von Mark Hyman, M.D.
Unser Gehirn ist unser wertvollstes Geschenk. Dank unseres Gehirns können wir lernen, lieben, denken, kreieren und auch Freude erleben. Es ist das Tor zu unseren Emotionen, zu unserer Fähigkeit, das Leben auf tiefster Ebene zu erfahren und dauerhafte Nähe zu erleben. Dank unseres Gehirns können wir Neues schaffen, wachsen und etwas erreichen.
Doch nur wenige von uns wissen, dass wir durch die Anwendung einer Handvoll praxisorientierter Methoden unser Gehirn verbessern und unsere Lernfähigkeit maximal fördern können. Während wir fast alle wissen, dass wir die Gesundheit unseres Herz-Kreislauf-Systems durch Bewegung und Ernährung stärken können, realisiert kaum jemand, dass wir auch unser Gehirn und damit unser Leben erheblich verbessern können.
Leider stellt unsere Welt keine förderliche Umgebung für die Gesundheit unseres Gehirns dar. Bevor Jim Kwik aufzeigt, wie wir uns von unseren Grenzen befreien und grenzenlos werden können, prangert er die vier »Bösewichte« an, die unsere Fähigkeit, zu denken, uns zu konzentrieren, zu lernen, zu wachsen und voll und ganz Mensch zu sein, zunehmend herausfordern.
Da ist zunächst einmal diedigitale Überflutung – die unendliche Informationsflut in einer Welt begrenzter Zeit und allzu hoher Ansprüche, die uns überfordern und zu Ängsten und Schlaflosigkeit führen. Wir ertrinken in Daten, müssen mit rasanten Veränderungen in einer schnelllebigen Welt fertig werden und sehnen uns nach hilfreichen Strategien und Werkzeugen, um wieder einen Anschein von Produktivität, Leistungsfähigkeit und Seelenfrieden zurückzugewinnen.
Der zweite Schuft ist diedigitale Ablenkung. Das flüchtige »Ping« des digitalen Dopaminvergnügens ersetzt unsere Fähigkeit, die Aufmerksamkeit beizubehalten, die für tiefe Beziehungen, tiefes Lernen oder tiefes Arbeiten notwendig ist. Kürzlich saß ich in einer Vorlesung neben einer Freundin und bemerkte, wie sie innerhalb weniger Minuten mehrmals zum Smartphone griff. Ich ließ mir ihr Handy geben und rief die Screen Time App auf. Sie hatte inne