina Moorwoods zweiter Fall - die perfekte Lektüre für alle Spürnasen, die Spaß an Knobeleien und einer Prise Mystery haben Wieder einmal muss Malvina antreten, um das Familienschloss zu retten - ihr Opa wird nämlich nach einem merkwürdigen Skelettfund des Mordes verdächtigt! Unter diesen Umständen endet die königliche Erbpacht am 31. Oktober. Das ist bereits in zwei Wochen! Aber Malvina wäre nicht Malvina, wenn sie sich davon unterkriegen lassen würde. Nach einigen unerschrockenen Ermittlungen hat sie eine heiße Spur: Sie kommt einem äußerst geheimen Geheimbund auf die Schliche und macht eine Entdeckung, die selbst die abgebrühte Malvina mit den Ohren schlackern lässt ...

Christian Loeffelbein hat in seiner Geburtsstadt Kiel Germanistik, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte studiert und danach als Journalist gearbeitet. Heute lebt er in Hamburg und denkt sich spannende Geschichten für kleine und große Leserinnen und Leser aus.

Der Graf kam mit wehendem Umhang die Treppe hinunter und ging zielstrebig auf Amalia und ihre Mutter zu, die sich in der geräumigen Eingangshalle umsahen. Amalia starrte mit großen Augen ein düsteres Gemälde an, das eine im Moor versinkende junge Frau zeigte. Und ihre Mutter betrachtete erschrocken einen hässlichen Wildschweinkopf, der an der gegenüberliegenden Wand hing.

»Gefällt Ihnen Ihr neues Heim?«, erkundigte sich der Graf freundlich und ließ seine spitzen Eckzähne im Licht der Kerzenleuchter aufblitzen.

»Ganz reizend«, sagte Amalias Mutter und machte den Eindruck, als ob sie ihre Angst durch ein besonders breites Lächeln verbergen wollte.

»Kommen Sie, meine Liebe«, flötete der Graf. »Ich zeige Ihnen Ihre Zimmer. Erlauben Sie, dass ich mich selbst um Ihr Gepäck kümmere. Um diese Zeit sind leider keine Bediensteten mehr im Haus.«

»Wir sind ganz allein hier?«, erkundigte sich Amalia mit zitternder Stimme.

»So ist es«, bestätigte der Graf, und als er zu einem hämischen Lachen ansetzen wollte, machte espfirschchchch. Dunkle Schlieren zogen über die Szene wie geronnenes Blut, und aus den Ecken krochen fiese Monsterfratzen, die sofort ihr zerstörerisches Werk begannen. Kopf und Körper des Grafen lösten sich in eine wabernde Masse auf. Dann waren nur noch die schemenhaften Umrisse von Amalia zu